Neubau Haus Margarete
: Ins Leben vor Ort integriert

AnzeigeKindergarten, Landfrauen, Theatergruppen: Mit diversen Kooperationen fördert das Haus Margarete das Miteinander zwischen Einheimischen und den Bewohnern. Von Eileen Schirle
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • „Ohne Bedingungen das Beste geben“ lautete der Anspruch von Gründerin Margarete Müller. Der Satz wurde zum Leitbild der Einrichtung. ⇥Fotos: Haus Margarete

    „Ohne Bedingungen das Beste geben“ lautete der Anspruch von Gründerin Margarete Müller. Der Satz wurde zum Leitbild der Einrichtung. ⇥Fotos: Haus Margarete

    Haus Margarete
  • Malen, werken, spielen, basteln – die Liste mit Aktivitäten im Haus Margarete ist lang.

    Malen, werken, spielen, basteln – die Liste mit Aktivitäten im Haus Margarete ist lang.

    Haus Margarete
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Seit mehr als 35 Jahren ist das Haus Margarete das Zuhause von Seniorinnen und Senioren. 1990 gründete Namensgeberin Margarete Müller die Einrichtung in Oberrot, 2005 stieg ihr Sohn Andreas mit ins Unternehmen ein. Seit dem Tod der Mutter führt er das Haus allein – ihr Spirit und ihre Visionen sind im Haus jedoch immer noch allgegenwärtig.

Das Haus Margarete versteht sich nicht nur als Pflegeheim, sondern auch als Aktivzentrum. Die Identifikation mit der Gemeinde liegt Familie Müller am Herzen. Um das soziale Miteinander zu fördern, setzt die Einrichtung deshalb auf Kooperationen mit lokalen Gruppen und Vereinen – zum Beispiel mit dem Kindergarten Regenbogen. „Immer mehr Kinder wachsen ohne Großeltern auf. Gleichzeitig haben viele Senioren keinen Kontakt zu Kindern. Das wollen wir ändern“, erläutert Andrea Strack, die den Bereich soziale Betreuung im Haus Margarete leitet.

Schultüten zum Abschied

Unter dem Motto „Deine Hand in meine Hand“ gibt es seit Oktober 2024 zweimal im Monat feste Termine, an denen gemeinsam gesungen, gebastelt oder gespielt wird. Zum Abschluss des Kindergartenjahres und zur Verabschiedung der nun bald Schulkinder bekommen diese von den Bewohnern selbst gebastelte Schultüten überreicht – „eine wirklich schöne und herzliche Tradition“, so Strack. Die Kooperation hat sich in den vergangenen Monaten intensiviert und so sind die Bewohner mittlerweile bei diversen Veranstaltungen des Kindergartens zugegen und involviert, beispielsweise bei Gottesdiensten oder dem Fest zum „Frühlingsbegrüßen“. Und: die Kindergartenkinder kommen täglich zum Mittagessen ins Haus Margarete. Hier wird jeden Tag frisch gekocht. „Eine echte Win-win-Situation für alle. So kommt Leben ins Haus“, freut sich Andrea Strack.

Daneben kooperiert die Pflegeeinrichtung auch mit den örtlichen Landfrauen. Ebenso gibt es regelmäßige Besuche verschiedener Musiker, Chöre und Musikvereine sowie Theatergruppen. Der Oberroter Verein „Der Himmel kann warten“ besuchte die Bewohner und führte das Stück „Zigeunermarie“ auf. Und auch die Jugendfeuerwehr war zu Gast – die im Hof durchgeführte Übung stieß auf reges Interesse. Am Gumpendonnerstag ist es zudem Tradition, dass die Rottalhexen im Haus Margarete vorbeischauen und für Faschingsstimmung sorgen.

„Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind damit ganz selbstverständlich integriert in die Gemeinde und bleiben in Kontakt mit dem alltäglichen Leben in ihrem Umfeld“, verdeutlicht Leiterin Andrea Strack den Mehrwert dieser Aktionen. „Die Betreuung soll nicht als Betreuung und Aktivierung wahrgenommen werden, sondern spielend entstehen und sich natürlich anfühlen.“

Aktivitäten im Haus

Auch im Haus selbst sorgen die Mitarbeiter mit unterschiedlichen Angeboten für Abwechslung und Anregung. So ist im Neubau ein voll ausgestatteter Werkraum vorhanden. Hier können die Bewohner sich handwerklich austoben. Da die Einrichtung im Grünen liegt, werden viele Spaziergänge unternommen. Im hauseigenen Garten können die Bewohner Tomaten, Paprika und mehr anpflanzen. Ebenso steht gemeinsames Kochen und Backen, Sport und Gymnastik, Spielen, Malen, Musizieren und weiteres auf dem Aktivitätenplan. Seit April dieses Jahres kommt zudem Besuchshund Sammy regelmäßig vorbei. „Jeder Bewohner wird da abgeholt, wo er steht“, sagt Andrea Strack und ergänzt: „Wenn er oder sie keine Betreuung oder Gruppenaktivierung möchte, ist das auch völlig in Ordnung.“

Neben den Aktivitäten wird auch für Wohlfühlmomente gesorgt: Einmal im Monat kümmert sich eine Friseurin um die Haare der Bewohner. Dafür wurde im Neubau extra ein Raum zum Friseursalon umgebaut. Hier bietet eine Mitarbeiterin des Hauses auch Fußpflege an. Und ein Physiotherapeut kommt regelmäßig für Behandlungen im Haus Margarete vorbei.

Für das vielfältige Programm sind in erster Linie die Mitarbeiter verantwortlich – sie machen Vorschläge und bilden sich weiter, um das Angebot zu erweitern. Insgesamt 89 Personen arbeiten im Haus Margarete. Auf sein Team ist Geschäftsführer Andreas Müller besonders stolz: „Wir haben ein tolles Miteinander – und das spüren auch die Bewohner“, schließt er.

Tag der offenen Tür am Samstag, 13. Juni

Nachdem die Bauarbeiten nun fast vollständig abgeschlossen sind, lädt das Haus Margarete alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür am Samstag, 13. Juni, ein. Von 14 bis 18 Uhr gibt es die Möglichkeit, das Pflegeheim und die Mitarbeiter kennenzulernen. Es werden Führungen durch das Haus sowie Vorträge rund um die Themen Pflege, Heimkosten und Anträge ausfüllen angeboten.

Musiker Jonny, ein Sänger und Gitarrist, der „die unkomplizierte Interaktion mit Menschen beim Musizieren liebt“, wird für Unterhaltung und gute Laune sorgen. Auch die Kooperationspartner des Hauses werden den Tag der offenen Tür nutzen, um sich vorzustellen. Beim Kinderschminken kommen auch die kleinen Gäste auf ihre Kosten.

Für die passende Bewirtung ist gesorgt. Ein großes Kuchenbuffet, frisch gebackene Waffeln und Grillwürste warten auf die Besucher.

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