Kürbisfest Rüeck Agrar 2
: Ein Betrieb in Bewegung

AnzeigeVolker Rüeck, Geschäftsführer von Rüeck Agrar, blickt auf eine ereignisreiche Firmengeschichte zurück. In 15 Jahren wurde der Landhandel immer wieder erweitert. Von Eileen Schirle
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Redaktion Sonderthemen
Sonderveröffentlichung
  • Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Sandhof, Gemeinde Frankenhardt. Im hinteren Bereich ist der Landmarkt zu sehen, vorne an der Straße steht das beliebte Regio-Häusle. ⇥Fotos: Eileen Schirle

    Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Sandhof, Gemeinde Frankenhardt. Im hinteren Bereich ist der Landmarkt zu sehen, vorne an der Straße steht das beliebte Regio-Häusle. ⇥Fotos: Eileen Schirle

    Eileen Schirle
  • Blick ins Regio-Häusle: Hier vermarktet Rüeck Agrar Kartoffeln aus eigenem Anbau sowie viele weitere Erzeugnisse aus eigener beziehungsweise regionaler Herstellung.

    Blick ins Regio-Häusle: Hier vermarktet Rüeck Agrar Kartoffeln aus eigenem Anbau sowie viele weitere Erzeugnisse aus eigener beziehungsweise regionaler Herstellung.

    Eileen Schirle
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Dass es nun bereits 15 Jahre her ist, dass Volker Rüeck seinen Landhandel-Betrieb Rüeck Agrar in Frankenhardt-Sandhof gründete, war dem Geschäftsführer gar nicht so bewusst. Erst der Hinweis aus dem Umfeld machte ihn auf dieses Jubiläum aufmerksam. Umso mehr freut es ihn, auf 15 erfolgreiche und überaus ereignisreiche Jahre zurückblicken zu können. „Von Beginn an war bei uns immer etwas los. Es wurde ständig irgendetwas erneuert, renoviert, erweitert“, sagt er. Und er betont: „Ohne die Unterstützung von Familie, Freunden, Bekannten, Nachbarn, Kunden und Lieferanten wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

Gegründet wurde der Betrieb am 1. Januar 2011. Volker Rüeck war zuvor bei einer Genossenschaft und als Verkaufsberater für landwirtschaftliche Produkte tätig. Nebenher betrieb er seine Landwirtschaft in Sandhof und bot Lohnarbeit für andere Landwirte im Bereich Pflanzenschutz an. Doch er stieß nach einiger Zeit an seine Kapazitätsgrenzen. „Deswegen habe ich mich dann gemeinsam mit meiner Familie dazu entschieden, mich selbstständig zu machen“, sagt Rüeck. Er eröffnete einen Landhandel und Lohnbetrieb und ist von Beginn an auf Tierfutter, Saatgut und Pflanzenschutz spezialisiert.

Nicht nur für Landwirte

Schnell wurde das vorhandene Gebäude am Standort zu klein, sodass sich Rüeck 2012 dazu entschloss, eine neue Lagerhalle zu bauen. Zwei Jahre später, nachdem die vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude zu gewerblichen umgenutzt worden waren, stand der Umbau des ehemaligen Stalls zum neuen Landmarkt an. Das komplette Gebäude wurde umfassend saniert, sodass nur wenig später der Landmarkt für Privatkunden eröffnet werden konnte. „Bei uns gibt es alles für Haus und Hof – Getränke, Lebensmittel, Garten- und Tierbedarf und vieles mehr“, macht der Geschäftsführer neugierig.

Immer trieb den Landwirt und Geschäftsmann jedoch die Frage um: „Was kann man noch machen?“. Und so startete etwa zur selben Zeit die Direktvermarktung im Regio-Häusle, das direkt vor dem Landmarkt zu finden ist. Hier werden Kartoffeln aus eigenem Anbau und Eier der hofeigenen Hühner sowie selbstgemachte Marmeladen, Eingelegtes und der hauseigene Kürbissecco verkauft. Ergänzt wird das Angebot durch Gemüse, Wurst und Käse, Mehl, Öl, Essig, Nudeln und vieles mehr – die Waren stammen von regionalen Erzeugern.

