Gutes Sehen1: Der Augenlaser schreibt Erfolgsgeschichten

Mit präziser Lasertechnik wird die Fehlsichtigkeit korrigiert.⇥⇥ Foto: Vadim/adobe.stock.com
©Vadim/adobe.stock.comWann und wo die erste Sehhilfe getragen wurde, ist etwa so klar, wie ein Paar schlecht geputzte Brillengläser. Vermutlich sorgten etwa zum Ende des 13. Jahrhundert die ersten Bergkristall-Linsen in einer Fassung bei italienischen Mönchen in Pisa oder Venedig für bessere Sicht beim Lesen. Freilich sind die, für heutige Verhältnisse, primitiven Sehhilfen kein Vergleich zu den aktuellen Hightechlösungen gegen schlechtes Sehvermögen.
Über Jahrhunderte galt die Brille als einzige Möglichkeit, eine Sehstärke zu korrigieren. Erst vor rund 40 Jahren wurde erstmals mit einem gebündelten Lichtstrahl die Behandlung am Menschen praktiziert. Von der Präzision des Lasers begeistert, sahen sich viele Forscher veranlasst, die Chancen dieser Technik für die Augenmedizin verstärkt zu nutzen.
Eine der größten technischen Herausforderungen in der Entwicklung stellte die Konstruktion eines Apparates dar, mit welchem der Laserstrahl genau kontrolliert werden konnte.
Etablierte Technik für den scharfen Blick
Nach intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit bewiesen erste Versuche die unkomplizierte und rückstandslose Heilung der Hornhaut sowie die Vorhersagbarkeit der refraktiven Veränderungen, die sich durch den Einsatz der Lasertechnik ergaben. Im selben Zeitraum wurden klinische Protokolle vor, während und nach der Operation über den Narkoseeinsatz, das Absaugen, den Ablationsvorgang und die Nachsorge erstellt.
Die enormen Fortschritte machten auch in den 1990er Jahren nicht halt und führten zur Entwicklung optimaler Laserablationsmuster, zur Präzisierung des Algorithmus und zu einem besseren Verständnis des therapeutischen Nutzens. Die Lasertechnik für das Auge ist mittlerweile eine etablierte Alternative zu einem Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen. Auch wenn Fachleute betonen, dass ein medizinischer Eingriff nie 100-prozentig risikofrei ist, zeigen unabhängige Studien aber, dass refraktive Laserbehandlungen wie LASIK oder PRK bei sorgfältiger Auswahl der Patienten als sehr sicher und wirksam gelten. Eine der wichtigsten Quellen ist die Cochrane Library, die systematische Übersichtsarbeiten zu LASIK und PRK veröffentlicht hat. Diese Reviews kommen regelmäßig zu dem Ergebnis, dass die Eingriffe bei geeigneten Patienten die Fehlsichtigkeit zuverlässig korrigiere. Ähnlich urteilt das britische NICE-Institut: Laserbehandlungen gelten als medizinisch anerkannt und in vielen Fällen sinnvoll, aber nur unter der Voraussetzung, dass Patienten über mögliche Nebenwirkungen informiert werden.
Hohe Kosten rechnen sich auf Dauer
Zugegeben, billig ist die Behandlung mit dem Laser nicht. Kosten im vierstelligen Bereich müssen dafür veranschlagt werden. Doch bieten viele Krankenkassen diverse Zusatzversicherungen an.
Zudem haben Brillen und gute, hochwertige Kontaktlinsen auch ihren Preis. Sie müssen regelmäßig – wöchentlich, monatlich oder jährlich – angepasst werden oder können kaputtgehen.
Viele Brillenträger haben für den Notfall eine Ersatzbrille zur Hand, eine Sonnenbrille mit Sehstärke, für den Sport ein extra leichtes und bruchsicheres Gestell. Verändert sich die Sehstärke, werden neue Gläser benötigt. Kommt im Alter die Alterssichtigkeit (Presbyopie) hinzu, wird eine Gleitsichtbrille fällig, die dann richtig teuer wird.
Abgesehen also vom Komfort und Freiheit, die ein Leben ohne Brille bietet: Auf langfristige Sicht lohnt es sich, die Kosten für eine Augenlaser-OP auf sich zu nehmen. Je nachdem, für welche Lasermethode man sich letztlich entscheidet, nach etwa zehn Jahren kann einiges an Geld im Vergleich zu den Kosten für hochwertige Kontaktlinsen oder Brillen gespart werden. ⇥ab

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