Kinderhaus Ofterdingen
: Das neue Kinderhaus – eine Meisterleistung

AnzeigeDer moderne Neubau in Ofterdingen verbindet architektonische Qualität, nachhaltige Technik und durchdachte Raumkonzepte zu einem lebendigen Ort für Kinder und Betreuung. Von Werner Bauknecht
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Die Holzfassade wird spielerisch unterbrochen von Fenstern in unterschiedlichen Formen. ⇥Fotos: Werner Bauknecht

    Die Holzfassade wird spielerisch unterbrochen von Fenstern in unterschiedlichen Formen. ⇥Fotos: Werner Bauknecht

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  • Das Kinderhaus Weiherrain von außen. Foto: Werner Bauknecht

    Das Kinderhaus Weiherrain von außen. Foto: Werner Bauknecht

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  • Vom Eingangsbereich aus führt eine breite Treppe ins Obergeschoss, während der Abstieg abschnittsweise als Rutsche gestaltet ist – die sogenannte „Spieltreppe“.

    Vom Eingangsbereich aus führt eine breite Treppe ins Obergeschoss, während der Abstieg abschnittsweise als Rutsche gestaltet ist – die sogenannte „Spieltreppe“.

    Foto: Werner Bauknecht
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Allein schon der erste Blick auf das neue Gebäude zwischen Schulsportgelände und Hafnerstraße ist beeindruckend. Die Holzfassade wird spielerisch unterbrochen von Fenstern in unterschiedlichen Formen, im oberen Teil wird die Fassade von grünen Quadraten aufgelockert.

Nach dem Motto „Wenn wir ein Kinderhaus bauen, dann soll es auch ein Schmuckstück werden“ wurde der Bau vom Gemeinderat am 6. Juni 2021 beschlossen. Erste Standortuntersuchungen gab es schon 2018. Aus den beiden Entwürfen der Architekturbüros Möck sowie Rempfer-Klaffschenkel wurde schließlich die heutige Variante ausgewählt.

Hürden vor Baubeginn

Einige Hindernisse gab es für die Architekten auf dem Weg zum Baubeginn zu überwinden. Zunächst musste geprüft werden, ob Zauneidechsen auf dem geplanten Baugelände ihre Heimat hatten. Die Prüfung ergab, dass es nicht notwendig war, ein Ersatzgebiet auszuweisen.

Dann fand man Überreste einer römischen Niederlassung, das Landesdenkmalamt schaltete sich ein. „Die Grabungen kosteten uns dann noch mal ein paar Monate“, sagte Architekt Hans-Otto Möck, „und viel Geld.“ Die Bauleitung teilte er sich mit Ferhat Özdemir vom Partnerbüro.

Zwei Jahre Bauzeit

Baubeginn war schließlich November 2023, einziehen konnten die ersten Kinder ziemlich genau zwei Jahre später, im Dezember 2025. Und das erste, worauf die Kinder sich stürzten, war die Entdeckung gleich im Eingangsbereich. Denn dort führt zwar eine breite Treppe ins Obergeschoss – aber abwärts führt teilweise eine Rutsche. Spieltreppe nennt sich das. Die Rutschpartie endet kurz vor einem Empfangstresen, der mitten im Eingangsbereich steht. „Das ist der Verteiler“, sagt der Architekt. Denn von hier werden die Kinder dann in U3 und Ü3 verteilt. Die ganz Kleinen bleiben im Erdgeschoss, den Größeren gehört das Obergeschoss. Die Einrichtung ist viergruppig. 40 Kinder sind Ü3, die anderen U3. Gleich an den Empfangsbereich schließt sich eine Kantine an, die wird von allen genutzt. Im nördlichen Flügel sind auch die Personalräume und die hochmoderne Küche untergebracht. Da sind sowohl Selbstkochen und Cook-and-Chill als auch Wärmelieferung möglich. Die Personalräume beinhalten auch eine Teeküche.

Durchdachte Raumkonzepte

Sehr viele Teile eines Kinderhauses seien streng vorgegeben von der KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales), so die Architekten. Im Erdgeschoss ist auch der Zugang zum Aufzug, außerdem befindet sich dort das Fluchttreppenhaus.

Höchst beeindruckend wirken die Wände entlang der Flure auf die Besucher: Helles Holz macht die Atmosphäre heimelig und einladend.

Im Untergeschoss ist die Technik untergebracht. Es gibt einen separaten Zugang von der Hafnerstraße aus. So können die Räume dort auch unabhängig vom Kinderhaus genutzt werden. Denn dort befindet sich der Bewegungsraum, der zum Beispiel auch von der Gemeinde als Wahlraum genutzt werden könnte. Es gibt einen weiteren Raum, den man ebenfalls extern belegen kann, falls Bedarf herrscht. Im Untergeschoss befindet sich die gesamte Gebäudetechnik. Dort sind die Luft-Wasser-Wärmepumpe und die IT untergebracht; zudem wird die komplette Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung von hier aus gesteuert. Auf dem Dach gibt es eine PV-Anlage.

Ü3-Kinder im Obergeschoss

Im Obergeschoss sind die Räume für die Ü3-Kinder eingerichtet. Dazu gehören Schlafräume, Spielzimmer, Aufenthaltsräume und Toiletten. Alle Räume sind mit Schallschutzdecken ausgestattet. „Im Grunde ist das ganze Gebäude ein Holzbau“, betont Hans-Otto Möck, „nur für die Aussteifung wurden Betonbauteile verwendet.“ Was sofort auffällt: Das gesamte Gebäude wurde äußerst großzügig konzipiert und umgesetzt. Große, helle Räume, breite Flure, großzügige Verteilerstationen, viel Licht. Besonders schön sind auch die Schränke für die Kinder. Die wurden nicht von der Stange gekauft, sondern von einem Schreiner speziell an die Umgebung angepasst. „So konnten wir jeden Zentimeter der zur Verfügung stehenden Fläche ausnutzen“, sagt Ferhat Özdemir. Zudem gibt es Inklusionsräume, einen Therapieraum und auch einen separaten Raum für Elterngespräche.

Außenanlage und Baukosten

Ein Blickfang sind die weitläufigen Außenanlagen. Sie sind direkt vom Erdgeschoss aus erreichbar für die Kinder. Es gibt Spielgeräte, die in eine Landschaft eingebettet sind, die selbst zum Spielgerät wird.

Das Personal besteht aus 12 bis 16 Erzieherinnen. Die Nettogrundfläche des Gebäudes beträgt 1329 Quadratmeter, der umbaute Raum 6883. Die geplanten Kosten, so der aktuelle Stand, konnten eingehalten werden. Sie betragen 7,5 Millionen Euro, wobei 1,5 Millionen aus Zuschüssen erwartet werden.

Die offizielle Einweihung des Kinderhauses findet am Freitag, 26. Juni, von 14 bis 17 Uhr statt.

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