Styropor entsorgen
: Gelbe Tonne oder Restmüll – Welche Mülltonne ist richtig?

Styropor wird in verschiedenen Bereichen eingesetzt und muss je nach Art der Nutzung unterschiedlich entsorgt werden. Die aktuellen Regelungen im Überblick.
Von
David Hahn
Berlin
Jetzt in der App anhören
Mülltonnen: ARCHIV - 17.02.2014, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Tonnen für Hausmüll, Bioabfälle, Altpapier und Wertstoffe stehen zur Entsorgung von Abfällen bereit. (zu dpa: «Sachsen produzieren rund 1,6 Millionen Tonnen Abfälle») Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In welcher Mülltonne wird Styropor entsorgt?

Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
  • Verpackungsstyropor gehört in den Gelben Sack/Tonne, z.B. bei Elektrogeräten, Obstschalen.
  • Baustyropor oft Sondermüll wegen Flammschutzmittel HBCD, in Recyclingstellen entsorgen.
  • HBCD seit 2016 in EU verboten, aber alte Dämmplatten können es enthalten.
  • Umweltbundesamt informiert über Entsorgung von HBCD-haltigem Styropor.
  • Entsorgungsunternehmen bieten Styropor-Container für große Mengen an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Styropor ist ein vielseitiges Material, das häufig für Verpackungen, Einweggeschirr und als Dämmmaterial verwendet wird. Nach der Benutzung stellt sich jedoch die Frage: Gehört es in den Gelben Sack, den Restmüll oder gar zum Sondermüll?

Was ist Styropor?

Styropor besteht zu einem großen Teil aus Luft. Für den Kunststoffanteil ist Polystyrol verantwortlich. Je nach Einsatzbereich kann sich die Entsorgung erheblich unterscheiden, da das Styropor mit weiteren Stoffen versetzt worden sein kann. Dies beeinflusst auch die Entsorgungsmethode.

Verpackungsstyropor: Gelbe Tonne oder Restmüll?

Styropor, das als Verpackung verwendet wird, gehört in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Dazu zählen unter anderem:

  • Schutzverpackungen von Elektrogeräten
  • Obst- und Gemüseschalen
  • Einweggeschirr aus Styropor, wie Kaffeebecher oder Teller.
  • Fleischverpackungen
  • Wichtig: Verpackungen sollten je nach Verschmutzung grob gereinigt sein, um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen.

Baustyropor: Sondermüll beim Wertstoffhof

Styropor, das als Dämmstoff im Bauwesen genutzt wird, muss oft als Sondermüll entsorgt werden, da es Flammschutzmittel wie HBCD enthalten kann. Seit März 2016 darf in der Europäischen Union zwar kein HBCD-haltiges Styropor mehr hergestellt oder verkauft werden. Dennoch ist bei Renovierungsarbeiten oder Hausabrissen Vorsicht geboten, da ältere Dämmplatten HBCD enthalten könnten. Solche Materialien gelten als gefährlicher Abfall. Enthält Styropor HBCD muss es getrennt gesammelt und in örtlichen Recyclingstellen beziehungsweise Reststoffhöfen unter Aufsicht entsorgt werden. Bei größeren Mengen können bei Entsorgungsunternehmen dafür auch sogenannte Styropor-Container bestellt werden.

Quellen: