175 Jahre Feuerwehr Rottenburg
: Einsätze mit wachsenden Aufgaben

AnzeigeDie Entwicklung der Rottenburger Feuerwehr von 1851 bis heute
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr stehen in Rottenburg immer parat, wenn es etwas zu lernen und zu üben gibt. Fotos: FFW Rottenburg

    Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr stehen in Rottenburg immer parat, wenn es etwas zu lernen und zu üben gibt. Fotos: FFW Rottenburg

    Honorarfrei/FFW Rottenburg
  • Im Jahr 1899 demonstrierten die Mitglieder der Feuerwehr Stadtmitte ihr Können.

    Im Jahr 1899 demonstrierten die Mitglieder der Feuerwehr Stadtmitte ihr Können.

    Honorarfrei/FFW Rottenburg
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Es war 1851, als dem Rottenburger Gemeinderat erstmals eine Gruppe präsentiert wurde, die eine Freiwillige Feuerwehr gründen wollte.

In diesem Jahr feiert die Wehr das Jubiläum zum 175-Jährigen. Dabei hatte Rottenburg schlimme Erfahrungen gemacht mit den Stadtbränden von 1644, von 1735 und schließlich im Jahre 1786.

Nicht nur aufgrund solcher Erfahrungen empfahl die Landesregierung im Jahre 1849 den Gemeinden sogenannte „Pompier-Korps“ nach französischem Vorbild – also bestens ausgebildete Feuerwehrleute. Tübingen war das Vorbild Rottenburgs.

Am 17. Juni 1852 unterzeichneten 59 Männer die Statuten zum Korps. Es gab eine Spritzenmannschaft und eine Steig- und Rettungsmannschaft.

Die Turnvereine bildeten damals das personelle Rückgrat der Wehren, weil die körperliche Fitness dabei eine Rolle spielte. Den ersten spektakulären Einsatz gab es 1861, als sie die Pfeifer’sche Mühle löschten. Diese war an der Stelle, an der heute der Schlachthof steht. 1864 gab es erstmals eine eigene Uniform, bezahlt von der Stadt.

Den ersten eigenen Musikzug stellte die Wehr schon 1871 zusammen – aus ihm entstand, zusammen mit dem Musikkorps der Bürgerwache, die heutige Stadtkapelle.Ein Meilenstein war das Jahr 1892: Die Stadt erhielt eine Wasserversorgung mit 179 Hydranten. Jetzt konnte erstmals das Wasser direkt in die Löschfahrzeuge geleitet werden. Untergebracht waren die Gerätschaften in der Zehntscheuer. 1896 entstand eine eigene Sanitätsabteilung.

Mit 50 Gastwehren wurde 1901 das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Dabei wurde auch die Feuerwehrfahne gesegnet. Dann nahm die Motorisierung ihren Lauf. 1933 wurde die erste Motorspritze in Betrieb genommen. Jeder Feuerwehrmann musste von da an alle Aufgaben erfüllen können. Die Nazis benannten 1936 die Wehr in Feuerpolizei um.Im Zweiten Weltkrieg leisteten die Rottenburger auch Überlandhilfe – sie mussten bis nach Stuttgart ausrücken.

Im Jahr 1951 feierten die Rottenburger das 100-Jährige im Rahmen eines Kreisfeuerwehrtags. Zu den neuen Aufgaben der Wehren gehörten jetzt Unfallhilfen, Hochwasser, Ölspuren, Sturmschäden oder technische Rettungen.

Heute ist die Rottenburger Wehr eine hoch technisierte, leistungsfähige, moderne Feuerwehr. Gemeinsam mit den Abteilungen der Teilorte sorgen Hunderte Männer und Frauen sich um die Sicherheit der Bevölkerung.

⇥Werner Bauknecht

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