43. Französische Filmtage
: Roadmovie mit Geschichtenerzähler

AnzeigeFokus Afrika Acht Filme geben Einblicke in das aktuelle afrikanische Kino, vom opulenten Familien-Epos bis zur Auseinandersetzung mit Kolonialismus und Völkermord.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Reist durch Westafrika: der junge Sékou. ⇥Foto: Pilumpiku Production

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±Alea JacarandasIn seinem Dokumentarfilm geht Hassen Ferhani auf Spurensuche nach seinem Vater, dem Schriftsteller Ameziane, der von den violetten Blüten der Jacaranda-Bäume in den Straßen Algiers fasziniert war. Poetisches Porträt der Stadt Algier und berührende Vater-Sohn-Geschichte.

±Ben’ImanaDas Trauma des Völkermords an den Tutsi lastet auf Ruanda. Dennoch versucht Vénéranda, eine Überlebende, in ihrem Dorf zwischen Opfer- und Täterfamilien zu vermitteln und besonders Frauen zu ermutigen, sich wieder etwas aufzubauen. Regisseurin Marie-Clémentine Dusabejambo fängt ein, wie unterschiedlich die Frauen mit Schmerz und Trauer umgehen.

±DaoEine rauschende Hochzeitsfeier in Paris, eine Trauerzeremonie in Guinea-Bissau: Zwischen Westafrika und Europa verbinden sich Leben und Tod, Trauer und Neuanfang, Vergangenheit und Gegenwart zu einem wirbelnden Strudel, wahre Geschichten mischen sich mit erfundenen, individuelle mit kollektiven Erinnerungen. Ein Dreistunden-Trip von Alain Gomis.

±Djeliya, mémoire du MandéDer junge Sékou macht sich auf den Weg, um seine Ausbildung als Griot zu vollenden und Geschichtenerzähler zu werden wie seine Eltern. In dem fast dokumentarischen Roadmovie durch Westafrika lässt er sich von der alten Legende des Mandé-Kaisers Soundiata leiten. Regisseur Boubacar Sangaré gewährt Einblick in den Reichtum der Mandinka-Kultur, fragt aber auch, was die jahrhundertealte Tradition für die Gegenwart bedeuten kann.

±L’ArabeDer Film von Regisseur Malek Bensmaïl liefert das algerische Gegenstück zu Camus‘ Roman „Der Fremde“. Alles beginnt in einem Café in Oran, wo der junge Journalist Kamel auf den pensionierten Beamten Haroun trifft, der ihm eine alte Geschichte aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erzählt. Angelehnt an das Buch „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ von Kamel Daoud, geht es auch um eine Auseinandersetzung mit der französischen Kolonialgeschichte in Algerien.

±La Maison du vent In ihrem Haus in Kameruns Hauptstadt Yaoundé ist es still geworden. Ihre Kinder, die alle irgendwo in Europa leben, sieht Josette nur bei Video-Anrufen. In ihrer Einsamkeit lässt sie dennoch ein Haus für sie bauen und hofft auf ihre Rückkehr. Die Hauptrolle spielt die Mutter von Regisseur Auguste Bernard Kouemo Yanghu.

±Phiona, la fille de Madrid Nach langer Abwesenheit hat sich Phiona gerade wieder in Ruandas Hauptstadt Kigali eingerichtet. Als ihr Cousin und dessen Partnerin vorbeikommen, prallen die Erinnerungen aufeinander. Allmählich kommt ans Licht, warum Phiona damals weggegangen ist.

±Trop c’est trop Im Osten der Demokratischen Republik hat die Jugend genug vom Krieg und organisiert Proteste unter dem Motto „Genug ist genug!“ Der Dokumentarfilm würdigt Widerstandskraft und Solidarität einer Generation, die noch nie Frieden erlebt hat und immer heftiger gegen den Krieg um Rohstoffe aufbegehrt.