Weihnachtsmärkte
: Merz fordert bundesweite Sicherheitsstandards

Vor dem Start der Adventszeit fordert Kanzler Merz bundesweit einheitliche Sicherheitsstandards für Weihnachtsmärkte. Anlass ist das Attentat von Magdeburg im vergangenen Jahr.
Von
afp/dpa
Halle
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Aufbau Oldenburger Weihnachtsmarkt: 17.11.2025, Niedersachsen, Oldenburg: Zufahrtssperren sichern den Schloßplatz, auf dem der Weihnachtsmarkt aufgebaut wird. Der Lamberti-Markt wird vom 25.11. bis zum 22.12.2025 geöffnet sein. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zufahrtssperren sichern den Schloßplatz, auf dem der Oldenburger Weihnachtsmarkt aufgebaut wird.

Sina Schuldt/dpa

Vor dem Beginn der Adventszeit hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für bundesweit einheitliche Regeln für den Schutz von Weihnachtsmärkten ausgesprochen. Die Bundesregierung sei „sehr bemüht, dass wir hier auch zu gemeinsamen Standards kommen, sodass die Weihnachtsmärkte stattfinden können“, sagte Merz am Dienstag nach seinem Antrittsbesuch in Sachsen-Anhalt in Halle an der Saale. „Ich wünsche mir das ausdrücklich auch für die Stadt Magdeburg“, sagte Merz.

In der Hauptstadt Sachsen-Anhalts jährt sich am 20. Dezember zum ersten Mal das Weihnachtsmarkt-Attentat mit sechs Toten und mehr als 300 Verletzten. Wegen Sicherheitsbedenken war zuletzt noch unklar, ob der diesjährige Weihnachtsmarkt wie geplant am Donnerstag dieser Woche eröffnen darf. Das zuständige Landesverwaltungsamt erteilte zunächst keine Genehmigung. Diese könnte aber noch kommen, nachdem die Stadt das Schutzkonzept verschärfte.

Keine Märkte ohne umfassendes Sicherheitskonzept

„Mich beschwert das sehr, dass wir mittlerweile selbst in kleineren Städten Weihnachtsmärkte nicht mehr ohne ein umfassendes Sicherheitskonzept durchführen können“, sagte Merz. Für den Weihnachtsmarkt in Magdeburg wünsche er sich, dass es zu einer Einigung kommt und der Markt stattfinden kann.

Merz betonte, dass der Schutz der Weihnachtsmärkte „eine Aufgabe der jeweiligen Landespolizei“ sei. Das sei keine Aufgabe, die der Bund leisten könne. „Aber wir unterstützen natürlich jede Form der Koordinierung und der Abstimmung der Sicherheitskonzepte, weil wir dieses Problem (...) in allen Ländern in Deutschland haben.“ Merz kündigte an, bei einem Gedenkgottesdienst in Magdeburg „wenige Tage vor Weihnachten“ eine Rede zu halten.

In Deutschland waren im vergangenen Jahr mehr als 7000 Weihnachtsmärkte angemeldet. Trotz des Anschlags in Magdeburg im vergangenen Jahr wurden in diesem Jahr nur in Einzelfällen Weihnachtsmärkte abgesagt - so in Overath bei Köln, weil dort kein Etat für Sicherheitsmaßnahmen mehr zur Verfügung stand.