Ulmer Herztag im Stadthaus
: Dem Vorhofflimmern auf der Spur

AnzeigeVolkskrankheit Vorhofflimmern: Der 18. Ulmer Herztag klärt über Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten auf. Mit Expertenvorträgen und Rahmenprogramm rund um das Thema „Herz aus dem Takt – Vorhofflimmern erkennen und handeln“.
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Das Stadthaus Ulm Foto: Andrada Cretu

    Das Stadthaus Ulm Foto: Andrada Cretu

    Andrada Cretu
  • Das Team vom cardiologicum Herzklinik Ulm rund um Dr. Ulrike Hoffmeister, Prof. Ralf Birkemeyer und Dr. Christoph Rodewald (vorne in der Mitte) freut sich auf den 18. Herztag im Ulmer Stadthaus. Foto: Felix Herrmann

    Das Team vom cardiologicum Herzklinik Ulm rund um Dr. Ulrike Hoffmeister, Prof. Ralf Birkemeyer und Dr. Christoph Rodewald (vorne in der Mitte) freut sich auf den 18. Herztag im Ulmer Stadthaus. Foto: Felix Herrmann

    Foto: Felix Herrmann
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Herzrasen, Herzstolpern, Abgeschlagenheit und Unwohlsein: All das können Symptome für eine Herzrhythmusstörung sein. Vorhofflimmern ist eine der häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörungen und gilt als Volkskrankheit. In vielen Fällen wird es erst während eines EKGs bemerkt, so Dr. Ulrike Hoffmeister, eine der Geschäftsführerinnen der Herzklinik Ulm. Und sie betont: „Wird das Problem nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können sich im Vorhof des Herzens Blutgerinnsel bilden, die dann einen Schlaganfall verursachen können. In anderen Fällen können Menschen mit der Zeit eine Herzschwäche oder Herzklappenundichtigkeit entwickeln. Doch es gibt Möglichkeiten, vorzubeugen und das Risiko zu senken.“ Das sind zunächst die bekannten Säulen eines gesunden Lebensstils: regelmäßige Bewegung und Sport, Normalgewicht, gesunde Ernährung, möglichst wenig Alkohol, gut eingestellter Blutdruck, Stressabbau und ausreichend Schlaf. Und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Die Patientensicherheit steht an erster Stelle

Bei Vorhofflimmern gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Abhängig vom individuellen Schlaganfall-Risiko werden blutverdünnende Medikamente eingesetzt. Medikamente zur Frequenzkontrolle bremsen einen zu schnellen Herzschlag. Um den normalen Sinusrhythmus wiederherzustellen, kann eine elektrische Kardioversion durchgeführt werden: Dabei wird das Herz durch einen kurzen, gezielten Stromimpuls wieder in den normalen Rhythmus überführt.

Immer häufiger wird das Vorhofflimmern mit einer Ablation (gezielte Gewebeverödung) behandelt, berichtet Dr. Hoffmeister: „Das Verfahren ist in den letzten Jahren viel schonender und sicherer geworden.“ Bei einer Ablation wird über einen dünnen Katheter gezielt das kleine Gewebeareal im Herzen verödet, das die Rhythmusstörung auslöst. „Die Patientensicherheit steht dabei natürlich an erster Stelle, deswegen überwachen wir alle Patienten nach dem Eingriff über Nacht.“

Im Rahmen des Herztages am 10. Oktober im Ulmer Stadthaus klären Dr. Ulrike Hoffmeister (um 9.40 Uhr), Dr. Christoph Rodewald (um 10.15 Uhr) und Prof. Dr. Ralf Birkemeyer (um 11.15 Uhr) in drei Fachvorträgen ausführlich über Prävention, Diagnose und Therapiemethoden des Vorhofflimmerns auf. Im Anschluss bleibt Zeit, um Fragen zu beantworten.

Der 16. Herzsportpreis

Durch gezielten Herzsport lassen sich nachweislich Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen, die Infarktrate senken und die Sterblichkeit bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung reduzieren. Seit 16 Jahren zeichnet die Herzklinik Ulm Übungsleiter sowie Trainerinnen von Herzsportgruppen aus der Region mit dem Herzsportpreis aus. Sie engagieren sich ehrenamtlich und begeistern Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit kreativen Ideen dafür, dauerhaft beim Herzsport zu bleiben. In diesem Jahr überreicht erstmals die Kardiologin Solveig Rapelius den Preis. Die Preisverleihung findet um 11 Uhr statt.

Rahmenprogramm

Wie in jedem Jahr wird auch das Foyer des Stadthauses bespielt. Das Rahmenprogramm findet von 9 bis 13 Uhr statt. Immer ein Highlight mit großem Mehrwert sind die kostenlosen Gesundheitschecks: Alle Interessierten können die eigene Herz- und Gefäßgesundheit überprüfen, indem sie von Mitarbeitenden der Herzklinik Ulm ihren Blutdruck und ihre Cholesterinwerte messen lassen. Sie erhalten im Anschluss ein Zertifikat sowie eine persönliche Risikobeurteilung.

Die Ärztinnen und Ärzte der Herzklinik Ulm stehen anschließend für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung, in denen individuelle Fragen geklärt werden können.

Eine Posterausstellung stellt invasive und nicht-invasive Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten, die in der Herzklinik angeboten werden, vor. Und wer schon immer wissen wollte, was eigentlich genau in einem Herzkatheterlabor passiert, kann sich an einem Informationsstand beim Fachpersonal der Herzklinik informieren. An weiteren Infoständen gibt es wertvolle Tipps für ein herzgesundes Leben.
⇥jun

Vortragsprogramm am 18. Ulmer Herztag

Wann und wo:Der 18. Ulmer Herztag findet am Samstag, 10. Oktober 2026 von 9 bis 13 Uhr im Stadthaus in Ulm statt. Der Eintritt ist frei.

9.00 Uhr Eröffnung der Ausstellung und des Rahmenprogramms

9.30 Uhr Begrüßung und EinleitungProf. Dr. Ralf Birkemeyer, Kardiologe

9.40 Uhr Wenn das Herz aus dem Takt gerät – Risikofaktoren erkennen und Vorhofflimmern vorbeugenVortrag mit anschließender DiskussionDr. Ulrike Hoffmeister, Kardiologin

10.15 Uhr Dem Vorhofflimmern auf der Spur – Was EKG, Langzeit-EKG, Smartphone und Smartwatch leisten können Vortrag mit anschließenderDiskussionDr. Christoph Rodewald, Kardiologe

11 Uhr Verleihung des Herzsportpreises 2026Solveig Rapelius, Kardiologin11.15 UhrAktuelle Therapien bei Vorhofflimmern – von der Schlaganfallvorsorge bis zurKatheterablationVortrag mit anschließenderDiskussionProf. Dr. Ralf Birkemeyer, Kardiologe12 Uhr Ende des VortragsprogrammsDie Ausstellung im Foyer bleibt bis 13 Uhr geöffnet.

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