US-Kongresswahlen: Spannende Wahlnacht und vielleicht langes Bangen – Was bringen die Midterms?

US-Midterms - Sonnenaufgang hinter dem Kapitol: Geht für die Demokraten die Sonne auf und für die Republikaner unter?
J. Scott Applewhite/AP/dpa- In den USA stehen Midterms an – es geht um Mehrheiten im Repräsentantenhaus und Senat.
- Ergebnisse fürs Repräsentantenhaus könnten in der Nacht vorliegen, der Senat dürfte länger dauern.
- Engpässe möglich: Briefwahl, Klagen und Neuauszählungen können die Auszählung verzögern.
- Besonders umkämpft sind Texas, Michigan, South Carolina, Kansas und Alaska.
- In Alaska sorgt ein Namensgleichheit-Streit um Dan Sullivan für mögliche Anfechtungen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Es wird eine spannende Wahlnacht in den USA, auf die ein banges Warten folgen könnte. Bei den Midterms am Dienstag (3. November) geht es um die künftigen Mehrheiten in beiden Kongresskammern. Während schnell feststehen könnte, ob die Demokraten das Repräsentantenhaus von den Republikanern von Präsident Donald Trump zurückerobern, könnte es deutlich länger dauern, bis die Mehrheit im Senat klar ist.
Der Wahltag und das Repräsentantenhaus
Die ersten Wahllokale öffnen am Dienstag um 6 Uhr morgens (Ortszeit; 12 Uhr MEZ) im Osten der USA. Die letzten schließen am Mittwoch im nordwestlichen Bundesstaat Alaska zwischen 6 Uhr und 7 Uhr früh MEZ.
Nach Schließung der Wahllokale geben die großen US-Sender am Abend – in Deutschland in der Nacht zum Mittwoch (4. November) – die Sieger in einzelnen Rennen bekannt. Sollten die Demokraten eine deutliche Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen, dürften US-Medien das im Verlauf des späten Abends oder in der Nacht verkünden.
Was geschieht in der Wahlnacht?
Es ist theoretisch aber auch möglich, dass dies in der Wahlnacht noch nicht geschieht, weil das Rennen insgesamt so eng ausfällt, dass es auf jedes oder fast jedes Abgeordnetenmandat ankommt. Das Auszählen von Stimmzetteln ist in den USA häufig sehr zeitaufwendig, unter anderem bei Briefwahlstimmen.
Möglich sind auch Klagen gegen Ergebnisse in einzelnen Wahlkreisen sowie automatische oder von Kandidaten verlangte Neuauszählungen bei sehr knappen Ergebnissen.
Mögliche Hängepartie im Senat
Besonders viel Zeit könnte in diesem Jahr vergehen, bis die künftige Senatsmehrheit feststeht. Das liegt daran, dass für den künftigen Senat wie bisher sehr knappe Mehrheitsverhältnisse erwartet werden. Außerdem haben mehrere wichtige Rennen laut Umfragen keinen klaren Favoriten – etwa in den Bundesstaaten Texas, Michigan, South Carolina oder Ohio.
Eine Sonderrolle spielt diesmal Alaska: Trump will das Ergebnis dort anfechten. Grund ist ein kurioser Streit um zwei gleichnamige Senatskandidaten namens Dan Sullivan. Die „New York Times“ hatte berichtet, die Demokraten hätten gezielt einen Namensvetter des republikanischen Senators Dan Sullivan rekrutiert, der sich um seine Wiederwahl bewirbt.
Mit dem doppelten Dan Sullivan auf dem Wahlzettel wollten sie dem „echten“ Sullivan Stimmen abluchsen - und der demokratischen Bewerberin Mary Peltola zum Sieg verhelfen. Die Demokraten bestreiten Trumps Vorwurf des „Wählerbetrugs“.
Besonders spannende Rennen im Senat
Die Ergebnisse in Texas, Michigan, South Carolina und Kansas werden diesmal mit besonders großer Spannung erwartet.
- Texas: Im Südstaat könnte der Demokrat James Talarico erstmals seit gut drei Jahrzehnten einen Senatsposten für seine Partei holen. Er tritt gegen den Trump-Verbündeten Ken Paxton an. Ein Sieg Talaricos wäre eine politische Sensation.
- Kansas: Der demokratische Priester Adam Hamilton fordert in dem Staat im Mittleren Westen den von Trump unterstützten Republikaner Roger Marshall heraus. In Kansas war es einem Demokraten seit 1932 nicht mehr gelungen, einen Senatsposten zu erringen. Deshalb wäre auch ein Sieg Hamiltons ein Coup für die Demokraten.
- Michigan: Der linksgerichtete Demokrat Abdul El-Sayed tritt in dem nördlichen Bundesstaat gegen den früheren republikanischen Kongressabgeordneten Mike Rogers an. Sollte El-Sayed siegen, würde dies dem linken Lager der Demokraten weiter Auftrieb geben.
- South Carolina: Die politisch unerfahrene Republikanerin Darline Graham will dort den Senatorenposten ihres im Juli verstorbenen Bruders Lindsey Graham gegen die Demokratin Annie Andrews verteidigen. Eine Niederlage Grahams wäre ein Dämpfer für Trump, der sich persönlich für sie eingesetzt hatte.
Der neue Kongress kommt erstmals am 3. Januar zusammen. (mit AFP/dpa)


