KFZ-Profis im Illertal: Neue Förderungen

Für elektirsch betriebene Fahrzeuge hat die Bunderegierung umfangreiche Fördermittel bereitgestellt. ⇥Foto: Andrea Warnecke/dpa-mag
Andrea WarneckeDie steigenden Spritpreise der vergangenen Wochen lassen Neuwagenkäufer umdenken. Im besten Fall kommt die Energie für das E-Auto mittels Solaranlage vom eigenen Dach. Die Bundesregierung fördert seit kurzem die Anschaffung von Ladestationen fürs Eigenheim oder Mehrfamilienhäuser.
Weitere gute Nachrichten für die Käufer von E-Autos: Um die gesteckten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen und die Industrie anzukurbeln hat der Koalitionsausschuss ein neues Förderprogramm zum Kauf eines Elektroautos auf den Weg gebracht, um mehr Privatpersonen den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität zu ermöglichen. Auf der Liste stehen Neufahrzeuge mit reinem E-Antrieb. Fahrzeuge mit elektrischem Reichweitenverlängerer und Plug-in-Hybrid werden gefördert, wenn sie bestimmte klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen. Die neue E-Auto-Förderung unterstützt Privatpersonen beim Kauf oder beim Leasing. Die festgelegte Einkommensgrenze liegt bei maximal 80.000 Euro.
Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass die Elektromobilität die zentrale Zukunftstechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität ist. „Um die Führungsrolle der deutschen Automobilindustrie in Zukunft zu behaupten braucht es einen starken Heimatmarkt für Elektromobilität. Die Förderung setzt einen wichtigen Impuls für den Hochlauf der E-Mobilität und ist ein Anschub für die deutsche und europäische Automobilwirtschaft“, lautet die Erklärung auf der Homepage des Bundesumweltministeriums.
Ein Rückblick über die Geschichte der Förderung
1. Die Anfänge (bis 2019) Der erste Umweltbonus wird eingeführt, um den Absatz von Elektroautos zu fördern. Er besteht aus einer Prämie vom Staat und einer Prämie des Herstellers, die zu einem langsamen Anstieg der E-Autozulassungen führt.
2. Das „Kaufprämien-Wunder“ (2020–2022) Um die durch die Coronakrise geschwächte Wirtschaft anzukurbeln, verdoppelt die Bundesregierung ihren Anteil am Umweltbonus. Käufer können bis zu 9.000 Euro für reine Elektroautos erhalten. Die hohe Förderung führt zu einem Boom bei den Zulassungszahlen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden.
3. (2023) Die Prämie für reine E-Autos wird reduziert und auf Privatpersonen beschränkt.
4. Das plötzliche Ende (Dezember 2023/2024) Aufgrund eines Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichts stoppt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) die Förderung abrupt.
Es konnten damit keine neuen Anträge mehr gestellt werden. Hersteller übernahmen teilweise die Förderung auf freiwilliger Basis, um den Absatz nicht einbrechen zu lassen. Bestehende Anreize wie die Befreiung von der Kfz-Steuer (bis 2030) und die Dienstwagenbesteuerung (0,25% oder 0,5% Regelung) bleiben bestehen.
5. Die Antragsstellung für die neue Förderung ist voraussichtlich ab Mai 2026 möglich. Förderfähig sind Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2026 neu zugelassen werden. Die Förderung kann rückwirkend beantragt werden. Entscheidend ist dabei das Datum der Neuzulassung.
Die Antragsstellung für Elektrofahrzeuge erfolgt mit dem Kauf- oder Leasingvertrag, der Rechnung und Zulassungsbescheinigung voraussichtlich ab Mai unter www.bafa.de – Elektromobilität.⇥⇥pm