Virus in Brandenburg
: Erleichterung! Verdachtsfall von Maul- und Klauenseuche bestätigt sich nicht

Noch in der Nacht haben Experten Proben ausgewertet. Bestätigt sich der neue Verdachtsfall? Die Ergebnisse stimmen vorsichtig optimistisch.
Von
dpa
Berlin
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Ausbruch der Maul- und Klauenseuche

Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg.

Patrick Pleul/dpa
  • Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Barnim bestätigt sich nicht.
  • Bundesagrarminister Cem Özdemir informiert: Keine weiteren Fälle bekannt.
  • Experten untersuchen weiterhin die Ursprung des Ausbruchs.
  • Landwirte werden für getötete Tiere entschädigt.
  • Erste Fälle seit über 35 Jahren in Deutschland, Ursprung in Hönow.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Aufatmen am Freitagmorgen: Der Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Barnim hat sich nach Angaben von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) nicht bestätigt. „Der Stand ist heute, dass es keinen zweiten weiteren positiven Fall gibt“, sagte Özdemir am Morgen im Deutschlandfunk.

Auch das Brandenburger Landwirtschaftsministerium teilte kurze Zeit später mit, der Verdacht in einem Ziegenbestand habe sie nicht bestätigt. „Somit gibt es keinen weiteren Ausbruch der MKS und auch keine weitere Ausbreitung dieser Tierseuche.“ Für Menschen ist die MKS ungefährlich.

Laboruntersuchungen liefen in der Nacht weiter

Nach Angaben von Özdemir hatten Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts noch in der Nacht die Untersuchung vorgenommen. Die Ziege sei frei von Maul- und Klauenseuche. Damit bleibe es bei dem einen bekannten Ausbruch. „Deutschland ist weiterhin nicht maul- und klauenseuchenfrei, aber immerhin die Tierseuche hat sich Stand heute nicht ausgebreitet“, fügte Özdemir hinzu. 

Ursprung immer noch nicht geklärt

Der Verdachtsfall war am Mittwoch im Landkreis Barnim aufgetreten. Von den betroffenen Tieren wurden nach Angaben eines Sprechers unverzüglich Proben genommen. 

Nach wie vor gibt es offene Fragen. Die Ursache des Ausbruchs sei immer noch nicht klar, sagte Özdemir. „Auch diese Information brauchen wir dringend.“

Die Sorge sei weiterhin groß, so der Grünen-Politiker. Solange Deutschland international noch nicht wieder den Status habe, MKS-frei zu sein, dürfe es bei den Maßnahmen kein Nachlassen geben. Es müsse alles dafür getan werden, damit die Länder, die deutsche Produkte kauften, wieder Vertrauen hätten.

Landwirte sollen für Tötungen entschädigt werden

„Was die Landwirte angeht, muss klar sein: Kein Hof sollte aufgeben müssen wegen der Maul- und Klauenseuche.“ Den Angaben des Ministers zufolge entschädigen die Tierseuchenkassen der Bundesländer unmittelbar für getötete Tiere und den Abtransport. „Wenn es zu weiteren Ausbrüchen kommt und wir dann eine Krise von nationalem Ausmaß bekommen, dann sind wir alle gefordert.“

In der vergangenen Woche war die Maul- und Klauenseuche (MKS) erstmals seit mehr als 35 Jahren in Deutschland ausgebrochen. Die für Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde bei einer Wasserbüffel-Herde in Hönow im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland entdeckt. Seitdem hatte es keinen weiteren bestätigten Fall gegeben.