Wochenmarkt Tailfingen: Eintritt ins Schwabenalter
Es war vor 40 Jahren die richtige Entscheidung“, stellt Friedrich Pommerencke fest. Er ist Ehrenvorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins und war damals treibende Kraft für beides – GHV und Wochenmarkt. Am 9. Mai 1986 wurde der Markt in der heutigen Form neu gegründet und feiert dies am Freitag, 12. Juni, mit besonderen Attraktionen an einzelnen Marktständen.
Dazu hat Friedrich Pommerencke im Vorfeld die Marktbeschicker aufgerufen. Er kennt sie alle und ist dankbar, dass sie vier Jahrzehnte lang jeden Freitag ihre frischen Waren aus der Region in der Tailfinger Mitte feilgeboten haben: „Das soll auch ein kleines Dankeschön sein.“ Zwischen 30 und 35 Marktstände waren es immer. In anderen Städten gingen Angebot und Nachfrage teilweise zurück. Nicht so in seiner Wahlheimat Tailfingen, freut sich der Bäckermeister im Ruhestand und ehemalige Stadtrat. Auch seine Überzeugung, es müsse rund um die Marktfläche immer genügend Parkmöglichkeiten geben, habe sich seiner Ansicht nach bezahlt gemacht. So sei es auch für Rentner kein Problem, einen Sack Kartoffeln mit einem recht stattlichen Gewicht von zehn oder 20 Kilogramm zu kaufen, da man diesen kurz mit einer Sackkarre ans Auto schieben könne. „Es war damals der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Der Wochenmarkt tut unserer Gesellschaft gut“, zeigt sich Friedrich Pommerencke zufrieden. Denn so manch einer habe das Vorhaben vor über 40 Jahren belächelt, blickt der Senior zurück, und die Stadtverwaltung wollte damals eigentlich nur drei bis vier Marktstände rund um den Brunnen ansiedeln.
Am 12. Juni wolle man mit kleinen Aktionen der Bevölkerung zeigen, wie toll das Einkaufserlebnis in Tailfingen unter freiem Himmel ist und den treuen Kunden wie auch den Marktbeschickern danke sagen.

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