Die besten Jahre1: Sicher am Finanzmarkt– Betrugsmaschen erkennen
Um sich vor Betrügern und Betrügerinnen zu schützen, listen wir hier einige Warnsignale auf – und was Sie dazu wissen müssen:
■ Unerbetene Kontaktaufnahme durch Unbekannte: Das ist unseriös. Brechen Sie den Kontakt ab!
■ Sie werden unter Zeitdruck gesetzt? Das ist häufig ein Trick. Lassen Sie sich nicht drängen!
■ Hohe Rendite und kein Risiko: Gibt es nicht!
■ Sollen Sie Geld ins Ausland überweisen? Das kann auf ein unseriöses Angebot hindeuten. Prüfen Sie genau, mit wem Sie es zu tun haben! Strafverfolgung bei grenzüberschreitenden Betrugsfällen ist schwierig.
■Unklares Geschäftsmodell: Investieren Sie nicht – vor allem, wenn Sie es nicht verstehen!
Lassen Sie sich nicht täuschen!
Betrügerinnen und Betrüger versuchen, Sie telefonisch, per E-Mail oder über eine Internetseite zu überzeugen, in eine vielversprechende Anlage zu investieren. Das können vermeintliche Festgeld-Anlagen, Kryptowährungen (digitale Zahlungsmittel) oder andere spekulative Finanzprodukte sein. Betrügerinnen und Betrüger werben mit gefälschten Bewertungen oder mit Prominenten – ohne deren Wissen.
„Die neuesten Investitionen der Stars begeistern Fachleute: Mit diesem Vermögens-Schlupfloch verdienen Sie Millionen.“ So oder ähnlich könnte der Text einer betrügerischen E-Mail oder Werbeanzeige lauten.
Scheininvestitionen und Scheingewinne
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Links zu Internetseiten erhalten und anklicken sollen. Solche Links führen zum Beispiel zu zweifelhaften Online-Handelsplattformen. Nachdem Sie sich registriert haben, nehmen Betrügerinnen und Betrüger persönlichen Kontakt mit Ihnen auf und geben sich als Finanzexperte oder -expertin aus. Zunächst werden Sie zu kleinen, dann immer größeren Investitionen überredet. Gewinne werden dabei nur vorgetäuscht. Tatsächlich fließt das eingezahlte Geld in die Taschen der Betrügerinnen und Betrüger!
Bei einem sogenannten Schneeballsystem wird ein Teil der eingenommenen Gelder als Scheingewinn an Investoren ausgezahlt. Das Modell funktioniert, wenn immer mehr Menschen Geld investieren. Stockt das System, bricht es zusammen.
Tipp: Sie sollten bei Geldanlagen im Internet vorsichtig sein und gründlich recherchieren. Nutzen Sie dafür auch die Internetseite der BaFin. Sie finden dort Warnungen vor unerlaubt tätigen Unternehmen und Geschäftspraktiken (www.bafin.de/warnungen-verbraucher). Das BaFin-Verbrauchertelefon erreichen Sie unter der kostenfreien Nummer 0800 2 100 500. Die Stiftung Warentest führt ebenfalls eine Liste mit unseriösen Firmen und Finanzprodukten. Beachten Sie: Solche Listen können nie abschließend sein. Zur Geldanlage können Sie sich bei Ihrer Bank oder den Verbraucherzentralen der Länder beraten lassen.
Geben Sie keine Daten weiter!
Phishing steht für das Abgreifen von Daten. Betrügerinnen und Betrüger versuchen Sie dazu zu bringen, sensible Daten wie Zugangsdaten zu Ihrem Konto oder Depot auf gefälschten Internetseiten preiszugeben. Dazu versenden sie E-Mails, SMS oder andere Nachrichten oder sie melden sich telefonisch und täuschen zum Beispiel vor, eine oder sogar Ihre Bank zu sein. „Dringende Sicherheitswarnung für Ihr Online-Banking! Sofortiges Handeln ist erforderlich: Klicken Sie auf den Button und aktualisieren Sie Ihre Zugangsdaten.“ So oder ähnlich könnte der Text einer betrügerischen Nachricht lauten. Der Name der BaFin oder anderer Institutionen wird ebenfalls häufig missbraucht, beispielsweise durch gefälschte E-Mails oder Rechnungen mit dem Absender „BaFin“.
So sollten Sie handeln
■ Geben Sie keine Bank- oder Zugangsdaten preis!
■Öffnen Sie keine unbekannten Anhänge oder Links!
■ Wenn Sie unsicher sind, ob eine E-Mail echt ist, fragen Sie beim Absender nach – zum Beispiel bei Ihrer Bank!
Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Konto- und Kreditkartenumsätze. So können Sie mögliche ungerechtfertigte Abbuchungen schnell erkennen und melden. Im Betrugsfall sollten Sie nachweisen können, dass Sie sorgfältig mit Ihren sensiblen Daten umgegangen sind.
Wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind
Informieren Sie umgehend Ihre Bank und lassen Sie Ihr Bankkonto sperren. Eine Sperrung können Sie auch über die Rufnummer 116 116 veranlassen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Unabhängige Anlaufstellen
Für weiterführende Informationen und Tipps können Sie sich an folgende Stellen wenden:
■ BaFin www.bafin.de/Verbraucher: Warnungen, Finanzwissen.
■ Verbraucherzentralen www.verbraucherzentrale.de und Verbraucherzentrale Bundesverband www.vzbv.de: Informationen, Beratung, Warnungen.
■ Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) www.bsi.bund.de: Sicherheitshinweise.
■ Bundeskriminalamt www.bka.de, Polizei www.polizei.de und Polizeiliche Kriminalprävention www.polizei-beratung.de.
■ Hilfe-Info des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) www.hilfe-info.de für Betroffene von Straftaten.
Quelle: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)BAGSO

Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
