Staufer Festspiele: Eine Aufführung, die mitten ins Herz trifft

Vanessa Maria Looss (Vierte von links) spielt als Novizin Maria eine der Hauptrollen im Musical „The Sound of Music“ bei den Staufer Festspielen.
Foto: Stefan ChristamannDer Kartenvorverkauf spricht für sich, Plätze sind nur noch spärlich vorhanden und das zeigt: Die Liebhaber der Staufer Festspiele wissen, dass sie Aufführungen auf hohem Niveau zu sehen bekommen. „The Sound of Music“, von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein, ist einer der größten Klassiker des Internationalen Musiktheaters und in der Göppinger Festspielfassung sicher ein Musikbonbon.
1965 wurde „The Sound of Music“ verfilmt, die Lieder wurden Teil der internationalen Musikgeschichte, die Hollywood-Verfilmung gewann einst fünf Oskars und zählt zu den beliebtesten Filmen weltweit. Wer kennt sie nicht, die Titel wie „Do-Re-Mi“, „Edelweiß“ oder „My Favorite Things“. Die Broadway-Bühnen hat das Stück im Sturm erobert, jetzt wird es auf der Göppinger Stadthallen-Bühne gespielt. Die zeitlose Musik und die emotionale Geschichte tragen die künstlerische Handschrift der Staufer Festspiele.
Eine Besetzung, die begeistert
Im Mittelpunkt steht die Novizin Maria, die mit Wärme, Neugier und Liebe zur Musik das Leben der sieben Kinder der Familie Trapp und ihres strengen Vaters verändert. In den Hauptrollen stehen unter anderem Vanessa Maria Looss, als Maria und Sophie Klußmann als Mutter Oberin auf der Festspielbühne. Looss hat ihre künstlerischen Wurzeln bei den Staufer Festspielen; das Publikum kennt sie bereits als Eliza Doolittle in „My Fair Lady“. Hans Piesbergen verkörpert Max Detweiler. Die Kinderrollen sind alle doppelt besetzt, während der Probenzeit ist ein starkes Ensemble junger Darsteller gewachsen. Freuen dürfen sich die Besucher auch auf den großen Chor und das Orchester, bei dem auch viele junge Talente zu den Instrumenten greifen. Die Kombination aus professionellen Künstlern, jungen Talenten und dem überaus großen ehrenamtlichen Engagement sind die Besonderheit bei den Staufer Festspielen. Tausende von Kostümteilen wurden geschneidert und schier unzählige Stunden – an die 200 000 werden es wohl sein – ehrenamtliche Arbeit geleistet. Regie führt Intendant Alexander Warmbrunn, der die Staufer Festspiele vor 20 Jahren gegründet hat. Musikalischer Leiter ist Michael Mader, der bei den Salzburger Osterfestspielen als Maestro suggeritore für Rheingold, unter der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko, tätig war. Chorleiterin Gabriele Grabinger ist in Göppingen keine Unbekannte. Zum Team gehören auch Gregor Eisenmann (Bühne), Marga Render (Choreografie) und Michaela Kirn (Kostüme).
Der Gedanke – aus der Region, für die Region – trägt wieder. 140 000 Besucher haben sich mittlerweile von den Aufführungen der Festspiele in der Hohenstaufenstadt mitreißen lassen. Mit dem diesjährigen Musical-Klassiker voller Herzenswärme, Hoffnung und wundervoller Musik soll die Kraft der Musik, als Hoffnungsträger, Brücke zwischen Generationen und Ausdruck von Lebensfreude gefeiert werden. Die Produktion hat mit der Stadt Göppingen, dem Land Baden-Württemberg und der Anton & Petra Ehrmann Stiftung sowie der Kreissparkasse Göppingen wieder Unterstützer gefunden.
Info
Veranstaltungsort:
Stadthalle Göppingen
Premiere: Fr. 11. September
Weitere Vorstellungen:
Sa.12. September, 19.30Uhr
So. 13. September, 18 Uhr
Do. 17. September, 19.30 Uhr
Fr. 18. September, 19.30 Uhr
Am 19. September wird das Musical aufgrund der großen Nachfrage zweimal aufgeführt, am Nachmittag um 14 Uhr und abends um 19.30 Uhr.
Tickets: Karten für „The Sound of Music“ sind über den i-Punkt im Rathaus Göppingen und über www.staufer-festspiele.de erhältlich.

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