Wahlgeschichte der USA
: Welche sind die knappsten Wahlergebnisse?

Der Wahlkampf um die nächste Präsidentschaft dauert über Monaten hinweg an. Welche die knappsten Wahlergebnisse waren, erfahrt ihr hier.
Von
Lea Lange
Washington D.C.
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Wer macht das Rennen ums Weiße Haus? Und welches sind die knappsten Wahlergebnisse der Geschichte?

Wer macht das Rennen ums Weiße Haus? Und welches sind die knappsten Wahlergebnisse der Geschichte?

Michael Forster/dpa
  • Die US-Präsidentschaftswahlen waren oft knapp; Hayes siegte 1876 mit nur 0,2 % Vorsprung.
  • 2000 gewann George W. Bush gegen Gore mit 1 % Differenz.
  • 1796 setzte sich John Adams mit 2,2 % vor Jefferson durch.
  • Wilson besiegte Hughes 1916 mit 4,4 % Vorsprung.
  • Die Wahl 2024 steht bevor; Spitzenkandidaten sind Trump und Harris.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Wahlkampf um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten ist erbittert und es treten einige Kandidaten gegeneinander an. Dieser wird sogar live im TV ausgestrahlt. Am 5. November 2024 wird der 47. US-Präsident gewählt. Die Spitzenkandidaten sind der Republikaner Donald Trump und die Demokratin Kamala Harris. Bei welchen Wahlen war das Ergebnis zwischen zwei Kontrahenten am knappsten? Wir haben im Folgenden einige davon aufgelistet:

Die knappsten US-Wahlergebnisse – Rutherford Hayes und Samuel Tilden

Rutherford Hayes, Samuel Tilden sowie Peter Cooper aus der „Greenback Party“ kämpften 1876 um die US-Präsidentschaft. Dabei rückten vor allem die Republikaner und Demokraten in den Fokus, da Cooper keine der Wahlleutestimmen erhielt. Es war also ein Kampf zwischen Hayes, der 185 von 369 Stimmen, also 50,1 Prozent und Tilden. Insgesamt stimmten 184 Wahlleute (49,9 Prozent) für Tilden. Somit verlor er nur um 0,2 Prozent.

Georg W. Bush und Albert Gore Jr.

Im Jahr 2000 traten einige Kandidaten gegeneinander an, darunter Harry Browne (Liberalen), Patrick Buchanan (Reformpartei), Winona LaDuke (Grünen). An der Spitze standen Albert Gore Jr. (Demokrat) und George W. Bush (Republikaner). Gore erhielt 266 von 538 Stimmen, was 49,4 Prozent entspricht. Somit verlor er um 1 Prozent gegen Bush, welcher 271 Wahlleutestimmen, also 50,4 Prozent auf seiner Seite hatte. Er wurde im Jahr 2001 zum 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt.

John Adams und Thomas Jefferson

Während der Präsidentschaftskandidatur 1796, nahmen nicht alle Staaten, die heute zur USA zählen teil. Denn seit der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung 1776 sind erst 20 Jahre vergangen. Somit waren lediglich die Staaten Connecticut, Delaware, Georgia, Kentucky, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, Tennessee, North Carolina, South Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, Vermont und Virginia dabei. Damals waren John Adams und Thomas Jefferson die Spitzenkandidaten der Föderalisten und Demokratisch-Republikanischen Partei. John Adams ging in dieser Runde als Sieger hervor und konnte 71 von 261 Stimmen (51,4 Prozent) für sich gewinnen, während Thomas Jefferson 68 Wahlleute (49,3 Prozent) auf seiner Seite hatte und mit 2,2 Prozent weniger Stimmen verlor. Es gab noch fünf weitere Kandidaten, die insgesamt 122 Wahlleutestimmen erhielten.

Woodrow Wilson und Charles Hughes

Woodrow Wilson (Demokrat), Charles Hughes (Republikaner), Allan Benson (Sozialist) und James Hanly (Prohibitionist) traten 1916 gegeneinander an, wobei der Demokrat und Republikaner sämtliche Wählerstimmen erhielten. Hughes konnte 254 von 531 Wahlleutestimmen (47,8 Prozent) einholen, während Wilson insgesamt 277 von 531 Stimmen (52,2 Prozent) erhielt. Er gewann mit einem Prozentsatz von 4,4 Prozent und wurde zum 28. US-Präsidenten.

Die knappsten US-Wahlergebnisse – Alle Zahlen im Überblick

Um eine bessere Übersicht der Zahlen zu geben, haben wir sie nochmals für Sie aufgelistet:

Rutherford Hayes und Samuel Tilden

  • Rutherford Hayes: 185 von 369 Stimmen (50,1 Prozent)
  • Samuel Tilden: 184 von 538 Stimmen (49,9 Prozent)

George W. Bush und Albert Gore Jr.

  • George W. Bush: 271 von 538 Stimmen (50,4 Prozent)
  • Albert Gore Jr.: 266 von 538 Stimmen (49,4 Prozent)

John Adams und Thomas Jefferson

  • John Adams: 71 von 261 Stimmen (51,5 Prozent)
  • Thomas Jefferson: 68 von 261 Stimmen (49,3 Prozent)

Woodrow Wilson und Charles Hughes

  • Woodrow Wilson: 277 von 531 Stimmen (52,2 Prozent)
  • Charles Hughes: 254 von 531 Stimmen (47,8 Prozent)

Quellen:

uselectionatlas.org: United States Presidential Election Results