Anzeige: Königsklasse der Rasenmäher

Mammotion LUBA mini AWD LiDAR. Die Königsklasse der Rasenrobos, mindestens vom Design her.
Stefan KlugMähroboter sind das heiße Thema in diesem Herbst. Spätestens seit der IFA Anfang September ist das klar. Alteingesessene und neue Anbieter stellten unterm Berliner Funkturm in Sachen Formgebung und Features eine Breite vor, die man von der Consumer Electronics Branche fast schon nicht mehr kannte.
Mähen tun sie alle irgendwie. Und bei der Masse kam erwartungsgemäß das klassische Design zur Anwendung - viereckiger Kasten, zwei große Treibräder hinten, vorn mittig ein Zentralrad. Zu sehen waren aber ebenso Versionen, die Panzern aus dem Ersten Weltkrieg ähnelten, inklusive Kautschuk-Kettenantrieb, oder einem Formel-1-Boliden.
Letzteren gab es bei Mammotion am Stand zu bestaunen. Der LUBA mini AWD LiDAR ist der erste Mähroboter weltweit, der auf eine Dreifach-Navigation setzt, die eine Genauigkeit von einem Zentimeter gewährleisten soll. Und anders als viele Kollegen auf der IFA ist der kleine Kerl bereits im Handel. Natürlich hat dieser somit bereits viele Testrunden auf unserem Redaktionsrasen gedreht und musste hier beweisen, dass Aussehen und Anspruch auch halten, was sie versprechen.
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LUBA mini AWD LiDAR - Plug& Play aus der Kiste
Der LUBA mini AWD LiDAR kommt defacto plug&play aus der Kiste. Mit seinen 58 mal 43 Zentimetern Fläche und 16,5 Kilogramm Gewicht ist er recht kompakt gehalten. Zwei gelb markierte Griffmulden an den Seiten erleichtern zudem jedweden notwendigen Handtransport, der eigentlich nur bei der Ersteinrichtung anfällt. Einmal ausgepackt ist lediglich das LiDAR-Modul zu montieren, drei Steckverbindungen, vier Schrauben, alles per Piktogramm erklärt, Werkzeug liegt bei. Dazu eine Schutzkappe für die Lade-Kontakte an der Basisstation anbringen. Fertig.
Letztere sollte so platziert werden, dass es nach vorn und zu den Seiten gut einen Meter Abstand zu Hindernissen gibt. Ein Hinweis, der Sinn macht, denn der Robo dreht nach Verlassen der Station immer eine Runde um sich selbst. Stößt er dabei an, wird der Vorgang abgebrochen. Natürlich ist für den Betrieb eine Steckdose notwendig. Mit knapp über sechs Metern fällt die Kabelzuführung nicht wirklich lang aus, was bei manchem die Suche nach einem Aufstellungsort nicht unbedingt erleichtert. Zudem sollte die Homebase in Reichweite des heimischen WLANs liegen.
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Mammotion Rasenroboter - Design und Aufbau
Mammotion stellt mit dem LUBA mini AWD LiDAR einen echten Allrader auf vier Räder. Jedes davon wird einzeln angetrieben bzw. gesteuert, sodass der Rasenrobo nicht nur in der Lage ist, auf der Stelle zu drehen, sondern darüber hinaus bis zu 80 Prozent Steigung meistern soll. Eher ungewöhnlich das Profildesign der Räder, dass auf die üblich OffRoad-Optik der Mitbewerber verzichtet. Man könnte annehmen, das dahinter der Gedanke steht, im schweren Gelände keine unnötigen Schäden an der Grasnarbe zu verursachen. Stattdessen soll echter Vierrad-Antrieb für Stabilität sorgen.

Mammotion LUBA mini AWD LiDAR. Schmale Doppelbreifung vorn, dicke hinten. Echter Vierradandtrieb und mit Front-Stoßfänger und LiDAR-Modul oben einem Rennwagen nicht unähnlich.
Stefan KlugMittig ist an der Unterseite eine schwimmend gelagerte Scheibe angebracht, an der sich die insgesamt sechs Messer befinden. Darüber wurde der Motor platziert. Mammotion hat nun nicht einfach ein eckiges Gehäuse draufgesetzt, sondern es dem Unterbau eng auf den Laib geschneidert. Schon dadurch entsteht der Eindruck, es mit einer Miniaturausgabe eines Formel-1-Renners zu tun zu haben. Verstärkt wird dies durch das LiDar-Modul, das wie weiland die TV-Kameras einst auf dem Lufteinlass der Boliden thront. Last but not least nutzt man einen Stoßfänger, wie er auch bei Saugrobotern zum Einsatz kommt, um schadensfreien Kontakt mit Hindernissen zu ermöglichen. So ähnelt die Vorderseite dann dem Frontflügel am Rennwagen und macht den Gesamteindruck komplett. Dafür sorgen nicht zuletzt die offenen Federbeine beiderseitig der schmalen Nase.
