Last Minute Ausbildung
: Keine Angst vor der Bewerbung

AnzeigeOb als Tischler, Elektrikerin, Maler oder Anlagenmechaniker: Im Handwerk startet die Karriere durch. Damit der erste Kontakt überzeugt, gibt es einige Dinge zu beachten.
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Redaktion Sonderthemen
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Interesse und Motivation zählen oft mehr als beste Noten.⇥⇥Foto: jörn buchheim/adobe.stock.com

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Wer formuliert schon immer alles richtig oder findet die passenden Worte? Eine gelungene Bewerbung zur Ausbildung in einem Handwerksbetrieb überzeugt vor allem durch Klarheit, Ehrlichkeit und Persönlichkeit. Im Handwerk zählen nicht nur gute Noten oder ein sauber formatiertes Anschreiben, sondern vor allem Motivation, Interesse am Beruf und die Bereitschaft, mit anzupacken.

Anschreiben, Lebenslauf und die letzten Zeugnisse

Wichtig ist zunächst ein vollständiger und ordentlich aufgebauter Bewerbungsunterlagensatz. Dazu gehören ein Anschreiben, der Lebenslauf und die letzten Zeugnisse. Falls vorhanden, können auch Praktikumsnachweise, Teilnahmebescheinigungen oder Zertifikate beigefügt werden. Die Unterlagen sollten fehlerfrei, übersichtlich und einheitlich gestaltet sein. Also keine Eselsohren, Fettflecken oder sichtbare Ausbesserungen.

Das Anschreiben ist der Teil der Bewerbung, in dem deutlich wird, warum genau dieser Ausbildungsberuf und genau dieser Betrieb gewählt wurden. Statt allgemeiner Formulierungen wirkt es überzeugender, wenn konkrete Gründe genannt werden: etwa ein Interesse an Technik, handwerklichem Arbeiten, dem Umgang mit Maschinen, kreativen Lösungen oder dem Arbeiten im Team. Auch konkrete Erfahrungen aus Praktika, Nebenjobs, schulischen Projekten oder Hobbys können hier passend eingebunden werden. Wer zum Beispiel gern baut, repariert oder sich für Werkstoffe interessiert, kann das im Anschreiben deutlich machen.

Besonders wichtig ist, die eigenen Stärken realistisch darzustellen. Im Handwerk werden Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Lernbereitschaft und Ausdauer geschätzt. Ebenso zählt die Bereitschaft, auch körperlich mitzuarbeiten und neue Aufgaben Schritt für Schritt zu lernen. Wer handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen mitbringt, kann das erwähnen. Entscheidend ist jedoch, ehrlich zu bleiben und keine Fähigkeiten zu behaupten, die nicht belegt werden können. Der Lebenslauf darf knapp aber vollständig und übersichtlich sein. Er enthält persönliche Daten, den bisherigen schulischen Werdegang, Praktika, Nebenjobs, besondere Kenntnisse und Interessen. Auch außerschulisches Engagement kann ein Pluspunkt sein, etwa Sport oder Vereinsarbeit. Wichtig ist, dass der Lebenslauf lückenlos und aktuell ist.

Ein großer Vorteil entsteht, wenn die Bewerbung individuell auf den Betrieb zugeschnitten ist. Handwerksbetriebe merken schnell, ob eine Bewerbung allgemein gehalten wurde oder echtes Interesse an ihrem Unternehmen besteht. Ein kurzer Hinweis darauf, warum der Betrieb attraktiv wirkt, kann viel bewirken. Das können die Spezialisierung, die familiäre Atmosphäre, die regionale Verbundenheit oder ein guter Ruf des Unternehmens sein.

Auch die Form der Bewerbung selbst spielt eine Rolle. Eine digitale Bewerbung sollte in einer einzigen PDF-Datei verschickt werden, sauber benannt und mit professioneller E-Mail-Adresse versendet werden. Bei einer Papierbewerbung sind saubere Ausdrucke, vollständige Unterlagen und eine ordentliche Mappe wichtig. Rechtschreibung, Grammatik und ein höflicher Ton sollten immer stimmen. ⇥ab

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