Unruhen im Iran
: Teheran warnt Trump vor militärischem Eingreifen

Trotz massiver Drohungen gehen Proteste in vielen Städten weiter. Beobachter gehen bereits von fast 200 Toten aus und vielen Verhaftungen.
Von
dpa und afp
Teheran
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Proteste im Iran

Proteste erfassen viele Städte im Iran

Uncredited/UGC/dpa
  • Proteste im Iran trotz hartem Durchgreifen der Behörden – fast 200 Tote laut Iran Human Rights (IHR).
  • Polizei meldet zahlreiche Festnahmen; Videos zeigen Demonstrationen trotz Internetsperre.
  • Parlamentspräsident Ghalibaf droht Demonstrierenden und warnt vor US-Militärintervention.
  • Trump erwägt militärisches Eingreifen, ließ sich über Optionen informieren, Entscheidung offen.
  • EU und Reza Pahlavi unterstützen Demonstrierende, Wadephul fordert Terror-Einstufung der Revolutionsgarden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Iran gehen die Massenproteste trotz des harten Durchgreifens der Behörden weiter. Fast 200 Menschen sollen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Im Iran gehen die Massenproteste trotz des harten Durchgreifens der Behörden weiter. Fast 200 Menschen sollen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) getötet worden sein. Unter Umgehung einer landesweiten Internetsperre veröffentlichte Videos zeigen große Menschenmengen bei Demonstrationen in mehreren Städten des Landes. Die Polizei meldete am Sonntag zahlreiche Festnahmen.
(IHR) getötet worden sein. Unter Umgehung einer landesweiten Internetsperre veröffentlichte Videos zeigen große Menschenmengen bei Demonstrationen in mehreren Städten des Landes. Die Polizei meldete am Sonntag zahlreiche Festnahmen.

Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf drohte den Demonstrierenden mit Vernichtung. Mit ihrem Protest wollten sie eine Grundlage für eine Militärintervention der USA schaffen wollen. Auch den USA kündigte er im Falle eines militärischen Eingreifens Vergeltung an. US-Militärstützpunkte in der Region und die US-Schifffahrt wären dann „legitime Ziele“, sagte er vor dem Parlament.

US-Präsident lässt sich über militärische Optionen informieren

US-Präsident Trump hatte wiederholt mit einem militärischen Eingreifen gedroht, falls die iranischen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen die Demonstranten vorgingen. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge wurde der US-Präsident bereits über Optionen für militärische Angriffe auf den Iran informiert, hat aber noch nicht über eine mögliche Militäraktion entschieden. Die USA hatten bereits im Juni im Zuge eines zwölftägigen Krieges zwischen dem Iran und Israel Atomanlagen im Iran bombardiert.

Der in den USA lebende Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, rief die Demonstrierenden auf, ihre Proteste fortzusetzen, aber zum eigenen Schutz Seitenstraßen zu meiden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilte „die gewaltsame Unterdrückung der rechtmäßigen Demonstrationen“ im Iran und versicherte, die Europäische Union stehe „voll“ hinter den Demonstrierenden. Außenminister Johann Wadephul, der am Montag in Washington erwartet wird, will sich dort auch über Pläne der US-Regierung informieren. Auch sprach er sich für die Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation aus