LUBA mini AWD LiDAR - Ersteinrichtung und Mapping
Wie bei allen Robos sollte auch der LUBA vor der Einrichtung voll geladen werden. Danach wird er via App ins heimische Netzwerk eingebunden, dann die implementierte Sim-Card aktiviert. Sie ist ein Standbein der oben beschriebenen Navigation. Der Erstkontakt zwischen Smartphone und Robo erfolgt über Bluetooth, wie später dann auch die direkte Steuerung. Sind alle Verbindungen stabil, kann es schon ans Mapping gehen.
Ähnlich den Saugrobotern für die gute Stube bietet Mammotion eine Auto-Kartierung an. Ausgewählt fährt der Mäher links herum immer an einer möglichen Grundstücksgrenze entlang, erkennt und kartiert dabei Hindernisse und Wege. Bei gut einsehbaren und deutlich eingegrenzten Flächen funktioniert das wirklich hervorragend, solange hinter möglichen Kantensteinen keine Absätze lauern. Die fällt er dann gern mal hinunter. Und auch enge Durchfahrten zwischen Pflanzen beispielsweise werden eher als Grund gesehen, sie besser nicht zu nutzen. Kurzum, das Gelände sollte einfach und eindeutig sein. Wer das nicht bieten kann, zeigt dem Luba mittels Handsteuerung via Handy die Außengrenzen. In gleicher Art müssen No-Go-Zonen eingerichtet werden, indem man einfach mit dem Robo drumherum fährt. Ist das Grundstück in mehrere Teile untergliedert, lassen sich bis zu 20 Mähzonen einrichten. Dies erfolgt dann manuell. Zudem muss der Mäher mit den entsprechenden Zufahrtswegen vertraut gemacht werden.
Weitere Informationen wie Maße etc. finden Sie hier*.
Mammotion Mähroboter mit LiDAR-Navigation
Bei den Rasenmährobotern war am Anfang das Kabel, später kam die GPS-Navigation via RTK dazu. Und schließlich die Orientierung mittels Kamera. Von den Saugrobotern kennen wir schließlich noch LiDAR. Das Light Detection and Ranging System nutzt Laserstrahlen, um Entfernungen präzise zu messen und ein dreidimensionales Bild der Umgebung zu erstellen. Mammotion hat beim Luba mini nun erstmals alle drei kabellosen Systeme miteinander kombiniert. Je nach Lage entscheidet die KI-gesteuerte Maschine, welche Methode die gerade beste ist oder welcher Mix aus allen. Mit 144-Laserstrahlen und bis zu 200.000 Punktwolken pro Sekunde erstellt der Roboter eine detaillierte 3D-Karte des Gartens in Echtzeit. So soll wirklich in jedem Winkel, unter Bäumen und Gegenständen oder nah an Mauern eine exakte Navigation möglich sein.
Wer sich jetzt wundert, dass RTK mit an Bord, aber keine Antenne im Package ist: Die Chinesen nutzen 4G-Daten via oben beschriebener Sim-Card. Deren Nutzung ist erst einmal für ein halbes Jahr inklusive, danach muss weitere Verbindung dazugebucht werden. Alternativ kann allerdings auch eine reguläre RTK-Antenne verwendet werden, mit allen Vor- und Nachteilen dieser Lösung.
LUBA mini AWD LiDAR - Alles in einer App
Auch wenn der Luba an der Oberseite über einige haptische Knöpfe verfügt, wird er dennoch komplett über die App gesteuert. Die unterteilt sich in drei Unterbereiche. Wichtig ist da vor allem „Gerät“. Hier finden sich die gekoppelten Mäher und die grundlegenden Einstellmöglichkeiten. Der User hat die Wahl bei Schnitthöhe von 20 bis 60 Millimeter, drei Geschwindigkeiten der Messer-Rotation, Wahl der Fahrtgeschwindigkeit, Art des Wendens, Breite der Überlappung der Schnittbahnen oder auch die Einstellung des Schnittwinkels.

LUBA mini AWD LiDAR mit vielen Einstellmöglichkeiten in der App. Navigiert wird durch verschiedene Untermenüs, mitunter etwas unübersichtlich.
