Landesgartenschau Ellwangen: 164 Tage Spaß, Genuss und Kultur im Grünen
Die Landesgartenschau 2026 ist für Ellwangen ein echtes Zukunftsprojekt. „Wir gestalten neue grüne Räume, stärken die Lebensqualität und zeigen, wie eine Stadt nachhaltig wachsen kann. Was hier entsteht, wird Ellwangen viele Jahrzehnte prägen“, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher bei der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung der Landesgartenschau in Ellwangen.
Sie soll darüber hinaus das touristische Highlight des Jahres 2026 werden. Laut dem Veranstalter erwartet die Besucher eine wunderbare Parkanlage mit Pavillons, Gärten, Wiesen und Ausstellungen kombiniert mit Spiel, Spaß, Kulinarik und Kultur sowie weit über 2000 Veranstaltungen. Es gibt Konzerte, Lesungen, Talkformate, Infoveranstaltungen für Jung und Alt und vieles mehr. Thementage sind dem Klimawandel gewidmet. So wird der bekannte TV-Meteorologe Sven Plöger zum Klimawandel referieren. Auch das „Grüne Klassenzimmer“ ist vertreten. Ernährungsfragen, Fitness oder die Ausbildung in grünen Berufen wie etwa dem Gärtner oder dem Landwirt werden thematisiert. Wer gerne Musik hört oder macht, ist zum Beispiel beim Kinder- und Jugendchortag gut aufgehoben, kann Jazzfrühstücke besuchen, ein Orgel-, Flöten- oder Gitarrenkonzert anhören und vieles mehr.
Wie Wandel funktionieren kann, hat die Landesgartenschau Ellwangen bereits bewiesen. „Aus dem Großparkplatz Schießwasen und den nahezu ungenutzten Auwiesen ist ein pittoreskes, zeitgemäßes Naherholungsgebiet entstanden, das viel Platz für Pflanze, Tier und Mensch bietet“, heißt es.
Die Landesgartenschau befindet sich nicht irgendwo außerhalb auf der „grünen Wiese“, sondern liegt innenstadtnah und ist von der City und dem Bahnhof fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Ein Leitsystem lotst die Besucher vom Bahnhof durch die City zum Gelände. Das ist dem Veranstalter wichtig, „denn auch die historische Innenstadt leistet einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der LGS“. Besonders eingebunden sind beispielsweise die Basilika St. Vitus mit der Blumenschau, einem zentralen Element jeder Landesgartenschau, und die Evangelische Stadtkirche, die vom 8. Mai bis 19. Juni die „Gaia“ des britischen Künstlers Luke Jerram, eine große Nachbildung der Erde, präsentieren wird. In der Stadthalle wird zudem die Ausstellung „Garden Futures“ des Vitra Design Museums gezeigt.
Über 1000 Ehrenamtliche
Ohne die Beteiligung der Menschen vor Ort könnte die LGS in Ellwangen nicht funktionieren. Mehr als 1000 Ehrenamtliche haben sich freiwillig gemeldet, um das 164 Tage lange Event zu unterstützen. Sie werden beim Einlass, bei der Gästebegrüßung und für Geländeführungen eingesetzt. Vereine, Institutionen und natürlich die Kirchen bringen sich aktiv ins Veranstaltungsgeschehen mit ein und bereichern die LGS mit zahlreichen Beiträgen. Und auch die Kunst wird überall auf dem Gelände ihre Plätze finden. „Die Landesgartenschau bringt eine enorme Dynamik in unsere Stadt. Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche und Verwaltung ziehen gemeinsam an einem Strang. Genau daraus entsteht eine besondere Kraft. Ellwangen zeigt, was möglich ist, wenn eine Stadt zusammensteht“, so der Oberbürgermeister.
Neben der eigentlichen Landesgartenschau hat das Areal noch ein paar Besonderheiten zu bieten, denn ins Gelände integriert ist neben dem Ellwanger Wellenbad auch ein moderner, kernsanierter Campingplatz. Am Rande des Stadtparks sind zudem ein neues Hotel sowie zusätzlich das Tagungszentrum Jaxtforum entstanden.⇥⇥dpa/pm/dia
Verkehrsanbindung und Eintritt
Eintritt Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Erwachsene zahlen 24,90 Euro, mit Ermäßigung knapp 20 Euro. Die Anreise mit dem ÖPNV ist dabei jeweils inklusive. Es gibt auch Zwei-Tages-Karten und Dauerkarten.
Anreise Der Bahnhof Ellwangen ist nur ein paar Gehminuten entfernt vom Gartenschaugelände, ebenso wie eine Station vorher die Haltestelle Schrezheim. An beiden Stationen können Tickets gekauft werden. Radlerinnen und Radler können auf dem Kocher-Jagst-Radweg „anradeln“ und ihr Fahrrad auf einem großen Stellplatz etwa 100 Meter entfernt vom Haupteingang parken.
Wer mit dem Auto kommt, fährt am besten auf den Großparkplatz in Neunheim und lässt sich dann mit dem Shuttlebus zum Gelände bringen – für sechs Euro Tagesparkgebühr inklusive Shuttle.
Mobilität Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gibt es Rollstühle, Rollatoren und Bollerwägen.

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