Verhandlungen zu möglichem Kriegsende: Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort

Die Hochhäuser der Skyline von Abu Dhabi.
Sina Schuldt/dpa- Ukrainer und Russen setzen an diesem Sonntag Verhandlungen in Abu Dhabi fort.
- Ort und Zeitpunkt bleiben offen; Gespräche ohne US-Unterhändler Steve Witkoff.
- Friedensabkommen nicht in Sicht; Territorialfrage Donbass weiter strittig.
- Ukraine lehnt Gebietsabtretungen ab; Delegation führt Rustem Umjerow.
- Russland pausiert Angriffe auf Energieanlagen bis Sonntag; Feuerpause begrenzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ukrainer und Russen wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre vor einer Woche nach langer Zeit begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigten den Termin zwar, nannten aber weder - wie vorige Woche - einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Vor einer Woche liefen die Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit und unter Vermittlung der USA mit ihrem Chefunterhändler Steve Witkoff. Diesmal verhandeln die Kriegsparteien ohne US-Vertreter.
Zwar sprachen die Verhandlungsteams immer wieder von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht. Vor allem ist weiter die für Moskau zentrale Territorialfrage offen. Russland verlangt, dass sich die Ukraine auch aus jenen Teilen des Donbass zurückzieht, die weiter von Kiew kontrolliert werden. Präsident Selenskyj hatte solche Gebietsabtretungen wiederholt abgelehnt.
An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.
Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen nach einer Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zeitweilig abzusehen. Angriffe auf andere Ziele wurden fortgesetzt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die begrenzte Feuerpause nur bis zu diesem Sonntag gelte, um für die Verhandlungen eine gute Grundlage zu schaffen. Die Ukraine wehrt sich seit bald vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.