ScreenshotWährend die Auswahl und Anzahl der Möglichkeiten wirklich sehr gut ist, verliert sich die App bei einigen Punkten in Untermenüs, die nicht immer logisch sind. Manche Dinge lassen sich voreinstellen, andere erst, wenn man den Robo in Betrieb nimmt. Hier wäre eine Unterseite mit allen Einstellungen auf einen Blick wirklich wünschenswert. Auch die Karteneinstellung ist nicht wirklich detailliert. Da es möglich ist, über DepthSpace, sich die LiDAR-3-D-Punkteumgebung anzuschauen, hätte man auch einige Einzelheiten mehr auf der Map erwartet. So liefert die Darstellung lediglich einen groben Überblick über die einzelnen Mähzonen.
Mammotion LUBA mini AWD LiDAR - So mäht der Rasenbolide
Beim Fußball wie beim Rasenmähen - die Wahrheit liegt auf dem Platz. Und hier weiß der LUBA mini AWD LiDAR über weite Strecken wirklich zu begeistern. Ein erstes Aha heimst er schon beim Start ein. Denn die Maschine ist kaum zu hören. Damit sind alle Nutzungseinschränkungen für Sonn- und Feiertage oder nachts vom Tisch. Letzteren Einsatz ermöglicht nicht zuletzt eine Front-LED, die ausreichend Lichts ins Dunkle bringt. Nächster Pluspunkt: Obwohl die Schnittbreite 20 Zentimeter beträgt, kann der maximale Abstand zwischen den Bahnen nur zwölf betragen. Es wird also überlappend gemäht, sodass in der Fläche kein Gras stehen bleibt. Das Ergebnis ist wiederum beeindruckend, selbst, dann, wenn man nicht das hübsche Schachbrettmuster wählt.
Der Robo navigiert sich wirklich traumwandlerisch durchs Gelände und vermeidet selbst in der mittleren von drei möglichen Einstellungen zur Kollisionsvermeidung den Kontakt zu Objekten, egal ob Mauern, Gegenständen oder Tieren. Die Ausweichbewegung ist zwar noch nicht so knapp, wie sie mittlerweile manche Saugroboter hingekommen, die geradezu Pirouetten um Stuhlbeine fahren, aber deutlich exakter als bei unseren anderen Testkandidaten. Ist das Flächenmähen abgeschlossen, dreht der Luba, je nach Einstellung, noch einige Runden die Außengrenzen entlang. Auch hier fällt erfreulich auf, wie nah er sich an Mauern oder Kanten wagt. Abstürze wie beim Auto-Mapping gab es keine mehr. Gleiches gilt für Ausfälle der Navigation im dicht „besiedelten“ Gelände. Der Roboter erledigte zuverlässig seinen Dienst auch unter Bäumen und Tischen.
Sehr, sehr viel Licht, aber es gibt auch Schatten. Deutlich vermisst haben wir mitunter die Möglichkeit, der KI mitzuteilen, dass es sich nicht um Steigungen, sondern um Bewuchs handelt, der das Vorwärtskommen behindert. Kommt der Robo nämlich mit der Seite oder Rückfront (hier gibt es weder Kameras noch Stoßsensoren) in Kontakt mit Hindernissen, gibt die Maschine ordentlich Gas und überfährt dann alles, was sich im Weg befindet. Das Design des Frontspoilers begünstigt mitunter sogar Komplikationen, wenn ungünstig Strauchwerk zwischen Stoßstange und Hauptmaschine gelangt. Hier sollte man dringend per Update nachrüsten.
Mähroboter mit LiDAR - Akku und Arbeitsleistung
Mammotion hat dem LUBA mini AWD LiDAR einen 6,1 Ah-Akku verbaut. Der hält den 88-Watt-Schneidemotor inklusive des Vierradantriebes für rund zweieinhalb Stunden am laufen. Bei unseren Tests waren es sogar mitunter ein paar Minuten mehr. Für eine Rasenfläche von 213 Quadratmetern ohne viel Steigung, bei täglichem Mähen auf 45 Millimeter, brauchte der Robo im Schnitt 159 Minuten und schleppte sich dann mit den letzen Reserven (3 Prozent) zur Ladestation zurück. Das ist gut, wenngleich nicht wirklich schnell. Der Verbrauch steigt natürlich, wenn man die Messer auf höchster Drehzahl laufen lässt. Bei der säbelt der Luba problemlos und hörbar auch Gras deutlich über 60 Millimeter Höhe nieder. Somit geeignet auch für Flächen, die nicht jeden Tag beackert werden.

LUBA mini AWD LiDAR. Vierrad-Antrieb, 88-Watt-Motor und Formel-Design von oben und unten. Der „Spoiler“ vorn dient als Stoßstange, die Kontaktkräfte reduziert.
