Feuerwehrhaus Balingen-Streich
: Ein Wochenende im Zeichen der Feuerwehr

AnzeigeIn Streichen findet am Samstag, 20. Juni, die offizielle Einweihung des neuen Feuerwehr-Magazins statt. Dies nutzt die Abteilung auch, um parallel zwei neue Einsatzfahrzeuge offiziell in Betrieb zu nehmen. Deshalb geht die Feier am Sonntag, 21. Juni, weiter. Von Volker Schweizer
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Das neue Magazin und der modernisierte Fuhrpark bieten nun beste Bedingungen.

    Das neue Magazin und der modernisierte Fuhrpark bieten nun beste Bedingungen.

    Feuerwehr
  • Die Abteilung Streichen stellt am Wochenende, 20. und 21. Juni, ihr neues Domizil der Öffentlichkeit vor. ⇥Fotos: Feuerwehr

    Die Abteilung Streichen stellt am Wochenende, 20. und 21. Juni, ihr neues Domizil der Öffentlichkeit vor. ⇥Fotos: Feuerwehr

    Feuerwehr
1 / 2

Nach intensiver Planungs- und Bauzeit ist es geschafft: Die personell stark wachsende Feuerwehr-Abteilung des Balinger Stadtteils verfügt ab sofort über ein hochmodernes Domizil. Der Neubau war dringend notwendig, da das bisherige Gebäude den heutigen Anforderungen in keiner Weise mehr entsprach. Eine gründliche Bestandsaufnahme zeigte erhebliche Mängel. Sowohl die Umkleiden und der Sanitärbereich als auch die Einsatz- und Aufenthaltsräume entsprachen weder in der Größe noch in puncto Sicherheit, Hygiene und Geschlechtertrennung den aktuellen Vorschriften.

Gleichzeitig verzeichnet die Truppe im „Tirol Balingens“, wie Streichen auch genannt wird, eine erfreuliche Entwicklung, denn sie wächst gegen den allgemeinen Trend. Zählte man im Jahr 2019 noch 16 Aktive bei vier Einsätzen, ist die Zahl im Jahr 2025 auf 25 Aktive und neun Einsätze angestiegen. Durch diesen Zuwachs wurde ein zusätzlicher Mannschaftstransportwagen benötigt, ein nach feuerwehrtechnischen Anforderungen umgebauter VW-Transporter mit acht Sitzplätzen für Personal und Material. Zudem stand der planmäßige Austausch des alten Löschfahrzeugs aus dem Jahr 1998 an. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit eigenem Wassertank fiel jedoch deutlich größer als sein Vorgänger aus und erwies sich für die Garage im Altbau als schlicht zu groß. Da bauliche Erweiterungen am alten Standort unmöglich waren, machte auch dies einen Neubau an anderer Stelle unumgänglich.

Gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und der Feuerwehr wurden insgesamt fünf potenzielle Standorte unter die Lupe genommen. Am Ende setzte sich ein Grundstück in Ortsrandlage in Richtung Zillhausen, im Gewann Auben, durch. Nach der Aufstellung des Bebauungsplans im Jahr 2022 und dem offiziellen Baubeschluss im Januar 2024 folgte im Juli 2024 die Vergabe der Erd- und Rohbauarbeiten. Bereits am 24. Juli 2025 fand der Spatenstich statt. An Weihnachten 2025 wurde das Gebäude dann bezogen.

Das nach Süden abfallende Grundstück liegt in einer landschaftlich sensiblen Zone, direkt unterhalb eines geschützten Steinriegelbiotops und oberhalb des Aubenbachs. Um die Natur maximal zu schonen, entwickelten die Planer ein innovatives Konzept. Das Gebäude wurde parallel zu den Höhenlinien so weit in den Hang hineingeschoben, dass ein großer Teil der Funktionsräume von der bestehenden Wiese überdeckt wird. Die Fassade fügt sich dadurch wie ein waagrechter Schlitz in die grüne Landschaft ein. Gleichzeitig löst die Konstruktion ein wichtiges Entwässerungsproblem. Bei Starkregen wird das Hangwasser kontrolliert über das Dach abgeführt und fließt auf natürlichem Weg in den Aubenbach. Ein gefährlicher Rückstau am Gebäude wird dadurch verhindert – was sich bei den letzten schweren Regenfällen bereits in der Praxis bewährt hat.

Die Fahrzeughalle ist für zwei Feuerwehrfahrzeuge ausgelegt, das Gebäude selber verfügt über getrennte Umkleidemöglichkeiten für zehn Feuerwehrfrauen und 21 Feuerwehrmänner. Zudem bietet der Schulungs-, Besprechungs- und Aufenthaltsraum Platz für 30 Sitzplätze an Tischen. Dank der geschickten Platzierung der Sanitäranlagen können die Aufenthaltsräume und die Küche auch von anderen Gruppen genutzt werden. Während die Feuerwehrstellplätze gepflastert sind, erhielten die weiteren Parkplätze einen umweltfreundlichen Rasengitterbelag.

Das weitestgehend klimafreundliche Gebäude kombiniert gedämmten Stahlbeton mit ökologischem Holz- und Trockenbau. Besonders nachhaltig sind die mit Stroh gedämmten Garagenwände samt hinterlüfteten Photovoltaik-Modulen und eine verglaste Pfosten-Riegel-Fassade zur Nachtlüftung auf der Südseite. Für hohe Energieeffizienz sorgt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, ergänzt durch bedarfsgerecht zuschaltbare elektrische Heizkörper in den Umkleiden. Abgerundet wird die technische Ausstattung durch eine LED-Beleuchtung, Blitzschutz, moderne Gebäudeautomation sowie eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Die Photovoltaikanlagen auf dem Garagenflachdach sowie an der Süd- und Westfassade machen das Gebäude nahezu energieautark. Die Montage der dunkelgrünen Fassadenmodule verzögert sich lieferbedingt etwas, schränkt die Hausnutzung jedoch nicht ein. Auch wirtschaftlich greift die Planung der Stadt: Bei geplanten Baukosten von 1,75 Millionen Euro und einer erwarteten Förderung von 150.000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten auf 1,6 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand der Schlussrechnungen wird dieser Kostenrahmen eingehalten.

Das Festwochenende startet am Samstag um 16.30 Uhr, gefolgt von der offiziellen Einweihung um 17 Uhr. Von 21 bis 2 Uhr steht die Bar offen. Am Sonntag, 21. Juni, geht es ab 10 Uhr weiter, bewirtet wird bis 15 Uhr. Während der gesamten Zeit ist für Spiel und Spaß bestens gesorgt, versprechen die Feuerwehrleute. Wichtig für die Besucher: Rund um das Gerätehaus bestehen keine Parkmöglichkeiten.

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-