Basketball Saisonstart Ehingen: Junges Urspring Team greift wieder an

Das Team Ehingen Urspring – eine Mannschaft mit Talent und Eigenmotivation – ist startklar für die neue Saison.⇥Foto: Team Ehingen Urspring
Foto: Team Ehingen UrspringDie Sommerpause konnte von den Coaches sehr intensiv genutzt werden, um mit den jungen Spielern der Urspringschule individuell zu trainieren: Das berichtet Headcoach Henning Ballhausen über die Vorbereitungen für die neue Saison, in der die Spieler erneut alles geben wollen, um die Fans zu begeistern. Nach dem Urlaub ging es Mitte August bereits wieder mit der Vorbereitung los. Einen ersten Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Mannschaft brachten die fünf Testspiele. Von Vorteil war dabei, dass die Gegner auf unterschiedlichen Levels antraten, sodass sich die Mannschaft mehrmals neu einstellen musste. Gegen BG Illertal und Orange Academy, zwei Teams aus der gleichen Liga wie Ehingen Urspring, konnte die Mannschaft zwei Spiele gewinnen. Die drei Tests gegen die höherklassigen Teams wurden zwar alle drei verloren, jedoch konnte das Team Ehingen Urspring dennoch gut mithalten. Die Jungs zeigten einige tolle Ansätze, auf die es nun aufzubauen gelte. Dabei liegt der Fokus wie in jedem Jahr auf der Entwicklung der jeweiligen Spieler.
Jugendförderprogramm als Erfolgsrezept
Das Jugendförderprogramm ist das höchste Gut der Urspringer. Die jungen Leistungsträger sind ein Paradebeispiel dafür, dass das Konzept der Urspringschule aufgeht. Das Basketball-Internat bietet ideale Bedingungen, um sich auf den Sport und die Schule konzentrieren zu können. Dass Urspring so abgelegen liegt, wird durchaus als Vorteil gesehen. Sowohl der Sport als auch das Lernen disziplinieren die jungen Spieler, sodass sich im Idealfall die schulischen Leistungen mit den sportlichen Leistungen steigern. Die basketballerische Laufbahn mancher Top-Spieler ging über Urspring. Jede Saison bieten Trainer und Spieler alles auf, um die individuelle Performance der Spieler zu einem unterhaltsamen und schnellen Teambasketball zusammenzuführen. Für das erste Spiel der neuen Saison müssen die Urspringer erst einmal eine größere Strecke fahren. „Beim Auswärtsspiel in Kassel treffen wir auf eines der drei neuen Teams, die in der vergangenen Saison aufgestiegen sind“, berichtet Ballhausen. Während sich Ehingen Urspring im vergangenen Jahr für die Playoffs qualifizieren konnte, kommt ACT Kassel neu in die Liga und bringt durch den Aufstieg sicher einiges an Schwung mit. Das betrifft sowohl die Performance auf dem Feld, als auch die Reaktion auf der Tribüne. Diese Energie gelte es direkt zu matchen, weiß Ballhausen. Die lange Auswärtsfahrt könne da durchaus ein Handicap sein.
Fürs Auswärtsspiel die Taktik im Fokus
Wie immer versucht das Urspring-Team, sich bestmöglich auf den Gegner einzustellen. Schlüsselspieler werden genauso analysiert wie Spielsysteme. Mit taktischen Anpassungen stellt sich das Team stets neu auf seine Gegner ein. Zudem versucht man, die Auswärtsfahrt so entspannt wie möglich anzugehen. „Frühzeitig losfahren, nicht in Stress geraten und ausreichend Pausen inklusive Bewegung“, lautete das gleichermaßen schlichte, aber wirkungsvolle Rezept.
Kontinuität und Neuzugänge
Der Kern der Mannschaft blieb auch für die neue Saison größtenteils gleich. Ein Großteil des Kaders hat bereits unter Headcoach Ballhausen gespielt und kennt die Systeme bereits. Dementsprechend fällt es leichter, neue Spieler zu integrieren. Neu dazu kamen im Sommer mit Denis Zenelaj und Malang Athian zwei sehr clevere Sportler, die keine große Eingewöhnungszeit benötigten. Headcoach Ballhausen sowie Tim Martinez und Latrell Großkopf konnten direkt für zwei weitere Jahre gebunden werden. Außerdem legt Till Galler noch ein Jahr nach seinem diesjährigen Abitur an der Urspringschule drauf und absolviert zusätzlich ein Praktikum an der Urspringschule. Der US-Center Tremere Brown und Franklyn Aunitz haben das Team verlassen. Zudem haben sich Pablo Estelle und Felix Stoll nach absolviertem Abitur neue Herausforderungen gesucht.
Gegnerische Mannschaften wissen, was mit dem Team Ehingen Urspring auf sie zukommt. „Wir haben viele gefährliche Schützen, die von der Drei-Punkt-Linie hochprozentig werfen können“, weiß Ballhausen. Gleichzeitig ist das Team mit durchschnittlich 19,4 Jahren sehr jung. Dadurch spielen im Team einige schnelle Beine, die aggressiv zum Korb attackieren können. Die Mischung daraus ist schwer zu verteidigen. Zudem hat das Team mit seinem Headcoach einen echten Defensiv-Fanatiker an der Seitenlinie, was sicherlich auch auf die Spieler abfärben und eine druckvolle Defense entwickeln wird.
Heimvorteil mit „Green Inferno“
Für seine Fans ist das Team Urspring sehr nahbar. Nach den Spielen nehmen sich die Basketballer immer noch einige Zeit für Autogramme und Gespräche mit den Fans. Deshalb lief auch der Dauerkartenverkauf sehr gut. Ein großes Pfund ist zudem die top ausgestattete Halle, die im ligaweiten Vergleich Top-3-Bedingungen bietet. Im Moment kommen im Schnitt etwa 500 Zuschauer, wobei das Team in dieser Saison den Sprung auf ca. 600 Zuschauer im Schnitt schaffen will. Auch auf ihre Fans können sich die Urspringer verlassen. Die Ehinger Fans unterstützen das Team über die gesamten 40 Minuten. Der Fanclub, das „Green Inferno“, trägt natürlich als Initialzündung immer maßgeblich dazu bei. Die Jungs können mit erfolgreichem Basketball auf dem Feld den Funken dann komplett auf das restliche Publikum überspringen lassen. In der vergangenen Saison brachte die unermüdliche Unterstützung einiges an Energie auf dem Feld und die Urspringer mussten sich nur zwei Mal zu Hause geschlagen geben. Für die kommende Saison wünscht sich das Team wieder eine tolle Stimmung in der Halle und hofft, erneut eine Saison mit vielen Erfolgen feiern zu können.
Zur Person:Henning Ballhausen
Für Henning Ballhausen ist es die zweite Saison als Headcoach des Team Ehingen Urspring. Zuvor war er eine Saison Headcoach des JBBL-Teams aus Urspring sowie der U18 und der Herren Oberliga Mannschaft. Henning Ballhausen war selbst angehender Profi, bevor ihn mehrere Verletzungen ausgebremst haben. Seine letzte Saison verbrachte er sogar im Ehinger Trikot, konnte aber auch diese Spielzeit verletzungsbedingt nicht zu Ende spielen. Gespielt hat er bereits auf Top-Niveau in Deutschland, den USA, Italien sowie Spanien und kennt daher einige Basketballländer und deren Basketballkultur. Sein Schwerpunkt ist die stabile Defensive, aus der schneller Basketball entstehen soll.

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