Gutes Hören: Ständig auf Empfang

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© Feodora/AdobestockWer sich einige Minuten hinsetzt und die Augen schließt, bemerkt erst die Fülle der Geräusche, die in jedem Moment an unsere Ohren dringt: Vogelgezwitscher, Verkehrslärm, das Blubbern der Heizung, die Stimmen der Nachbarn.
24 Stunden am Tag verarbeiten die Ohren Geräusche, differenzieren sie für uns, warnen uns vor Gefahren, wecken uns nachts auf, wenn das Kind schreit, weisen uns die Richtung, transportieren uns die Worte anderer Menschen.
Wie wichtig ein ungetrübter Hörsinn für unser Leben ist, fällt leider oft erst auf, wenn er beeinträchtigt ist. Ab dem 50. Lebensjahr lässt unser Hörsinn nach. Das ist zwar tragisch aber leider erstmal normal.
Hören ist Lebensqualität
Grund dafür ist die Abnutzung der Haarzellen des Innenohrs. Aber auch der Hörnerv verliert mit dem Alter an Leistungsfähigkeit. Doch wer zunehmend das Gefühl hat, er bekommt etwas nicht mit, kann Gesprächen nicht folgen und versteht in größeren Runden kaum etwas, sollte einen Spezialisten aufsuchen. Je später gehandelt wird, desto schwerer kann es werden, den Hörsinn mit einem Gerät zu unterstützen. Das Gehirn nämlich verlernt rasch, mit akustischen Signalen umzugehen. Im Durchschnitt dauert es allerdings gemäß einer aktuellen Umfrage der Europäischen Vereinigung der Hörgerätehersteller zwei bis drei Jahre, bis sich Betroffene helfen lassen.
Ein guter Hörsinn ist Lebensqualität
Eine Hörschwäche zu ignorieren oder zu verschleppen kann unter Umständen Fatal sein: Denn wer Gesprächen nicht mehr folgen kann, der meidet Begegnungen mit vielen Menschen, beginnt sich zurückzuziehen – trifft sich nicht mehr mit Freunden, geht nicht mehr ins Kino und isoliert sich so immer weiter. Es gibt zudem zahlreiche Belege für ein geringeres Demenzrisiko von Hörgeräteträgern, eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit und einen verbesserten Gleichgewichtssinn. Studien zeigen auch einen Zusammenhang zwischen dem Tragen von Hörgeräten und einem geringeren Risiko, an Depressionen zu erkranken. Selbst die Schlafqualität scheint durch das Tragen von Hörgeräten während des Tages positiv beeinflusst zu werden. ⇥⇥cm/pm/as

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