Streidt Bestattungen
: Die Menschen begleiten

AnzeigeZum 75. Firmenjubiläum des „Ersten Ulmer Bestattungsinsituts“ sprechen Daniel Streidt und sein Sohn Ramon über eine sich verändernde Trauerkultur, aktuelle Projekte und die Zukunft.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Das Trauercafé im Bestattungsinstitut Streidt in der Zinglerstraße: Hohe Decken, viel Tageslicht. ⇥Alle Fotos. Bestattung Streidt

    Das Trauercafé im Bestattungsinstitut Streidt in der Zinglerstraße: Hohe Decken, viel Tageslicht. ⇥Alle Fotos. Bestattung Streidt

    Bestattung Streidt
  • Das Kolumbarium zur Urnenaufbewahrung im Gewölbekeller des Bestattungsinstituts.

    Das Kolumbarium zur Urnenaufbewahrung im Gewölbekeller des Bestattungsinstituts.

    Bestattung Streidt
  • Alles aus einer Hand: Ramon Streidt bereitet eine Beisetzung vor.

    Alles aus einer Hand: Ramon Streidt bereitet eine Beisetzung vor.

    Bestattung Streidt
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Wenn die Trauer ein Berg ist, dann können wir es den Menschen nicht abnehmen, ihn zu besteigen. Aber wir können sie beim Aufstieg begleiten.“ So habe es – sinngemäß – ein ehemaliger Mitarbeiter formuliert und er fände es bis heute sehr treffend, antwortet Daniel Streidt auf die Frage, wie er die besonderen Herausforderungen seines Berufs als Bestatter am besten auf den Punkt bringe. Im stetigen Wandel der Trauerkultur habe sich eines nie verändert, ergänzt sein Sohn Ramon Streidt: „Wir tun unser Möglichstes, um die individuellen und persönlichen Wünsche unserer Kunden zu erfüllen. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, ihnen all das abzunehmen, was sie ablenken oder belasten könnte, sodass sie sich auf ihre Form des Abschiednehmens und auf die Trauer konzentrieren können.“

Die Trauernden entlasten

Ob großes Event oder schlichte Zeremonie, Daniel und Ramon Streidt und ihr Team gehen auf jeden Wunsch ein. „Es gibt fast nichts, was wir in diesem Beruf noch nicht erlebt haben. Es fehlt eigentlich nur noch die Auferstehung“, fügt er schmunzelnd hinzu, wird aber gleich wieder ernst: „In unserer Branche lernt man, das Leben als Geschenk zu betrachten. Es gibt immer wieder sehr herausfordernde Momente und Situationen, die schwer zu begreifen sind.“

Umfassendes Leistungsportfolio

Das Bestattungsinstitut Streidt ist auf jedes Bedürfnis und jedes Budget aufgestellt. In einem Trauerfall kommen viele große Aufgaben auf die Hinterbliebenen zu: Bürokratie, Abmeldungen und der Leichentransport sind dabei nur ein Teil dessen, was die Bestatter übernehmen können. Hinzu kommt die komplexe Organisation der Trauerfeier: Traueranzeige, Einladungen und das Catering, Gespräche mit Pfarrern bzw. Trauerrednern, Powerpoint-Präsentationen und die Musikauswahl zwischen klassisch und gegenwärtig.

All das und mehr gehört zu den Dienstleistungen des Familienunternehmens. Außerdem bietet das Institut umfassende Beratung und Informationen rund um das Thema Sterbevorsorge an, das seit dem Wegfall des Sterbegeldes sehr wichtig geworden ist. Und auch für das Thema Nachlassverwaltung – inklusive digitaler Nachlassverwaltung – sind die Streidts kompetente Ansprechpartner.

Die Trauerkultur bewahren

Zu den traditionellen Bestattungsformen gehören die Erdbestattung auf dem Friedhof in Reihen- oder Einzelgräbern und die Feuerbestattung. Für Urnenbeisetzungen stehen Erdbestattungen auf Friedhöfen mit Grabsteinen sowie Kolumbarien, also Urnenwände, zur Verfügung, die beschriftet werden.

Alle alternativen Bestattungsformen, wie Wald-, See- oder Ballonbestattung, setzen die Einäscherung der Verstorbenen voraus und sind nur in ausgewiesenen Gewässern bzw. Gebieten möglich. Almwiesen- und Bergbestattung sind in der Schweiz möglich. Sogar die Verarbeitung der Kremationsasche zu einem Diamanten sowie die Weltraumbestattung, bei der sieben Gramm Asche mit einer Rakete in den Weltraum geschickt werden, können von den Streidts organisiert werden. Der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.

Auf sein eigenes Kolumbarium in der Zinglerstraße und den Umgang mit der Bewahrung von Urnen angesprochen, weist Daniel Streidt darauf hin, dass das Bestattungsgesetz in den einzelnen Bundesländern aktuell diskutiert werde. Der Bestatter warnt davor, Urnen bedingungslos an die Angehörigen freizugeben: „Ich setze mich für die Bewahrung unserer Trauerkultur ein und befürchte, dass viele Menschen aus Kostengründen ihre Angehörigen dann gar nicht mehr bestatten. Ein Mensch darf, wenn er verstorben ist, nicht in Vergessenheit geraten. Ein Mensch darf nicht einfach entsorgt werden.“

Ein würdevoller Abschied – unabhängig vom Geldbeutel

Seit etwa anderthalb Jahren betreibt Daniel Streidt zusammen mit zwei Partnern einen Bestattungswald bei Ehingen – ein lange geplantes Vorhaben. „Grabschmuck ist bei uns erlaubt und wir bieten Gedenksteine mit einer Namenstafel anstelle von anonymen Bestattungen an“, sagt der Geschäftsführer. Er habe außerdem spezielle Baumröhren mit Bronzedeckel entwickelt. So möchte er vermeiden, dass sich Menschen aus Kostengründen für eine anonyme Bestattung im Ausland entscheiden oder sich an unseriöse Internetbestatter wenden. „Egal, ob arm oder reich: Ich wünsche mir für die Zukunft, dass jeder Mensch mit Namen bestattet werden kann, sodass er auch besucht werden kann.“

Die Resonanz auf den Bestattungswald habe seine Erwartungen weit übertroffen, so Streidt: „Die Fläche reicht vermutlich noch zwei Jahre. Wir sind dabei, sie zu erweitern.“

Ausblick

Zum 1. Oktober 2026, dem offiziellen Jubiläumstag, wurde in Oberelchingen eine neue Filiale eröffnet: ein Beratungsbüro. Die Vestorbenen werden nach wie vor in Ulm, Neu-Ulm oder Illertissen versorgt.

Zudem seien nach wie vor neben Trauerfeiern auch Informationsveranstaltungen rund um Pflege und Hospiz geplant, zudem Veranstaltungen für Seniorenkreise und Schulklassen. Auch Vorträge finden statt und ein Trauercafé soll eingerichtet werden.

Mit einem Blick zu seinem Sohn Ramon zieht Daniel Streidt ein Resümee: „Seit 2002 haben wir rund 30 Auszubildende in unserem Betrieb ausgebildet. Viele sind inzwischen selbst als Bestatter erfolgreich. Wir sind ein großartiges Team, wir haben viele Ideen – aber wir bleiben unseren Werten treu. Wir sind bereit für die nächsten 75 Jahre.“ ⇥Julika Nehb

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