Caravan, Outdoor, Camping Teil
: Die neuen Messestars aus Düsseldorf

AnzeigeTrotz gestiegener Preise ist die Nachfrage nach Reisemobilen und Campervans groß.
Von
Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung

Dass man beim Camping nicht auf Luxus verzichten muss, zeigt sich auf dem Caravan Salon in Düsseldorf deutlich ⇥Foto: Federico Gambarini/dpa/dpa-mag

Federico Gambarini

Bei Reisemobilen sind Hersteller jedes Jahr aufs Neue gefordert, das breite Spektrum der Kundenwünsche abzudecken. Die Bedürfnisse einer Großfamilie sollen ähnlich abgedeckt werden wie die Anforderungen eines Aktivsportlers oder Genussreisenden.

Eine steigende Nachfrage haben die Macher des 65. Caravan-Salons insbesondere bei den Allradfahrzeugen festgestellt. Die 4x4 Kolosse wurden deshalb in einem eigenen Bereich gebündelt.

Den Wunsch nach Autarkie wollen die Anbieter mit möglichst langen Standzeiten ohne externe Stromversorgung erfüllen. Ermöglicht wird das durch Solarzellen auf dem Dach und zusätzliche Lithium-Batterien, die über einen Wechselrichter Strom an Bord erzeugen können. Wird das in größeren Modellen auch für ein Induktionsfeld genutzt, kann in Verbindung mit den immer häufiger eingesetzten Kompressor-Kühlschränken und Dieselheizungen das Wohnmobil gasfrei betrieben werden. Auf schwere Gasflaschen kann verzichtet werden.

Smarte Innenräume durch durchdachte Lösungen

Aus dem Kundenwunsch nach mehr Komfort im Waschraum hat sich der Trend zu Kombinasszellen entwickelt. Schwenkwände und sogar neue Grundrisse mit Heckbad in Wagenbreite wurden entwickelt. Der Sanitärbereich mit Extra-Duschwanne, Toilette und Waschbecken bietet damit zwar viele Bewegungsfreiheiten, auf die Heckgarage muss dafür verzichtet werden. Mit platzsparenden Hubbetten für zwei Personen, die über der Sitzgruppe herabgelassen werden können, lassen sich besonders komfortable und geräumige Schlafmöglichkeiten im Wohnmobil integrieren.

Insgesamt hat der Ansturm auf die Campervans leicht nachgelassen, sie bieten aber mit einem Anteil von 50 Prozent noch immer die beliebteste Wohnmobilgattung teilintegrierte Fahrzeuge in der Kundengunst zugelegt haben.

Der Alkoven spielt bei Familien mit Kindern noch immer eine große Rolle. Gekauft oder gemietet, wird besonders das große Platzangebot und die verhältnismäßig günstigen Preise besonders geschätzt.

Während vor einigen Jahren von verschiedenen Herstellern elektrische Antriebe als zukunftsweisend ins Gespräch gebracht wurden, spielen sie aktuell in der Praxis noch keine erwähnenswerte Rolle. Fachleute sehen vor allem das hohe Gewicht der Akkus als Grund. Hier war die 3,5 Tonnengrenze bald erreicht. Die neue Führerscheinrichtlinie mit einer Erhöhung auf 4,25 Tonnen macht jedoch Hoffnung. Während das Europäische Parlament die Regel bereits abgesegnet hat, muss die Richtlinie noch auf nationaler Ebene umgesetzt werden. Fachleute sind sich weitgehend einig, dass deshalb die Hersteller elektrische Modelle bereits in der Schublade haben.

Auch beim Thema Digitalisierung legen die Hersteller mit Assistenzsystemen, App-Steuerung und vernetzten Bordmodulen nach, die Licht, Heizung und Füllstände bequem vom Smartphone aus kontrollierbar machen. Zugleich wächst der Anspruch an Sicherheit: Spurhalteassistenten, Rückfahrkameras und automatische Bremsfunktionen sollen das Fahren mit den oft großen Fahrzeugen erleichtern.

In der Wohnwagenbranche wird der Traditionshersteller Bürstner ab dem kommenden Jahr die Wohnwagenproduktion komplett einstellen und Dethleffs streicht sein Portfolio bis auf drei Baureihen zusammen.⇥pm

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-

Anzeige

-