Alles geregelt
: Rituale und Traditionen helfen bei der Trauer

AnzeigeDer endgültige Abschied von einem geliebten Menschen fällt schwer. Bestatter helfen bei den Rahmenbedingungen. Von Andreas Brücken
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Das Urnengrab ist die häufigste Bestattungsform. ⇥⇥Foto: Möbel von hier

    Das Urnengrab ist die häufigste Bestattungsform. ⇥⇥Foto: Möbel von hier

    Möbel von hier
  • Hier fehlt noch TExt Friedhof. Foto: mh90photo/stock.adobe.com⇥mh90photo/Adobestock

    Hier fehlt noch TExt Friedhof. Foto: mh90photo/stock.adobe.com⇥mh90photo/Adobestock

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Nach dem Tod eines geliebten Menschen scheint die Realität oft unwirklich und unbegreiflich. Wenn die Situation chaotisch und überwältigend erscheint, geben Rituale und Traditionen Halt und Sicherheit.

Das gemeinsame Gedenken empfinden viele als wichtig – besonders gemeinsam vollzogene Handlungen halten das Andenken wach.

Die Begleitung von Sterbenden

In vielen Religionen beginnen die Sterberituale nicht erst mit dem letzten Atemzug oder Herzschlag. So gibt es im Christentum die Heilige Kommunion mit dem Glaubensbekenntnis, die Gläubige erhalten, wenn der Tod naht.

Muslimische Familien rezitieren die Sterbesure und sprechen das Glaubensbekenntnis mit ihnen.

Sarg oder Urne personalisieren

Den Sarg oder die Urne selbst zu bemalen, ist eine sehr kreative und persönliche Möglichkeit, mit Trauer umzugehen. Viele Bestatter bieten zum Beispiel an, die Urne ganz indivduell mit persönlichen Motiven oder Zitaten zu lasern.

Grabbeigaben und persönliche Gegenstände

Verstorbenen Geschenke mit auf den letzten Weg zu geben, hat eine lange Tradition und ist bei vielen Kulturen auf der Welt üblich. Heute ist es aus Gründen des Umweltschutzes eher üblich, nur kleine Geschenke mit ins Grab zu legen.

Am Tag des Abschieds

Die Beisetzung folgt oft bestimmten Traditionen. Die Details sollten der Persönlichkeit des Verstorbenen entsprechen.

  • Die Beerdigung: Wenn von Trauerritualen die Rede ist, ist die Beerdigung das eine Ritual, an das die meisten Menschen zuerst denken. Die Beisetzung besteht ihrerseits aus mehreren Teilen. Jeder dieser Teile kann, je nach Kultur und Religion, Wünschen der Verstorbenen Person und der Angehörigen, unterschiedlich gestaltet werden.

Formen der Bestattungen

Grundsätzlich sind die Angehörigen verpflichtet, für die Bestattung zu sorgen. In den meisten Ländern gilt der sogenannte Friedhofszwang. Sind keine Angehörigen vorhanden, übernehmen die Kommunen oder der Landkreis die Bestattungskosten. Der Todesfall wird beim Standesamt beurkundet. Grundlage dafür ist die Sterbeurkunde. Die Todesbescheinigung wird von einer Ärztin oder Arzt ausgestellt. Die Erdbestattung ist besonders in christlich geprägten Regionen verbreitet.Die Feuerbestattung ist heute eine der häufigsten Bestattungsformen in Deutschland. Dabei wird der Leichnam in einem Sarg eingeäschert. Die Asche wird anschließend in einer Urne beigesetzt. Die Waldbestattung oder Baumbestattung erfolgt in dafür vorgesehene Bestattungswäldern. Die Urne wird am Fuße eines Baumes beigesetzt. Diese Form wird oft als naturnahe Alternative gewählt. Bei der anonymen Bestattung wird die Urne oder der Sarg ohne namentliche Kennzeichnung beigesetzt. Der genaue Ort der Grabstelle bleibt unbekannt oder ist individuell markiert. Bei einer Kolumbariumsbestattung wird die Urne in einer Urnenwand oder einem Urnenraum beigesetzt. Diese Form ist besonders in Städten verbreitet.Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer speziellen, wasserlöslichen Urne auf hoher See beigesetzt. Diese Form ist in Süddeutschland eher selten und vor allem bei Menschen mit besonderer Verbundenheit zum Meer beliebt.Ergänzend regelt die Friedhofssatzung vor der Kommunen die konkreten Abläufe: Dazu gehören Ruhezeiten, Grabgrößen, mögliche Grabformen sowie Vorgaben für die Gestaltung und Pflege. Oft werden außerdem Termine für Trauerfeiern festgelegt, damit der Ablauf auf dem Friedhof organisiert werden kann. Die Kosten setzen sich meist aus Grabnutzung, Leistungen des Bestatters und Gebühren des Friedhofsträgers zusammen.

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