Frühlingsffest HGV Schömberg
: Tradition bewahren, Zukunft gestalten

AnzeigeVom wirtschaftlichen Aufbruch im Jahr 1899 bis zur starken Gemeinschaft von heute. Der HGV Schömberg setzt auf Zusammenhalt, Wandel und neue Impulse für die Zukunft. Von Volker Schweizer
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Sicherlich bleiben wiederviele Küchen kalt. Bei der Premiere bildeten sich vor den Essensständen lange Schlangen.  Foto: Volker Schweizer⇥Volker Schweizer

    Sicherlich bleiben wiederviele Küchen kalt. Bei der Premiere bildeten sich vor den Essensständen lange Schlangen. Foto: Volker Schweizer⇥Volker Schweizer

    Volker Schweizer
  • Sicherlich bleiben wieder viele Küchen kalt. Hunger leiden muss bestimmt auch dieses Jahr niemand. Die musikalische Untermalung bei der offiziellen Eröffnung des ersten HGV-Frühlingsfestes (Bild oben).

    Sicherlich bleiben wieder viele Küchen kalt. Hunger leiden muss bestimmt auch dieses Jahr niemand. Die musikalische Untermalung bei der offiziellen Eröffnung des ersten HGV-Frühlingsfestes (Bild oben).

    Volker Schweizer
  • Hunger leiden muss sicherlich auch dieses Jahr niemand. Foto: Volker Schweizer⇥Volker Schweizer

    Hunger leiden muss sicherlich auch dieses Jahr niemand. Foto: Volker Schweizer⇥Volker Schweizer

    Volker Schweizer
  • Die Vorsitzende Juliane Haas und Bürgermeister Karl-Josef Sprenger bei der 125-Jahr-Feier des HGV. Im Hintergrund sind die früheren Ausschussmitglieder zu sehen.⇥ Fotos: Volker Schweizer

    Die Vorsitzende Juliane Haas und Bürgermeister Karl-Josef Sprenger bei der 125-Jahr-Feier des HGV. Im Hintergrund sind die früheren Ausschussmitglieder zu sehen.⇥ Fotos: Volker Schweizer

    Volker Schweizer
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Im Jahr 2024 feierte der HGV sein 125-jähriges Bestehen – unter anderem mit einem Festakt. Die Vorsitzende zollte damals vor vielen Gästen vor allem den Altvorderen großen Respekt. Sie seien vom Wunsch getrieben gewesen, das wirtschaftliche Leben in Schömberg zu stärken. „Erfolg entsteht durch Austausch, Verantwortung und die Verankerung von christlichen Werten – das waren seinerzeit die Grundgedanken“, betonte Juliane Haas. Seither sei viel passiert, Krisen und Kriege hätten die Welt erschüttert, hätten dem Handels- und Gewerbeverein aber letztlich nichts anhaben können. Haas lobte das Miteinander, und bezeichnete den Verein als „tragende Säule der lokalen Wirtschaft und Gemeinschaft“. Und trotzdem dürfe man sich dem Wandel nicht verschließen, Strukturen und Arbeitsweisen müssten neu überdacht, die Herausforderungen als Chance begriffen werden. Sie forderte dazu auf, mutig und offen zu bleiben, und die Gemeinschaft zu schätzen.

Bürgermeister Karl-Josef Sprenger blickte tief in die Geschichte. 1899, im Gründungsjahr des HGV, habe in Deutschland Aufbruchstimmung geherrscht, Opel begann mit der Produktion von Automobilen, Aspirin wurde im Patentamt eingetragen. 125 Jahre später, so Sprengers ernüchternde Einschätzung, zeige sich der Fortschritt nur noch im Schneckentempo. Die Stadt Schömberg agiere dagegen verlässlich.

Dem Handels- und Gewerbeverein sprach Sprenger ein gutes Zeugnis aus: „Kundennähe und Service werden großgeschrieben.“ Ein Outlet-Center könne Schömberg zwar nicht vorhalten, dafür aber eine „gute Mischung“ auf einem Quadratkilometer. Wenn die Bevölkerung die Geschäfte weiter in Anspruch nehme, sei es ihm um die Zukunft nicht bange. Zumal ihn auch die jungen Akteure im Verein positiv stimmen würden.

Wie ein Blick in die Chronik zeigt: Ein Anliegen der 139 Gründungshandwerks- und Handelsleute unter der Führung von Robert Ullmer war es auch, die Stadt an den Bahnverkehr anzubinden. Dieses Ziel wurde übrigens schon im Oktober 1911 erreicht. Zwischen Ullmer und der heutigen Vorsitzenden Juliane Haas (seit 2009) leiteten unter anderem Johann Stauss, Leo Wuhrer, Franz Netzer, Uwe Henselmann und Thorsten Broß den Verein.