Nacht der Ausbildung: Einblicke direkt vor Ort

Teilnehmer können auch selbst aktiv werden.
Foto: Jessica WolfWarum sollten Schüler und Ausbildungsinteressierte unbedingt bei der Nacht der Ausbildung am Donnerstag dabei sein?
Weil man an keinem anderen Abend so viele Ausbildungsbetriebe in so kurzer Zeit von innen sehen kann. Vom Weltmarktführer bis zum Familienbetrieb, vom Klinikum bis zur Stadtverwaltung ist alles dabei. Man redet direkt mit Azubis und mit den Personalverantwortlichen, also genau mit den Leuten, die später über Praktika und Ausbildungsplätze entscheiden. Wer da ist und Fragen stellt, bleibt in Erinnerung.
Was können die Teilnehmer erleben, was ihnen eine klassische Ausbildungsmesse oder die Suche im Internet nicht bieten kann?
Eine Messe zeigt dir einen Stand, das Internet eine Karriereseite. Bei uns stehst du in der echten Werkstatt, in der Produktionshalle, im Krankenhaus oder im Rathaus. Du siehst, hörst und spürst, wie dort gearbeitet wird, und du redest mit Azubis, die kaum älter sind als du und dir ehrlich sagen, wie es ist. Dieses Bauchgefühl, ob ein Betrieb zu einem passt, bekommt man nur vor Ort.
Sollten die Schüler schon wissen, welcher Beruf sie interessiert?
Überhaupt nicht, gerade Unentschlossene profitieren am meisten. Man kann sich treiben lassen und in Branchen reinschnuppern, an die man nie gedacht hätte. Wer schon ein Ziel hat, fährt bewusst die passenden Betriebe an und klärt direkt Fragen zu Bewerbung, Praktikum oder dualem Studium. Und wer noch gar keinen Plan hat: Viele Betriebe bieten auch Praktika, Ferienjobs oder ein Freiwilliges Soziales Jahr an. Da kann man erst einmal ausprobieren.
Wie viele Unternehmen sind dabei? Und welche Berufe werden vorgestellt?
32 Unternehmen machen mit. Die Mischung ist riesig: Industrie und Maschinenbau, Handwerk und Bau, Autohäuser, Banken, Lebensmittelherstellung, eine Eventagentur, Krankenhäuser und Pflege, soziale Einrichtungen und die Stadtverwaltungen beider Städte. Zusammen bieten sie weit über 100 verschiedene Ausbildungsberufe und duale Studiengänge an. Das reicht vom Mechatroniker, Elektroniker und Fachinformatiker über Pflegefachkraft, Erzieherin und Verwaltungsfachangestellte bis zu Berufen, die viele gar nicht kennen, etwa Umwelttechnologe für Abwasserbewirtschaftung, Baustoffprüfer, Veranstaltungskauffrau oder Luft- und Raumfahrttechnik im dualen Studium.
Was erwartet die Jugendlichen, wenn sie in den Unternehmen ankommen? Gibt es vor Ort Führungen oder spezielle Aktionen?
Jeder Betrieb gestaltet sein Programm selbst, und da wird sich richtig Mühe gegeben. Viele Firmen bieten Betriebsführungen an, dazu gibt es Präsentationen und vor allem Gespräche mit Azubis und Ausbildern. Oft darf man auch selbst anpacken: Im Autohaus gibt es zum Beispiel eine Radwechsel-Challenge, anderswo Schätzaufgaben rund um den jeweiligen Beruf, und im Krankenhaus kann man bis in den OP und ins Labor schauen. Und falls man unterwegs Fragen zu einem Unternehmen hat, helfen die Scouts jederzeit gerne weiter.
Dank des Konzepts können die künftigen Nachwuchskräfte ja problemlos mehrere Unternehmen an einem Abend kennenlernen. Wie lässt sich die persönliche Route am besten planen?
Die Busse fahren den ganzen Abend über regelmäßig. Unser Tipp: Vorher drei, vier Wunschbetriebe auf einer Route aussuchen und einen Betrieb dazunehmen, von dem man überhaupt keine Ahnung hat. Früh kommen lohnt sich, vier Stunden vergehen schnell. Man muss übrigens nicht am ZOB starten, sondern kann auch direkt bei einem Unternehmen einsteigen.
Diese Firmen sind dabei
Schwäbisch Hall:Alfred Kärcher SE; Autohaus Bruno Widmann; Diak Klinikum Landkreis Schwäbisch Hall; Dienste für Menschen; Hagebaumarkt Häsele; Häsele Baustoffhandels-GmbH; Klafs GmbH; Koch Auto.Gruppe; Marbet Marion & Bettina Würth GmbH; Optima Packaging Group; Recaro Aircraft Seating; Schwäbisch Hall-Gruppe; Stadt Schwäbisch Hall; Stadtwerke Schwäbisch Hall; Stego Elektrotechnik; VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall; Windmüller Technik; Ziehl Industrie-Elektronik
In Crailsheim: Aichele Werkzeuge; Autohaus Bruno Widmann; Autohaus Linke; Binder Apparate- und Behälterbau; Bott Systems; Bürger; HBC-Radiomatic; J.M. Voith; Klinikum Crailsheim; Lebenswerkstatt für Menschen mit Behinderung; Leonhard Weiss; Procter & Gamble Crailsheim; Stadtverwaltung Crailsheim; Syntegon

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