Jazz- und Klassiktage Tübingen
: Tübingen dreht musikalisch auf

AnzeigeRund 50 Konzerte auf über 30 Bühnen bringen Jazz, Klassik und Vielfalt in die Stadt.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Jazz und Klassik Tage. Experimentalmusik mit Niet featuring Thomas Maos, Sudhaus25.10.06 Bild: Metz⇥Metz

    Jazz und Klassik Tage. Experimentalmusik mit Niet featuring Thomas Maos, Sudhaus25.10.06 Bild: Metz⇥Metz

    Metz
  • Bei den diesjährigen Jazz & Klassik Tagen unter anderem zu erleben (v. l.): Das Cécile Verny Quartet beim Eröffnungskonzert am Samstag,17. Oktober, in der Westspitze sowie Markus Harm & Friends am Samstag, 24. Oktober, bei Jacques’ Wein-Depot. Fotos: Veranstalter

    Bei den diesjährigen Jazz & Klassik Tagen unter anderem zu erleben (v. l.): Das Cécile Verny Quartet beim Eröffnungskonzert am Samstag,17. Oktober, in der Westspitze sowie Markus Harm & Friends am Samstag, 24. Oktober, bei Jacques’ Wein-Depot. Fotos: Veranstalter

    Jazz und Klassi Tage
  • Bruce Katz⇥Jazz- und Klassiktage

    Bruce Katz⇥Jazz- und Klassiktage

    Jazz- und Klassiktage
  • Luciano Biondini und Rosario Giuliani sind mit „Cinema Italia“ am Mittwoch, 21. Oktober, im Pappelgarten Reutlingen zu erleben.

    Luciano Biondini und Rosario Giuliani sind mit „Cinema Italia“ am Mittwoch, 21. Oktober, im Pappelgarten Reutlingen zu erleben.

    Jazz- und Klassiktage
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Die Tage werden kürzer, die Abende kühler. In Tübingen wird es dafür musikalischer. Wenn Jazz auf Klassik trifft, wenn sich bekannte Melodien mit neuen Tönen mischen und Musik plötzlich nicht nur im Konzertsaal, sondern auch im Ladengeschäft, in der Bar oder in der Kirche zu hören ist, dann sind wieder die Jazz & Klassik Tage.

2026 gehen sie bereits in ihr 28. Jahr und trotzdem klingt vieles neu. Rund 50 Konzerte auf mehr als 30 Bühnen bringen vom 17. bis 25. Oktober Musikerinnen und Musiker aus Tübingen, der Region und von weiter her zusammen. Vom begabten Amateur bis zum etablierten Profi. Vom kleinen Duo bis zur Bigband. Von Jazz-Classics über Kammermusik und Swing-Musette bis zu höfischer Klassik und Latin-Rhythmen. Viel Musik. Viele Orte. Und vor allem: jede Menge Vielfalt.

Musik mitten in der Stadt

Am Eröffnungssamstag wird deutlich, dass dieses Festival nicht nur hinter geschlossenen Türen stattfindet. Bei „BeSwingt einkaufen!“ zieht ab 11 Uhr Livemusik in zahlreiche Geschäfte der Tübinger Innenstadt ein. Auch die bekannte Marchingband Louisiana Funky Butts zieht wieder durch die Stadt. Musik begegnet einem dort, wo sonst eingekauft, gebummelt oder ein Kaffee getrunken wird. Am Abend folgt mit dem Eröffnungskonzert der erste große Höhepunkt.

In der Westspitze steht um 20 Uhr das Eröffnungskonzert an. Das Cécile Verny Quartett sowie Sara Dowling und Albert Sanz als „Duo Sama“ bringen große Stimmen und Songs auf die Bühne. Schon am Vorabend gibt es mit Shuteen Erdenabaatar und Nils Kugelmann im C. Bechstein Centrum einen musikalischen Vorgeschmack.

Von Bach bis Bigband

Die musikalische Bandbreite ist groß. In der Tübinger Musikschule gibt es Jazz für Kids, in der Aula Uhlandstraße eine Hommage an Schubert. Bach trifft auf Gershwin, Bigband auf Kirchenorgel, Cello auf Weltmusik und Jazz auf Literatur. Mal vertraut, mal experimentell, manchmal beides gleichzeitig.

Genau diese Mischung macht die Jazz & Klassik Tage aus. Große Namen stehen neben Nachwuchstalenten. Klassische Konzertorte neben ungewöhnlichen Bühnen. Und Musikstile, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen, finden plötzlich zusammen.

Gemeinsam klingt besser

Hinter den vielen Konzerten steckt vor allem eines: viel Engagement. Zahlreiche Veranstalterinnen und Veranstalter, Musikerinnen und Musiker, Schulen und Musikschulen tragen das Festival mit. Viele Veranstaltungen entstehen ehrenamtlich. Es entsteht ein gemeinsames Kulturprojekt für Tübingen und die Region. Vielleicht passt genau das besonders gut in den Herbst. Wenn es draußen früher dunkel wird, rückt man drinnen ein wenig näher zusammen. Musik übernimmt den Rest.

Neun Tage lang klingt es an den unterschiedlichsten Orten. Tübingen zeigt dabei einmal mehr, wie viel musikalisches Talent direkt vor der eigenen Haustür steckt, und dass Jazz und Klassik keine Gegensätze sein müssen. Manchmal braucht es eben nur den richtigen Ton. ⇥ahu

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