25 Jahre Ewald Weimer: Fliesenleger aus Leidenschaft
Genau wie Steve Jobs, Jeff Bezos und Walt Disney baute auch Ewald Weimer sein Unternehmen aus einer Garage heraus auf. Die anhaltende Erfolgsgeschichte der Ewald Weimer Fliesenfachgeschäft GmbH begann 2001 in der Friedrich-Dannenmann-Straße 59. Seither wuchs das Unternehmen beständig und fand 2008 seine endgültige Heimat im damaligen Neubau in der Wohlboldstraße 4 in Tübingen-Derendingen.
Gelebte Leidenschaft
„Wir sind Fliesenleger aus Leidenschaft“ heißt es auf der Website des Unternehmens. Was das bedeutet, spürt man, wenn man im Gemeinschaftsraum am Tisch sitzt und zuhört. Ewald Weimer und seine Mitarbeiter berichten mit Begeisterung von kniffligen Herausforderungen und erfolgreich umgesetzten Projekten. Was die Mosaik- und Fliesenleger an ihrer Arbeit immer wieder aufs Neue fasziniert, ist, wie durch ihre Hände aus der staubigen Kraterlandschaft roher Wände und Böden heraus Schritt für Schritt eine picobello sauber geflieste Oberfläche entsteht. Umso schöner, wenn nicht nur der Chef lobt, sondern auch die Kundschaft, findet Mitarbeiter Markus Haug: „Neulich zum Beispiel hat eine Frau geschrieben, dass sie sich auch nach etlichen Jahren immer noch jeden Morgen am Bad erfreut, das wir für sie gemacht haben, das ist natürlich etwas Schönes, für solche Glücksmomente unserer Kunden leben wir unseren Beruf.“
Besondere Projekte
1979 begann Ewald Weimer seine Ausbildung als Fliesenleger. Aus den bald 50 Jahren Berufserfahrung sind ihm zwei Projekte besonders in Erinnerung geblieben. Eines davon ist das Bad vom früheren Tagblatt Verleger Alexander Frate im Neckarbad: „Das habe ich als junger Kerle damals gemacht. Als ich dann nach Jahrzehnten wieder einmal da drin stand, konnte ich nur staunen, wie ich das damals hinbekommen habe.“ Das andere ist das Schwimmbad in Kirchentellinsfurt: „Das habe ich damals zu zweit zusammen mit einem Kollegen gefliest. Das ist Wahnsinn, wie viel Arbeit da drinsteckt. Das ist auch nach vielen Jahren noch etwas Besonderes, auf das man stolz sein kann.“
Lokal verwurzelt
Rund 300 Bäder macht das Team von Ewald Weimer im Jahr – die meisten davon in und um Tübingen. „Natürlich gibt es immer mal wieder Ausnahmen, aber wir achten darauf, dass die Baustellen maximal eine halbe Stunde entfernt sind“, sagt Markus Haug, „das ist einfach besser, sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeiter.“ Ewald Weimer selbst fährt innerhalb Tübingens immer mit dem Fahrrad, denn „da kann man auch mal kurz einen schnellen Kaffee schnappen, wenn man jemand bekanntes trifft unterwegs.“ Und Ewald Weimer kennt sehr viele Leute. Professoren, Ärzte, aber auch andere Handwerker gehören zu den vielen Freunden, die er über die Jahre durch seinen Beruf kennengelernt hat.
Wertvoller Austausch
Heute hat der Fliesenfachbetrieb Ewald Weimer 25 Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Hintergründen. „Fleißig sind sie alle und jeder beherrscht sein Handwerk aus dem Effeff“, betont der Chef. „Hier sitzen verschiedene Nationalitäten am Tisch, die Leidenschaft fürs Handwerk verbindet uns und alle hier sind auch persönlich gut befreundet“, hebt Markus Haug hervor. Zudem bringt die Internationalität viele Vorteile mit sich, weiß Ewald Weimer: „Man tauscht sich aus, jeder bringt eine etwas andere Perspektive mit. Dadurch erweitert sich der Horizont des gesamten Teams. Das hilft nicht nur bei der Lösungsfindung, sondern fördert auch die Entwicklung von innovativen Ideen. Davon profitieren letztlich auch unsere Kunden.“
Fester Zusammenhalt
Das Betriebsklima bei Weimer ist so, wie man es sich bei einem Familienbetrieb wünscht. Die meisten Mitarbeiter sind bereits seit ihrer Ausbildung im Betrieb, man verbringt gemeinsam viel Zeit, kennt einander gut, scherzt zwischendurch auch mal und lacht miteinander. Einmal im Jahr geht es gemeinsam auf Schulung und einmal im Jahr machen alle gemeinsam einen Ausflug, auch das schweißt zusammen. Wenn einer mal nicht weiterweiß, egal, ob bei einem Projekt, oder privat, besprechen sich alle, um eine Lösung zu finden und packen auch bei der Umsetzung mit an. „Wenn man mitbekommt wie aus den ehemaligen Azubis erwachsene Familienväter werden und sieht, wie die ganze Mannschaft zusammenhält wie Pech und Schwefel, dann macht einen das schon stolz“, sagt Ewald Weimer.
Bereit für die Zukunft
Zukunftssorgen hat das Weimer Fliesenfachgeschäft keine. Die Unternehmensnachfolge ist geregelt: Ewald Weimers Tochter Sarah Schollenberger und Geschäftspartner Markus Haug werden perspektivisch die Geschäftsleitung gemeinsam übernehmen. Auch die Auftragslage sieht gut aus, bekräftigt Sarah Schollenberger: „Wir machen inzwischen nach und nach die Bäder neu, die man vor 30 Jahren gemacht hat oder gestalten sie um, sodass sie altersgerecht für die Kunden sind.“
So könnte sich Ewald Weimer also beruhigt in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Aber etwas, das bisher gut drei Viertel des eigenen Lebens geprägt hat, lässt man nicht so einfach los. „Ich werde vermutlich nie ganz in Rente gehen, es macht mir einfach zu viel Spaß mit den Jungs. Ich liebe sie alle sehr. Das sind alles wahnsinnig fleißige und hervorragende Mitarbeiter und darüber hinaus auch unheimlich schlaue und herzensgute Menschen“, so Weimer.
Zur Feier des Jubiläums gibt es auch ein Fest, „das feiern wir intern mit unseren Mitarbeitern und Ihren Familien“, berichtet Sarah Schollenberger.

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