Ausbildungsmesse Allmendingen: Überschaubar und regional
Jobmessen gibt es einige. Es zeigt sich jedoch, dass kleinere Messen durchaus Vorteile haben. Manche Ausbilder kennen die Schüler bereits aus Praktika oder können ihnen direkt ein Praktikum schmackhaft machen.
„Wir drei haben alle schon hier auf der Messe eine Schülerin oder einen Schüler für ein Praktikum und manchmal für einen Ausbildungsplatz gewinnen können“, sagen Florian Braig, Michael Traub und Marion Wollwinder aus dem Vorstandsteam. Derzeit kommt den Ausstellern zugute, dass das Handwerk sehr im Aufwind ist. So meldet beispielsweise die Handwerkskammer Ulm am 31. August 2026 insgesamt 2.971 neue Auszubildende. Und damit ein sattes Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sehr gefragt scheint derzeit das Baugewerbe. So hat sich etwa die Zahl der Stuckateure nahezu verdoppelt, ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Maurern. Ein spürbarer Zuwachs ist zudem bei den Zimmerern zu verzeichnen (plus 8,5 Prozent).
Die Zeiten, in denen Handwerksbetriebe händeringend um Auszubildende warben, scheinen erst einmal vorbei zu sein. Umso interessanter ist es für Schüler und Schülerinnen, im persönlichen Gespräch einen guten Eindruck zu machen. Das geht auf der Allmendinger Ausbildungsmesse ganz unverbindlich und zwanglos.
Für noch mehr Information vor und nach dem Ausstellungsbesuch sind alle Aussteller mit einem QR-Code auf dem Flyer vertreten. So lassen sich detaillierte Informationen zu den einzelnen Betrieben nochmals nachlesen und für eine Bewerbung verwenden. Die Flyer werden auch schon im Vorfeld der Messe an Schüler verteilt. Vertreter des GHV besuchen zudem die Abschlussklassen an verschiedenen Schulen wie der Ehinger Michel-Buck-Schule, der Gemeinschaftsschule Schelklingen-Allmendingen, der Realschule in Blaubeuren und der Kaufmännischen Schule.
Regionale Betriebe und neue Aussteller
Die Allmendinger Messe punktet mit ihrer Überschaubarkeit und mit ihrer Regionalität. Manche Jugendliche sind noch nicht mobil und suchen Betriebe, die sie zumindest zu Beginn der Ausbildung auch ohne ein Auto erreichen können. Stets gibt es auf der Messe auch Neuheiten zu entdecken. Was sich bewährt hat und geblieben ist, sind die kleinen Belohnungen für einen Standbesuch. Wer auf seinem Flyer nachweisen kann, dass er mindestens drei ernsthafte Gespräche mit Ausbildungsbetrieben geführt hat, erhält vom GHV einen kostenlosen Burger von Schmidts Bistro. Die Gemeinde Allmendingen spendiert jeweils ein Getränk dazu. Bürgermeister Florian Teichmann wird die Ausstellung am 25. September um 17 Uhr mit einer kurzen Rede eröffnen. Die Palette der vertretenen Berufe ist breit und reicht vom Handwerk über Industrie, Verwaltung bis zur Pflege. Neu dabei mit einem Stand sind die Berg Brauerei, die Donau-Iller-Bank, Peter Banderitsch, die Schreinerei Kiem, die Spenglerei Schuhmacher und die Firma Tries. ⇥kir
Neuer Vorstand des GHV Allmendingen
Im Oktober 2025 wählte der GHV einen neuen Vorstand mit Florian Braig, Michael Traub und Marion Wollwinder. Alle drei Vorstände sind gleichberechtigt. Anstehende Aktionen können so untereinander aufgeteilt werden. Die bewährten Strukturen werden so weitergeführt wie bisher.
Die Zusammenarbeit mit den Schulen wurde im Rahmen der Ausbildungsmesse etwas intensiviert, teilt Marion Wollwinder mit. „Da wir schon seit einigen Jahren im Ausschuss waren, hatten wir auch bereits die Ausbildungsmessen mit organisiert“, sagt die Geschäftsfrau.

Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
Anzeige
-
