Einw. Aug.Ludw. Schule Kirchbe: Ein neues Kapitel beginnt
Eine Schule mit Baustelle: Für die Grund- und Realschüler in Kirchberg gehörte das über Jahre hinweg zum Schulalltag. Es wurde gebaut, saniert, erweitert und modernisiert – und das alles bei laufendem Betrieb. Nun ist das große Bauvorhaben an der August-Ludwig-Schlözer-Schule weitgehend abgeschlossen: „Ein echtes Mammutprojekt ist nun erfolgreich bewältigt“, freut sich Bürgermeister Axel Rudolph. Am Samstag, 26. September, können sich Bürger und Besucher beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild davon machen, was in den vergangenen Jahren entstanden ist.
Dabei hatte alles vergleichsweise überschaubar begonnen. 2017 entstanden gemeinsam mit dem Architekturbüro Beck erste Pläne für eine energetische und technische Sanierung des 1968 errichteten Schulgebäudes. Die damalige Kostenschätzung lag bei rund 5,5 Millionen Euro. Mit der Zeit wuchs der Umfang des Projekts erheblich: Schlussendlich wurde das Schulhaus nicht nur energetisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht, sondern mit einem Gesamtvolumen von 14,4 Millionen Euro grundlegend modernisiert und erweitert. Insgesamt flossen rund 5,9 Millionen Euro Fördermittel.
Unter einem Dach
Ein besonders sichtbarer Teil der Erweiterung ist die Aufstockung des Schulgebäudes um ein zusätzliches Geschoss. Damit konnten alles Klassen der Grundschule an einem Standort vereint werden. Bislang waren die Erst- und Zweitklässler beim Kindergarten in Lendsiedel untergebracht.
Auch innerhalb des Schulgebäudes hat sich viel verändert. Das Lehrerzimmer wurde erweitert, neues Mobiliar angeschafft und insbesondere die Fachräume auf einen zeitgemäßen Stand gebracht. Sie verfügen jetzt beispielsweise über eine moderne Lüftungstechnik und digitale Tafeln. Hinzu kamen umfangreiche Arbeiten für ein neues Sicherheits- und Brandschutzkonzept sowie der Einbau eines Aufzugs für einen barrierefreien Zugang.
Für Bürgermeister Rudolph ist dabei die architektonische Verbindung von Bestand und Erweiterung gelungen: „Gerade das Bauen in einem bestehenden, fast 60 Jahren alten Schulgebäude stellte hohe Anforderungen. Das Architekturbüro Beck hat es geschafft, Alt und Neu zu einem modernen und ansprechenden Gesamtbild zusammenzuführen.“ Auch die Stadt selbst packte mit an: Ein Innenhof der weitläufigen Schulanlage wurde in Eigenregie saniert und neu gestaltet. Entstanden ist ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität.
Mindestens ebenso anspruchsvoll wie die baulichen Aufgaben waren die Bedingungen, unter denen sie umgesetzt wurden. Fast sieben Jahre lang wurde bei laufendem Schulbetrieb gearbeitet. Kinder, Eltern und Beschäftigte mussten sich immer wieder auf neue Situationen einstellen: Die Corona-Pandemie brachte Einschränkungen mit sich, der Ukraine-Krieg verschärfte Preissteigerungen und Lieferprobleme. Auch die Folgen eines Starkhagelereignisses spielten eine Rolle. Gleichzeitig gab es personelle Veränderungen. Über einige Jahre wurde die Grund- und Realschule kommissarisch geführt.
Neuer Schulleiter
Umso besser passt für Bürgermeister Rudolph, dass der bauliche Abschluss nun mit einem personellen Neubeginn zusammenfällt: Am Donnerstag, 24. September, wird der neue Schulleiter Ralf Broghammer offiziell in sein Amt eingesetzt. Unterstützt wird er vom neuen Konrektor Steffen Gahm. „So haben wir einen echten Neustart für unsre August-Ludwig-Schlözer-Schule“, freut sich Rudolph.
Dass sich die Investitionen in den Standort lohnt, zeigen die Schülerzahlen: Rund 160 Grundschüler sowie etwa 220 Realschüler lernen derzeit an der Schule.Ganz abgeschlossen ist das „Projekt Schule“ allerdings noch nicht: „Das Ende der Bauphase ist nicht das Ende der Entwicklung unserer Schule. Hier bleiben wir dran“, verspricht Axel Rudolph. Als Nächstes stehen noch Arbeiten an den Außenanlagen an.⇥Adina Bauer

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