Tag des Einbruchschutzes: Unauffällige Zeichen

Ein überfüllter Briefkasten ist ein deutliches Signal für Einbrecher: Dieses Haus steht schon einige Zeit leer. ⇥Foto: Silvia Marks/dpa-mag
Silvia MarksMeistens sind kleine Veränderungen rund um das Haus, die scheinbar zufällig entstanden sind, kaum einer Wahrnehmung wert. Für Einbrecher sind diese Spuren und Zeichen aber Hinweise für Gauner, ob sich Menschen regelmäßig im betreffenden Haus aufhalten oder vielleicht im Urlaub sind.
1.Hinweisende Gegenstände: Kleine Plastikstreifen, Visitenkarten, Flyer oder Streichhölzer in den Tür- oder Fensterrahmen fallen beim Öffnen der Tür herunter. Die Fußmatte vor der Haustür wird umgedreht, verschoben, ein kleiner Stein oder ein Blatt wird darunter oder im Eingangsbereich platziert. Das ist für Gauner ein Zeichen, ob jemand zuhause ist. Bleiben sie über Tage unberührt, gilt das Objekt als leer.
2.Überquellender Briefkasten / Flyer: Werbezettel oder Zeitungen, die über Tage hinweg aus dem Briefkasten ragen oder unverändert vor der Tür liegen, sind ein klares Signal für Abwesenheit
3.Der Klingeltest: Kriminelle klingeln tagsüber oder nachts (manchmal gezielt, um Reaktionen zu testen), um zu sehen, ob jemand öffnet oder Licht angeht.
4.Gaunerzinken und Kreidezeichen: Mit Kreide, Stift oder durch kleine Ritzen werden Symbole an Zäunen, Mauern, Briefkästen oder Hauswänden hinterlassen und geben Hinweise, ob sich ein Einbruch lohnt oder eine Person allein lebt. Solche Spuren sollten zunächst fotografiert und dann entfernt werden.
5.Ausspähung und Fotos: Häuser werden aus der Distanz oder unter dem Vorwand von „Selfies“, vermeintlichen Handwerks- oder Botengängen fotografiert. So können Gauner in Ruhe eventuelle Schwachstellen an der Sicherheit erkennen und ihren Einbruch planen.
Zuschüsse und Förderungen
Aufgrund der anhaltend hohen Anzahl an Wohnungseinbrüchen in Deutschland, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, Förderungen für Einbruchschutzmaßnahmen zu gewähren. Die Anträge für die Förderung des Einbruchschutzes können bei der KfW, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, gestellt werden.
Der Staat möchte es unterstützen, wenn sich Privatpersonen vor Einbruch, Diebstahl oder Vandalismus schützen wollen.
Insgesamt stehen dafür rund 65 Millionen Euro zur Verfügung. Neben dem Zuschuss gibt es auch die Möglichkeit, günstige Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu beziehen.
Das entsprechende Förderprogramm des Bundes trägt den Namen „Altersgerecht Umbauen“, da es neben der Unterstützung für Einbruchmeldeanlagen und mechanischen Schutzmaßnahmen, auch finanzielle Hilfen für Menschen gibt, die in ihr Heim für altersgerechtes oder barrierefreies Wohnen vorbereiten möchten.⇥⇥pm

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