Verkehrsunfall - was nun?: Sicherheit im Straßenverkehr

Wenn es gekracht hat, sollten Betroffene stets an die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer denken.⇥Foto: kzenon/adobestock/itzehoer/txn
kzenon/adobestock/itzehoer/txnWer sich mit einem Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt, muss sehr aufmerksam sein: Nach wie vor kommt es in Deutschland jedes Jahr zu mehr als zwei Millionen Unfällen. Selbst die vorsichtigsten Verkehrsteilnehmenden können plötzlich und unverschuldet in einen Unfall verwickelt werden. Überlegtes Handeln kann dann Leben retten und Rechtsstreitigkeiten vorbeugen.
Im ersten Schritt zählt die Sicherheit
Zunächst gilt es, die Unfallstelle abzusichern: Warnblinklicht einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen sind immer die ersten Maßnahmen. Wann empfiehlt es sich, die Polizei zu rufen? Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es verletzte Personen gibt, sehr große Schäden entstanden sind oder die Schuldfrage nicht klar ist. Vor allem bei Verletzungen ist es wichtig, einen klaren Kopf zu behalten. Zunächst wird über die Notrufnummer 112 professionelle Hilfe angefordert. Danach werden Verletzte versorgt, bis die Rettungskräfte eintreffen. Viele haben Angst, dabei falsch zu handeln – nicht zu helfen, macht die Situation aber fast immer schlimmer und kann auch strafrechtliche Folgen haben. Bei Parkdellen und anderen kleinen Schäden ist es meist ausreichend, wenn die Unfallbeteiligten ihre Daten austauschen: Adressen, Namen, Ausweisnummern und Kennzeichen, aber auch Versicherungsdaten und die Kontaktmöglichkeiten zu Zeugen. Um nichts zu vergessen, ist es empfehlenswert, entsprechende Formulare von Versicherungen oder Automobilverbänden im Fahrzeug zu haben.
Im Herbst steigt nun auch wieder die Gefahr von Wildunfällen. Ist man mit 80 statt 100 km/h unterwegs, verkürzt sich der Bremsweg schon um 25 Meter. Und es kommt auf jeden Meter und jeden km/h weniger an, wenn es wirklich zum Unfall kommt: Kracht das Auto mit noch 60 km/h in ein 60 Kilogramm schweres Wildschwein, wirken Kräfte von dreieinhalb Tonnen auf das Fahrzeug, so der Deutsche Jagverband.
Keine unkontrollierten Ausweichmanöver
Taucht ein Wildtier plötzlich vor dem Auto auf, gilt dennoch: nicht unkontrolliert ausweichen, sondern voll bremsen und das Lenkrad dabei gerade halten. Kommt es zum Zusammenstoß, sichert man erst die Unfallstelle, dann ruft man die Polizei. Schwer verletzte Tiere sollte man liegen lassen: In ihrer Todesangst können sie Menschen verletzen. Tote Tiere darf man übrigens nicht mitnehmen – das wäre Wilderei.⇥⇥txn/as/dpa

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