MammotionBeim beliebten Schachbrettmuster dann fährt der Mäher natürlich zwei Runden, was nicht ohne Zwischenladung geht. Die dauert exakt so lange wie die Betriebszeit, also zusammen 300 Minuten. Plus eine weiter Runde macht 450 Minuten oder siebeneinhalb Stunden. Da kann es dann schonmal dunkel werden. Mammotion gibt die maximale Mährange allerdings mit 1500 Quadratmetern an. Einfach gerechnet wäre der Robo damit den gesamten Tag unterwegs.
Mammotion LUBA mini AWD LiDAR - Weitere Features
Um noch einmal den Vergleich zu Saugrobotern zu bemühen, auch die Kameras des Luba lassen sich für die POV, also die Sicht von der Maschine aus, nutzen. Das ist ziemlich cool, wenn man auf dem Grundstück nach dem rechten sehen will und funktioniert via besagter 4G-Verbindung, sollte sich der Mäher außerhalb des WLANs befinden, weltweit. Und ebenso lässt sich der Robo, wie schon bei der manuellen Kartierung beschrieben, per Hand steuern. Das macht Sinn, um an Stellen zu gelangen, die aus welchen Gründen auch immer ausgelassen wurden oder automtisch nicht befahren werden können.
Darüber hinaus lässt sich der LUBA mini AWD LiDAR über Google oder Amazon ins smart home integrieren, per Stimme aus dem Wohnzimmer aktivieren oder in Routinen eingebauen. Dank der Sim-Card ist er zudem trackbar, was ein nicht zu vernachlässigender Sicherheitsaspekt ist. Ein Sperr-Pin hingegen gibt es nicht. Natürlich erfolgen alle Systemnachrichten per Sprachansage in Deutsch, allerdings in nicht wirklich nachbarschaftstauglicher Lautstärke, die sich nicht ändern lässt. Wir haben daher dieses Feature abgestellt und uns mit den Push-Nachrichten von der App übers Handy, die dann auch auf die Smart-Watch übertragen wurden, begnügt.
In Sachen Sicherheit warnt der Roboter trotzdem per Sprache, wenn er angehoben wird, schaltet dann die Mäheinheit aus. Wird diese in Betrieb genommen, warnt ein akustischer Countdown, der mit dem Geräusch sich kreuzender Klingen ziemlich eindrucksvoll zuende kommt.
LUBA mini AWD LiDAR - Kosten und Zusammenfassung
Insgesamt macht der Mammotion LUBA mini AWD LiDAR einen wirklich tollen Job, ist leicht zu bedienen und liefert zuverlässige und gründliche Arbeit ab. Da diese besonders leise erfolgt, steht einem Einsatz rund um die Uhr theoretisch nichts entgegen. Diese Zeit allerdings braucht er auch, wenn die maximal mögliche Fläche rasiert werden soll. Die Navigation ist dank der Dreifaltigkeit aus 4G, LiDAR und Kamera wirklich traumhaft, die Hindernisvermeidung im Prinzip auch, wären da nicht die einzelnen Unfälle in besonderen, aber nicht immer vermeidbaren Situationen. Bei der Kantenarbeit gehört dieser Mammotion ganz sicher zum Besten, was derzeit zu haben ist. Zusatzfeatures wie Einbindung ins smart home oder die individuelle Steuerung per Kamera sind nette Gimmicks, die das Gerät noch ein wenig aufwerten. Alles Gründe, sich einmal vor Technik und Entwicklern zu erheben.
Hinsetzen sollte man sich allerdings, wenn es an die Preisfrage geht. 2299 Euro UVP ruft Mammotion derzeit für den LUBA mini AWD LiDAR. Das ist mal ein Brett. Und noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn die durchaus nützlich wie ausreichende, wenngleich aber eher weniger robuste Garage kommt mit knapp 200 Euro noch dazu. Und nach einem halben Jahr die Frage, eine RTK-Antenne zu erwerben oder die 4G-Verlängerung zu kaufen für 35 Euro das halbe oder 50 Euro das ganze Jahr. Das subsummiert sich auf schlappe drei Tausender für die nächsten fünf Jahre. Damit wäre man dann auch preislich in der Königsklasse angekommen.
LUBA mini AWD LiDAR - Test-Fazit
Der LUBA mini AWD LiDAR macht nicht nur optisch mit seiner Ähnlichkeit zu einem Formel-Rennwagen was her. Er hat auch Rasen und Grundflächen bis 1500 Quadratmeter fest im Griff, ist leise und vor allem gründlich. Die Steuerung per App funktioniert gut, gleichwohl die Applikation etwas aufgeräumter sein könnte. Und bei der Navigation dürfte er dank LiDAR, 4G und Kamera die Nase im Bewerberfeld ganz weit vorn haben. Das gilt dann allerdings auch für den Preis des smarten Allraders.
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