Preis in den letzten Wochen stark gestiegen: Ist Diesel jetzt teurer als Benzin?

Der Diesel ist spürbar teurer geworden.
Sebastian Kahnert/dpaDer Diesel ist in den letzten Wochen tatsächlich teurer geworden. Die Preisverlaufskurve von Clever Tanken zeigt einen Preisanstieg in den vergangenen 4 Wochen von bis zu 6 Cent an. Zuletzt ist der Durchschnittspreis zwar wieder etwas gesunken, doch er liegt immer noch etwa 4 Cent über dem Wert von vor einem Monat. Auch der ADAC berichtet von steigenden Dieselpreisen. Doch ist der Diesel schon teurer als Benzin?
Diesel teuer, aber nicht teurer als Benzin
Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC zu den Spritpreisen in Deutschland ist der Diesel zwar immer noch günstiger als Benzin, doch die Preise von Super E10 und Diesel nähern sich an. So gibt der ADAC für Diesel einen Durchschnittspreis von 1,654 Cent pro Liter an, während Super E10 bei 1,682 Cent pro Liter liegt. Vor einem Monat war der Unterschied mit 1,656 Cent pro Liter (Super E10) zu 1,565 (Diesel) noch deutlich größer. Der Diesel ist also immer noch günstiger als Benzin. Geht der Trend jedoch so weiter, könnten die beiden Kraftstoffe bald gleichziehen, was den Preis angeht. Doch was steckt überhaupt hinter der Preisentwicklung?
Warum ist der Diesel aktuell so teuer?
Der Rohölpreis ist zuletzt deutlich gesunken, aber an den Zapfsäulen kommt davon kaum etwas an. Bei Diesel zeigt sich das besonders deutlich: Während E10 minimal günstiger wurde, ist Diesel im Schnitt mehr als zwei Cent teurer geworden. Der einzig plausible Grund für den Preisanstieg liegt laut ADAC in der im Winter erhöhten Nachfrage nach Heizöl. Möglicherweise treibt die hohe Nachfrage nach Heizöl aktuell auch den Dieselpreis in die Höhe.
Wer sparen will, sollte konsequent die typischen Preisschwankungen nutzen: Abends sind die Preise meist am niedrigsten, früh morgens am höchsten. Preisvergleich-Apps lohnen sich, weil Tankstellen im Umkreis oft um mehrere Cent auseinanderliegen – an der Autobahn noch deutlich mehr. Wer kann, meidet daher Rastanlagen und tankt erst abseits der Strecke. Für Benziner gilt: E10 statt E5, wenn das Auto es verträgt. Außerdem hilft eine ruhige Fahrweise, richtig eingestellter Reifendruck und das Vermeiden unnötiger Kurzstrecken.
