43. Französische Filmtage
: Grande Dame des Kinos

AnzeigeStummfilm Das Cinéconcert ist eine Hommage an die Filmpionierin Alice Guy-Blaché, die als Sekretärin in die Branche einstieg.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Aus „Madame a des envies“. ⇥Foto: Gaumont

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Mit 13 Kurzfilmender französischen Stummfilmpionierin Alice Guy-Blaché kehrt das Cinéconcert der Filmtage zurück ins Sparkassen-Carré Tübingen, diesmal unter dem Label „Film und Musik“. Die Regisseurin drehte hunderte von Filmen und war zudem Produzentin und Drehbuchautorin. Geboren 1873, brachte sie bereits kurz nach der Erfindung des Kinematographen ihren ersten fiktionalen Film heraus: „La Fée aux Choux“ (1896). Sie arbeitete mit Doppelbelichtungen und anderen experimentellen Formen und holte aus dem Medium Film rasch viel mehr heraus als bloße Alltagsdokumentation. Zunächst fing sie als Sekretärin bei Gaumont an. Als Produktionsleiterin von 1897 bis 1906 trieb sie die Entwicklung des Spielfilms voran, wofür ein Studio im Pariser Stadtteil Belleville eingerichtet wurde. 1906 drehte sie ihren ersten längeren Film, „La Vie du Christ“, für damalige Verhältnisse eine Großproduktion mit mehr als 300 Statisten. Im gleichen Jahr brachte sie „La Fée Printemps“ heraus, einen der ersten Farbfilme. Mit ihrem Mann, dem Kameramann Herbert Blaché, zog sie später in den USA eine eigene Filmproduktionsfirma auf. Welche musikalischen Resonanzen ihre Kurzfilme in der Gegenwart auslösen, zeigen die deutsch-französischen Musiker Marcus Halver (Gitarre), Franck Lamiot (Keyboard), Schlagzeuger Schroeder und Tobias Fritzen (Bass), die sich eigens für das Cinéconcert zusammengefunden haben. Sie bringen Elemente aus Jazz, Soul, Fusion, Rock und Weltmusik ein.

Info: Das Cinéconcert ist am Donnerstag, 29. Oktober, um 20 Uhr im Sparkassen-Carré. Der Online-Vorverkauf ist bereits angelaufen. Kinder von 8 bis 12 Jahren haben freien Eintritt.