US-Sicherheitsgarantien: Selenskyj spricht von „historischer“ Entscheidung

Alle Augen sind auf Trump, Selenskyj und Putin gerichtet.
Morissard/Bednyakov/AP/dpa- Selenskyj nennt von Trump angedachte US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine „historisch“.
- Garantien sollen Schutz zu Lande, Luft und See bieten und mit Europa abgestimmt werden.
- Trump unterstützt laut Berichten Gebietsansprüche Russlands in Donezk und Luhansk.
- Ukraine lehnt Gebietsabtretungen ab; Verhandlungen mit internationalen Spitzenpolitikern geplant.
- Treffen in Washington: Trump, Selenskyj, Merz, Macron, von der Leyen, Starmer und Rutte beraten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die offenbar von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten US-Sicherheitsgarantien für sein Land als „historische“ Entscheidung bezeichnet. „Sicherheitsgarantien müssen als Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit wirklich sehr praktisch sein, Schutz zu Lande, in der Luft und auf See bieten und unter Beteiligung Europas entwickelt werden“, erklärte Selenskyj am Sonntagabend in Onlinediensten.
Videokonferenz mit Verbündeten
Zuvor hatte der ukrainische Staatschef an einer Videokonferenz mit den Verbündeten in der „Koalition der Willigen“ teilgenommen. Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni hat Trump sich für US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Rahmen einer Lösung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ausgesprochen.
Laut von der Leyen und Meloni könnte es sich dabei um eine Beistandsgarantie nach dem Vorbild der Nato handeln. Artikel 5 des Bündnisvertrages sieht vor, dass bei einem Angriff auf eines der Mitgliedsländer die anderen Mitglieder Beistand leisten. Eine ähnliche Regelung könnte für die Ukraine gelten, ohne dass das Land der Nato beitritt.
Bei seinem Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag im US-Bundesstaat Alaska hatte Trump nach Angaben aus Verhandlungskreisen die Forderung des Kreml-Chefs unterstützt, dass Russland die vollständige Kontrolle über die bislang nur teilweise von den Moskauer Truppen besetzten ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk übernimmt. Zugleich soll demnach der Frontverlauf in den weiter südlich gelegenen Gebieten Saporischschja und Cherson eingefroren werden.
Die Ukraine lehnt bisher jegliche Gebietsabtretungen strikt ab. Am Montag empfängt Trump in Washington zunächst Selenskyj, bevor dann im Weißen Haus in größerer Runde mit mehreren europäischen Spitzenpolitikern weiter über die Ukraine beraten wird. Teilnehmen werden unter anderen Merz, von der Leyen, der französische Präsident Emmanuel Macron, der britische Premier Keir Starmer und Nato-Generalsekretär Mark Rutte.
