Um Radfahrer zu schützen: Regierung plant Warnsystem-Pflicht für Autotüren

Vor wenigen Wochen hatte der Fall der „Traumschiff“-Schauspielerin Wanda Perdelwitz für Aufsehen gesorgt, die nach einem „Dooring“-Unfall starb.
Christin Klose/dpa-mag/dpa- Bundesregierung plant verpflichtende Türwarnsysteme, um „Dooring“-Unfälle zu verhindern.
- Radfahrer, die nahe an parkenden Autos fahren, sind besonders gefährdet.
- ADFC begrüßt die Pläne und fordert seit Jahren solche Sicherheitssysteme.
- Fall der Schauspielerin Wanda Perdelwitz sorgte für Aufmerksamkeit nach tödlichem Unfall.
- Polizei erfasst keine separate Statistik zu „Dooring“-Unfällen, Häufigkeit bleibt unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Radfahrer sollen künftig besser vor schweren Unfällen durch plötzlich geöffnete Autotüren geschützt werden. Die Bundesregierung plant, Türwarnsysteme in Fahrzeugen verpflichtend vorzuschreiben, um sogenannte „Dooring“-Unfälle zu verhindern, wie die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtete. „Die Bundesregierung bearbeitet dieses Thema mit hoher Priorität“, zitierte die Zeitung eine Sprecherin von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU).
Radfahrer, „die dicht an parkenden Fahrzeugen vorbeifahren“, seien besonders gefährdet, sagte sie demnach weiter. „Um solche Unfälle zu vermeiden, plant die Bundesregierung die verpflichtende Einführung von Assistenzsystemen wie der Türöffnungswarnung.“
ADFC begrüßt den Plan
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte den Plan. Man fordere seit Jahren, „dass die Ausstattung bei Kraftfahrzeugen mit einem Türöffnungswarnsystem und mit automatischem Stoppsystem zur Pflicht wird“, sagte die politische Geschäftsführerin Caroline Lodemann der Zeitung.
Dooring-Unfälle führen häufig zu schweren Verletzungen, etwa wenn das Ausweichmanöver zur Kollision mit einem anderen Fahrzeug führt. Allerdings gibt es laut ADFC keine separate Kategorie für die polizeiliche Erfassung. Über die Häufigkeit solcher Vorfälle gibt es daher keine belastbaren Statistiken.
Vor wenigen Wochen hatte der Fall der „Traumschiff“-Schauspielerin Wanda Perdelwitz für Aufsehen gesorgt, die nach einem „Dooring“-Unfall starb. Ein 28-jähriger Beifahrer hatte den Ermittlungen zufolge am 28. September im Hamburger Stadtteil Rotherbaum die Tür eines haltenden Transporters von innen geöffnet - mutmaßlich ohne auf den Radverkehr zu achten. Die 41-Jährige sei dabei mit ihrem Fahrrad gegen die Tür geprallt, schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben.
