Zwischenfall im Roten Meer: Chinesischer Laser-Angriff auf deutsches Flugzeug

Ein Bundeswehr-Aufklärungsflugzeug vom Typ Tornado (Symbolbild).
Harald Tittel/Picture Alliance- Deutsches Aufklärungsflugzeug im Roten Meer von chinesischem Laser erfasst – Vorfall Anfang Juli.
- Berlin reagiert: Chinas Botschafter Deng Hongbo einbestellt – scharfes diplomatisches Signal.
- Einsatz im Rahmen der EU-Mission Eunavfor Aspides gegen Huthi-Miliz – Schutz der Handelsroute.
- Chinesisches Kriegsschiff soll Laser auf die deutsche Maschine gerichtet haben – Drohgebärde.
- Huthi-Miliz greift Handelsschiffe und Israel an – enge Verbindung zu Iran und „Achse des Widerstands“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Während der EU-Mission Eunavfor Aspides gegen die Huthi-Miliz im Roten Meer ist ein deutsches Flugzeug nach Angaben des Auswärtigen Amtes von China per Laser ins Visier genommen worden. Wie das Auswärtige Amt im Onlinedienst X weiter mitteilte, wurde wegen des Vorfalls am Dienstag der chinesische Botschafter einbestellt. „Die Gefährdung von deutschem Personal und Störung des Einsatzes sind vollkommen inakzeptabel“, hieß es weiter.
Vor diesem Hintergrund habe man den chinesischen Botschafter Deng Hongbo heute einbestellt, hieß es weiter. Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert. Details des Vorfalles wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agnetur ereignete sich der Vorfall Anfang Juli, als ein deutsches Flugzeug zu einem Überwachungsflug über dem Seegebiet unterwegs war. Dabei wurde festgestellt, dass von einem chinesischen Kriegsschiff aus ein Laser auf die Maschine gerichtet wurde. Das Anstrahlen mit einem Laser gilt im Militär mindestens als Drohgebärde.
Schutz für Handelsroute im Roten Meer
An der EU-geführten Operation Eunavfor Aspides im Roten Meer nehmen bis zu 700 deutsche Streitkräfte teil. Der Einsatz soll die wichtige Handelsroute gegen Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz schützen, die seit Beginn des Gaza-Kriegs Handelsschiffe attackiert. Ende Januar hatte der Bundestag die deutsche Beteiligung an der Mission verlängert.
Die Huthis greifen immer wieder Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden sowie Ziele in Israel mit Drohnen und Raketen an. Die Miliz zählt sich neben der im Gazastreifen herrschenden Hamas und der Hisbollah im Libanon zu der vom Iran angeführten und gegen Israel und die USA gerichteten „Achse des Widerstands“.

