#AMSTART - Beruf & Zukunft
: Berufswelt im Wandel

Anzeige“Kollege Computer“ ist im Arbeitsleben zum alltäglichen Begleiter geworden. Kaum eine Branche ist davon verschont geblieben. Von Andreas Brücken
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

In der Werkstatt sind immer weniger Handgriffe notwendig. Vieles wird digital bearbeitet.⇥⇥Foto: Benjamin Nolte/dpa-mag

Benjamin Nolte

Die Zeiten ändern sich, das trifft auch, oder ganz besonders, auf das Arbeitsleben zu. Besonders die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahrzehnten für einen grundsätzlichen Wandel vieler Berufsbilder gesorgt.

Wenig Mechanik, viel Elektronik im Auto

Motorhaube auf und Schrauben, so sah der Kunde einst der Kfz-Mechaniker über dem Fahrzeug gebeugt bei der Arbeit. Doch hat sich die Reparatur und Wartung der modernen Fahrzeuge geändert. Bevor heute die Werkzeugkiste geöffnet wird, kommt in der Regel das Testgerät zum Einsatz, um eine digitale Fehlerdiagnose durchzuführen. So wird gezielt nach dem Problem gesucht und es behoben. Weil Einzelheiten im Motor nicht mehr offensichtlich sind, ist der Fachmann auf detaillierte Unterlagen des Herstellers angewiesen. Weil auch hier der technische Fortschritt nicht stehen bleibt, bilden sich Fachleute laufend fort. 2003 wurde deshalb aus dem Begriff Kfz-Mechaniker der Kfz-Mechatroniker, um in der Berufsbezeichnung den veränderten Anforderungen des Kraftfahrzeughandwerks gerecht zu werden. Besonders Elektro- oder Hybridfahrzeuge entwickeln sich rasend schnell weiter und fordern die Fachkräfte immer wieder aufs Neue heraus.

Digitale Technik hilft auf der Baustelle

Die Geschichte der Zimmerei ist wahrscheinlich so alt, wie die Menschheit. Schließlich versuchten schon unsere ältesten Vorfahren sich mit einem Dach über dem Kopf vor Wind und Wetter zu schützen. Im Mittelalter setzten Zimmermänner mit Kathedralen, Burgen und Fachwerkhäusern beeindruckende Denkmäler ihrer Handwerkskunst. In der heutigen Zeit steht die Zimmerei vor neuen Herausforderungen. Der Bedarf nach Umweltschutz und Nachhaltigkeit steigert die Nachfrage nach Holz als Baustoff. Fast jedes dritte Haus wird derzeit, laut Statistischem Bundesamt, aus Fertigbauteilen erstellt. Moderne Technologien wie digitale Planungen und computergesteuerte Fertigungsstraßen ermöglichen eine präzise und schnelle Umsetzung komplexer Projekte. Damit hat sich die Zimmerei von primitiven Anfängen zum hoch technisierten Handwerk entwickelt.

In kaum einen anderen Bereich, wie in der Fotografie, lässt sich der Wandel in digitale Zeitalter besser nachvollziehen. In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Beruf des Fotografen durch die Digitalisierung grundlegend verändert. Früher dominierten analoge Kameras, Filmrollen und die Entwicklung im Labor. Heute arbeiten Fotografen fast ausschließlich digital: Bilder entstehen sofort auf dem Display, können direkt kontrolliert und bei Bedarf neu aufgenommen werden. Das spart Zeit, erhöht aber auch den Druck, schneller zu liefern.

Von der Dunkelkammer an den Bildschirm

Die Bildbearbeitung ist ein zentraler Teil des Berufs geworden. Programme wie Photoshop oder Lightroom ermöglichen präzise Korrekturen, Retuschen und Farboptimierungen. Gleichzeitig sind Fotografen heute oft auch Datenmanager, denn große Bildmengen müssen gesichert, sortiert und schnell an Redaktionen oder Kunden übertragen werden.

Durch Smartphones und soziale Medien ist außerdem die Konkurrenz größer geworden. Viele Menschen machen selbst Fotos, weshalb professionelle Fotografen stärker durch Qualität, Kreativität und besondere Perspektiven überzeugen müssen. Zugleich haben sich neue Arbeitsfelder eröffnet, etwa für Online-Medien, Social Media, Drohnen- und Videoproduktionen. Der Beruf ist damit vielseitiger, technischer und schneller geworden.

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