Tag des Bieres: Hell oder dunkel ist Geschmacksache

Wasser, Gerste und Hopfen sind die Zutaten für das Bier. ⇥⇥ Foto: hiddenhallow/adobe.stock
© hiddenhallow/adobe.stock.comIn Deutschland liegt der Ursprung des Reinheitsgebotes im Jahr 1516. Deutschland ist Heimat exzellenter Brauerschulen und Wiege großer Bierkultur sowie bekannt beziehungsweise berühmt für die enorme Biervielfalt.
Innerhalb Deutschlands zeichnen sich in den Regionen deutliche Vorlieben der Bierkenner ab. Nach wie vor an der Spitze der Beliebtheitsskala der Deutschen steht das schlanke, elegante und erfrischende Pils. Ein ursprünglich norddeutscher Bierstil mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen, der jedoch auch in Süddeutschland mehr und mehr Anhänger findet. Inzwischen haben auch einige bayerische und baden-württembergische Brauereien Pilsbiere im Sortiment. Schwarzbier, ein Bierstil, der in Sachsen in der Gunst der Konsumenten ganz oben steht, erobert mit seinem vielschichtigen Aromaprofil auch den Westen.
Brausorten und Herstellungsweisen
Obwohl das Pils derzeit noch eher eine Nischensorte darstellt, räumen ihm Branchenkenner ein sehr großes Potenzial ein. Es eignet sich ideal als Begleiter von vielen unterschiedlichen Speisen, ist also perfekt für das sogenannte Food-Pairing. Von kräftigem Grillgut über Käse bis hin zu Desserts auf Schokoladen- oder Kaffeebasis steht Schwarzbier selbstbewusst als genussvolle Ergänzung bereit. Baden-Württemberg ist das Bundesland, in dem überwiegend Export und Kristallweizen getrunken wird. Beim Export handelt es sich vom Stil her betrachtet, vereinfacht gesagt, um ein etwas stärker eingebrautes Helles. Es hat seinen Namen von der Bestimmung, für die es gebraut wurde, erhalten: Es war für den Export gedacht und sollte mit dem höheren Alkoholgehalt einen längeren Transportweg geschmacklich unbeschadet überstehen.
Obergäriges Bier wird mit Hefe bei wärmeren Temperaturen vergoren, meist zwischen 15 und 22 Grad. Die Hefe steigt dabei nach oben. Es schmeckt oft fruchtiger und würziger. Untergäriges Bier gärt kühler, meist bei 4 bis 9 Grad, und die Hefe sammelt sich am Boden. Es wirkt geschmacklich meist klarer, milder und weniger fruchtig.⇥⇥ab

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