43. Französische Filmtage
: Mit Shakespeare im Arbeiterviertel

AnzeigeProgrammtipps Die 43. Französischen Filmtage bewegen sich quer durch die Generationen und präsentieren menschliche Grunderfahrungen wie Liebe und Tod, Freundschaft und Verlorenheit, meist auch mit einem Augenzwinkern.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Macht Laune: „Shana“. ⇥Foto: Les Films du Losange

    Macht Laune: „Shana“. ⇥Foto: Les Films du Losange

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  • Das ist Nicole. ⇥Foto: Andana Films

    Das ist Nicole. ⇥Foto: Andana Films

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  • Unter Verdacht: Alupa. ⇥Foto: H264 Distribution

    Unter Verdacht: Alupa. ⇥Foto: H264 Distribution

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  • Die karge Bergwelt von „Forêt ivre“ scheint ziemlich belebend zu wirken. ⇥Foto: Rai Cinema International Distribution

    Die karge Bergwelt von „Forêt ivre“ scheint ziemlich belebend zu wirken. ⇥Foto: Rai Cinema International Distribution

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±Jugenddrama

Adieu monde cruel:Der 14-jährige Otto (Milo Machado-Graner) ist verschwunden. Seine Schulklasse findet seinen Abschiedsbrief, und alle vermuten, er sei tot. Doch die gleichaltrige Léna (Jane Beever) sieht ihn mitten in der Nacht herumstreifen. Regisseur Félix de Givry wurde als Schüler selbst gemobbt.

±Stich für Stich

Des Femmes comme les autres: Die temperamentvolle Simone und die zurückhaltende Jeannine sind Nachbarinnen und Freundinnen. Beide sind schon älter und lieben es zu sticken. Auf einmal fängt Jeannine an, nicht mehr nach Vorlage zu arbeiten, sondern Stich für Stich ihre Träume und Ängste darzustellen. Tragikomödie mit Hélène Vincent und Yolande Moreau („Séraphine“).

±Krimi-Komödie

L’Espèce explosive: In einer ländlichen Gegend in Nordostfrankreich kommt es zu heftigen Wildschweinattacken. Jäger wie Bauern sind alarmiert, ein Mann verschwindet. Ein aus Korsika eingetroffener Gendarm soll herausfinden, was eigentlich vor sich geht, unterstützt von der Polizeipsychologin Stéphane.

±Allein im Gebirge

Forêt ivre: Auf einer abgelegenen Berghütte kümmern sich Anne, Hélène und Suzanne abwechselnd um die Wanderer, die dort übernachten. Jede von ihnen hat sich bewusst in die karge Welt der Berge zurückgezogen.

±Kanada-Thriller

Labrador – Autopsie du silence: Auf einem Hochseefrachter vor der Küste Nordkanadas wird ein Toter gefunden. Ermittler stoßen auf eine Mauer des Schweigens, verdächtigen jedoch bald Alupa, den eine heimliche Liebesbeziehung mit dem Toten verband. Greift reale Begebenheiten auf, und thematisiert koloniales Unrecht und Machtmissbrauch gegenüber den Inuit. Christopher Angatookalook als Alupa holte den Darstellerpreis beim Tribeca Festival.

±Publikumshit aus Belgien

Les Baronnes:Nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann seit langem in Marokko ein Doppelleben führt, rettet sich Fatima (Saadia Bentaïeb) ausgerechnet ins Theater. Im Brüsseler Arbeiterviertel Molenbeek will sie mit drei Freundinnen Shakespeares „Hamlet“ auf die Bühne bringen. Der künstlerische Aufbruch verändert das Leben der vier Frauen komplett.

± Mutter-Tochter-Symbiose

Nicole Nicole:Außergewöhnlicher Dokumentarfilm um eine 55-Jährige, die für immer an ihre 87-jährige Mutter gekettet scheint. Die beiden leben in einer Villa am Genfer See. Nicole ist neurodivers und wurde nie ermutigt, selbstständig zu sein. Doch was wird aus ihr, wenn ihre Mutter Alberte stirbt? Die Schweizer Filmemacherin Lauren Dällenbach hat ihre Tante Nicole mit der Kamera begleitet.

±Autofilm 1

Rouler des mécaniques: Der 30-jährige Pétard liebt sein Auto Nicoletta mehr als alles andere. Als das klapprige Gefährt endgültig den Geist aufzugeben droht, ist Pétard am Boden zerstört. Doch Mechanikerin Doris-Jeanne bietet an, ihm zu helfen. Was die beiden für die Reparatur alles auf sich nehmen, ruft sogar die Polizei auf den Plan. Weltpremiere bei den Filmtagen.

±Turbulente Tragikomödie

Shana: Ihrer jüdisch-marokkanischen Familie ist Shana (Newcomerin Eva Huault) viel zu unbändig. Sie geht gerne aus, fetzt sich mit ihrer Mutter und hat nur Gelegenheitsjobs. Als ihr Freund Moïse in den Knast kommt, muss sie seine Drogengeschäfte übernehmen und handelt sich prompt Probleme ein. Aber Shana versteht es, sich aus jeder Sackgasse herauszuwinden.

±Autofilm 2

Virages:Ein rennfähiger VW-Käfer soll das Abenteuer ins Leben von Johanna zurückbringen (Johanna Schopfer spielt sich selbst). Im Alltag arbeitet sie in einer Fabrik für Luxusuhren in Genf. Im Urlaub will sie mit dem fit gemachten Kleinwagen bei einem Autorennen in Belgien starten. Eine Dokufiktion über die Suche nach dem richtigen Leben und den selbstbewussten Umgang mit der eigenen Transidentität.