2015 standen weitere bauliche Veränderungen rund um den Landhandel an. So wurde unter anderem ein neues Kühllager für Kartoffeln geschaffen. Zudem erfolgte der Neubau eines Pflanzenschutzlagers und der Einbau der ersten kleinen Kartoffelabfüllstraße. Die erste Expansion von Rüeck Agrar fand 2018 statt. Volker Rüeck übernahm den ehemaligen BayWa-Standort in Weidelbach bei Dinkelsbühl und renovierte diesen in diesem Zuge. „Wir hatten schon vorher viele Kunden aus dem bayerischen Raum. So konnten wir noch näher bei ihnen sein“, erklärt Rüeck den Schritt. Gleichzeitig bedeutete das aber auch ein erhöhtes Warenaufkommen, denn in Weidelbach wurde traditionell auch Getreide erfasst. Der Platz reichte allerdings nicht aus. So entschied sich Volker Rüeck dazu, ein ehemaliges Lagerhaus in Honhardt anzumieten, und dieses als künftigen Umschlagplatz und für die Erfassung des Getreides zu nutzen.

Zwei Jahre später standen dringende Renovierungsmaßnahmen am Regio-Häusle an. „Das war damals nur eine einfache Gartenhütte. Sie war in die Jahre gekommen und hatte auch keine Heizung. Das war gerade im Winter für den Verkauf unserer Waren sehr ungünstig“, erinnert sich der Geschäftsführer. 2020 wurde das Häusle neu gebaut. Eine neue Hackschnitzelheizung versorgt seitdem nicht nur das Häusle, sondern auch den Landmarkt, die Kartoffelabfüllhalle, den Pflanzenschutzraum und das Büro mit Wärme.

In den Folgejahren wurde die Kapazität des Kartoffellagers in Honhardt erhöht, außerdem wurde eine automatische Kartoffelabfüllanlage in Sandhof installiert. Durch eine LEADER-Förderung konnte Familie Rüeck im Jahr 2023 zudem zwei Automaten am Regio-Häusle in Betrieb nehmen, sodass die Kunden 24 Stunden am Tag dort einkaufen können. Mit der Übernahme des Raiffeisenmarktes in Bühlerzell wurde im Oktober 2023 bereits der dritte Standort von Rüeck Agrar eröffnet. Wenige Monate später folgte in Sandhof der Umbau der Hofbäckerei. Freitags backt eine angestellte Bäckerin verschiedene Brote und Zöpfe, die direkt im Regiohäusle gekauft werden können. Insgesamt beschäftigt Rüeck Agrar sieben Mitarbeiter.

App in Planung

Nach diesen ereignisreichen Jahren möchte es Volker Rüeck in Zukunft nun ruhiger angehen lassen. „Es gab jedes Jahr Erweiterungen, Renovierungen, neue Maschinen oder ganz neue Standorte. Wir sind zufrieden mit dem, was wir erreicht haben, und wollen vorerst nicht weiter wachsen“, erklärt er. Doch so ganz ohne Projekte und Visionen geht es bei dem umtriebigen Geschäftsführer nicht. Aktuell arbeitet er an einer betriebseigenen App. Über sie sollen künftig seine Kunden tagesaktuelle Preise von Pflanzenschutzmitteln, Saatgut oder Futter einsehen, individuelle Beratung erhalten, Bestellungen tätigen und Dokumentationen hinterlegen können. Der Markt habe sich in den vergangenen Jahren verändert, sagt Rüeck. Früher galt das Angebot eines Herstellers oder Lieferanten mehrere Tage. „Heute sind die Preise von 8 Uhr um 8.15 Uhr hinfällig. Mit unserer App möchten wir up to date sein und unsere Kunden ganz aktuell informieren.“

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