„Das macht doch abhängig!“
: Warum Kritik an Lippenpflegestiften oft übertrieben ist

Gerade jetzt im Winter sind viele Menschen dankbar über die Möglichkeit, einen Pflegestift zu benutzen. Allerdings wird der Gebrauch oft verpönt. Wir verraten euch, ob an den „nervigen“ Sprüchen was dran ist.
Von
Judith Müller
Berlin
Jetzt in der App anhören
Wenn trockene Lippen spannen, hilft oft ein Pflegestift. Aber meistens gibt es Menschen, die uns sagen wollen, wie wir diese anwenden sollen.

Wenn trockene Lippen spannen, hilft oft ein Pflegestift. Aber meistens gibt es Menschen, die uns sagen wollen, wie wir diese anwenden sollen.

picture alliance/dpa/dpa-tmn
  • Lippenpflege im Winter ist wichtig gegen Kälte, Wind und trockene Luft.
  • Suchtgefahr durch Lippenpflegestifte ist ein Mythos.
  • Natürliche Inhaltsstoffe wie Sheabutter und Jojobaöl helfen effektiv.
  • Zwei- bis dreimalige Anwendung täglich reicht meist aus.
  • UV-Schutz ist auch im Winter wichtig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das kennt ihr sicher: Kaum holt ihr euren Lippenpflegestift aus der Tasche, gibt es jemanden, der behauptet: „Das macht doch nur süchtig!“ oder „Das brauchst du gar nicht so oft!“ Doch warum greifen wir gerade im Winter besonders häufig zur Lippenpflege – und was ist wirklich dran an der Kritik? Hier kommt der Faktencheck.

Warum wir im Winter öfter Lippenpflege brauchen

Im Winter leiden die Lippen besonders: Kälte, Wind und trockene Heizungsluft setzen der dünnen Haut zu. Ohne eigene Talgdrüsen sind die Lippen nicht in der Lage, sich selbst zu schützen, was zu Trockenheit, Rissen und sogar Schmerzen führen kann. Da ist es kein Wunder, dass viele von uns gerade jetzt öfter zum Pflegestift greifen. Doch was sagen die Kritiker?

Behauptung 1: Lippenpflegestifte machen süchtig

Oft heißt es, wer einmal anfängt, Lippenpflege zu nutzen, könne gar nicht mehr aufhören.

Faktencheck:

Das ist ein Mythos. Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Lippenpflege süchtig macht. Trockene Lippen entstehen oft, wenn das Produkt nicht ausreichend pflegt. Mit hochwertigen Inhaltsstoffen wie Sheabutter oder Jojobaöl könnt ihr Trockenheit effektiv verhindern – ganz ohne „Abhängigkeit“.

Behauptung 2: Im Winter ist Lippenpflege überflüssig

Einige behaupten, die Lippen kämen auch ohne zusätzliche Pflege klar.

Faktencheck:

Falsch! Gerade im Winter ist die Lippenhaut extrem belastet. Ohne Schutz trocknet sie aus und reißt leichter. Pflege mit natürlichen Inhaltsstoffen hilft, Feuchtigkeit einzuschließen und die Hautbarriere zu stärken – ein Muss in der kalten Jahreszeit.

So schützt ihr eure Lippen im Winter richtig

1. Das passende Produkt wählen: Natürliche Pflege mit Bienenwachs oder pflanzlichen Ölen ist besonders wirksam.

2. Nicht überpflegen: Zwei- bis dreimal täglich reicht für gewöhnlich aus. Aber es ist auch nicht direkt schädlich, wenn ihr an manchen Tagen öfter zum Labello greift. Wirklich nicht.

3. Viel trinken: Auch Feuchtigkeitsmangel im Körper macht die Lippen trocken.

4. UV-Schutz nutzen: Gerade im Schnee schützt ein Lichtschutzfaktor vor UV-Strahlung.

Unser Ergebnis: Im Winter kein Grund zur Kritik

Vor allem im Winter sind Lippenpflegestifte keine unnötige Spielerei, sondern ein wichtiger Schutz für die empfindliche Haut. Lasst euch von nervigen Kommentaren nicht verunsichern: Mit der richtigen Pflege macht ihr alles richtig – und eure Lippen werden es euch danken!