Grabschmuck Allerheiligen
: Erinnerung gestalten

AnzeigeIm Herbst bereiten viele Menschen die Gräber ihrer Lieben für die nächsten Monate vor. Vielen ist dabei der Umweltaspekt ein wichtiges anliegen.
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Redaktion Sonderthemen
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Im Herbst herrscht auf Friedhöfen eine besonders ruhige und feierliche Stimmung. ⇥Foto: Ekaterina/stock.adobe.com

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Grablichter anzünden, Grabschmuck arrangieren, Blumen pflanzen: Ist ein geliebter Mensch gestorben, gehört die Pflege des Grabes für viele Menschen zum Trauerprozess. Und die kann man möglichst umweltfreundlich gestalten. Etwa, indem man bei der Bepflanzung des Grabes auf Insektenfreundlichkeit achtet. „Was für Nektar saugende Insekten nicht so gut ist, sind Pflanzen, die nicht einheimisch sind oder die gefüllte Blüten haben, sodass die Insekten mit ihrem Rüssel nicht an den Nektar herankommen“, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. Gefüllte Blüten erkennt man an zusätzlichen ineinander verschachtelten Blütenblättern. Die Staubgefäße sind verkümmert oder von den Blütenblättern verdeckt, schreibt die Zeitschrift „Öko-Test“ auf ihrer Webseite. Häufig handle es sich um Zuchtformen. Gut geeignet für eine bienenfreundliche Grab-Bepflanzung sind die meisten Zwiebelpflanzen.

Blühendes Grab vom Frühjahr bis in den Herbst

Außerdem kann man darauf achten, dass Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst hinein Nektar finden: Zum einen mit Frühblühern wie Schneeglöckchen und Osterglocken. Geht es in Richtung Herbst, sind Herbstastern, Fette Henne, Herbstzeitlose, Leinkraut, rundblättrige Glockenblumen oder Herbstkrokusse eine insektenfreundliche Wahl. Ein Tipp von Philip Heldt: bei der Auswahl der Grab-Bepflanzung auch darauf achten, dass sie trockene Sommer gut übersteht – und zwar ohne, dass man das Grab ständig gießen muss. Das sei oft bei mehrjährigen Pflanzen der Fall. „Sie haben in der Regel ein besseres Wurzelwerk und gehen tiefer“, so Heldt. Zu trockenresistenten Blühpflanzen, die gut zum Standort des Grabes passen, kann man sich ihm zufolge auch in den Friedhofsgärtnereien vor Ort beraten lassen.

Torffreie Erde verwenden

Ebenfalls wichtig mit Blick auf den Umweltschutz: Für Bepflanzungen zu torffreier Blumen- oder Graberde greifen. Denn beim Torfabbau wird das sensible Ökosystem Moor zerstört – und damit der Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere. Zudem wird das in Mooren gespeicherte Kohlendioxid freigesetzt. Torffreie Gartenerden werden auf Basis von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern hergestellt. „Achten Sie bei der Auswahl der Erde auf eine entsprechende Produktdeklaration auf der Verpackung.“ Gut zu wissen: Der Begriff „Bio-Blumenerde“ ist kein Garant dafür, dass es sich um torffreie Erde handelt.

Grablichter aus Wachs

Geht es um die Auswahl von Grabgestecken, sollte man darauf achten, dass sie ohne Plastikteile wie Plastikschnüre oder Dekorationen aus Kunststoff auskommen. Erste Wahl sind Grab-Buketts aus Naturmaterialien. Sie helfen zum einen Plastik zu vermeiden, zum anderen können sie als Ganzes auf dem Kompost oder im Biomüll entsorgt werden. „Alternative Steckmaterialien sind meistens aus Pflanzenfasern oder Kork“, sagt Philip Heldt. Bei Grablichtern sind die Klassiker aus Wachs umweltfreundlicher als LED-Varianten. Greift man zu Grablichtern aus Glas mit auswechselbarer Kerze, spart man Plastikmüll – und der Grabschmuck kann immer wieder genutzt werden.

Soll es kein Grablicht aus Wachs sein, sind Solar-Grablichter eine umweltfreundlichere Alternative zu LED-Lichtern mit Batterie – wenn sie möglichst lange genutzt werden. Übrigens: Wird für ein frisches Grab ein Grabstein benötigt, sollte man darauf achten, dass dieser aus heimischer Produktion kommt. Zudem kann man über einen recycelten Grabstein nachdenken. „Wenn man zum Beispiel ein Familiengrab hatte, das aufgelöst wurde, lässt sich dieser Stein quasi umarbeiten.“ Eine Option, die Steinbildhauer ebenfalls anbieten.⇥dpa

Das ist die Bedeutung von Allerheiligen

Bei Allerheiligen, das jedes Jahr am 1. November stattfindet, und in einigen Bundesländern ein Feiertag ist, handelt es sich um ein christliches Hochfest.

An diesem Tag wird aller Heiligen gedacht, die „... schon zur Vollendung gelangt sind“. Auch die Evangelische und die Orthodoxe Kirche feiern Allerheiligen.

Am Tag nach Allerheiligen, am 2. November, wird Allerseelen begangen und all der armen Seelen gedacht, die im Fegefeuer leiden müssen.

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