Ukrainekrieg
: Vizechef der russischen Flotte getötet

Ein hochrangiger russischer Militär ist bei einem ukrainischen Raketenangriff im Grenzgebiet Kursk getötet worden.
Von
dpa
Kursk
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Ukraine-Krieg - Russische Marineübung „Ocean-2024“: ARCHIV - 12.09.2024, Russland, ---: Auf diesem vom Pressedienst des russischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag, den 12. September 2024, veröffentlichten Video fährt die russische Fregatte Admiral Grigorowitsch, während ein Hubschrauber vom Typ Kamov Ka-27 von ihrem Flugdeck aus während der strategischen Kommando- und Stabsübungen Ocean-2024 im Mittelmeer vor der Küste von Tartus, Syrien, startet. (zu dpa: «Russland behält Militärbasen vorerst in Syrien») Foto: Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Russische Marineübung „Ocean-2024“ (Symbolbild).

Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/dpa
  • Russischer Generalmajor Michail Gudkow bei Raketenangriff in Kursk getötet.
  • Gudkow war Vizechef der russischen Flotte, zuständig für die Marineinfanterie.
  • Angriff ereignete sich im Grenzgebiet zwischen Russland und der Ukraine.
  • Gouverneur der Region Primorje bestätigte den Tod während der Dienstausübung.
  • Hintergrund: Ukraine setzt gezielt Raketen gegen russische Militärführung ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der für die Marineinfanterie zuständige Vizechef der russischen Flotte, Generalmajor Michail Gudkow, ist im Grenzgebiet Kursk durch einen ukrainischen Raketenangriff ums Leben gekommen. Gudkow sei bei der Erfüllung seiner Pflicht gefallen, teilte der Gouverneur der am Pazifik gelegenen Region Primorje, Oleg Koschemjako, mit.

Zuerst hatten russische Militärblogger über den Tod des hochrangigen Offiziers berichtet. Demnach ist ein Kommandopunkt im Landkreis Korenowo nahe der Grenze zur Ukraine unter Beschuss geraten. Mehr als zehn Soldaten seien ums Leben gekommen, viele davon hochrangige Offiziere, berichtete etwa der Militärblog Severnnyj.

Ernennung erst im Frühjahr

Gudkow war erst im März von Kremlchef Wladimir Putin zum stellvertretenden Oberbefehlshaber der Marine ernannt worden. Sein Aufgabengebiet war die Koordinierung von Marineinfanterie und der Raketen- und Artillerieeinheiten von Küstenbatterien. Was Gudkow erreicht habe, müsse auf andere erfolgreiche Kommandeure ausgeweitet werden, lobte Putin bei der Ernennung die Kriegserfahrung des Generalmajors.

Zuvor hatte Gudkow nämlich die 155. Marineinfanterie-Brigade geleitet. „Auch als er Vizekommandeur der Flotte wurde, hat er nicht aufgehört, persönlich zu den Positionen unserer Marineinfanteristen zu fahren“, schrieb Gouverneur Koschemjako in seinem Nachruf.

Seit Kriegsbeginn in der Ukraine

Weil die Einheit offiziell in Wladiwostok stationiert ist, kondolierte der Gouverneur der Region Koschemjako. Die Brigade wurde aber kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs in die Ukraine abkommandiert. Besonders schwere Verluste haben die Marineinfanteristen bei der Schlacht um die ostukrainische Stadt Wuhledar erlitten. Kiew wirft der Brigade die Beteiligung an Kriegsverbrechen vor.

Gudkow ist nicht der erste russische General, den die Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen die Invasion töten konnte. Bestätigt wurde - einschließlich Gudkow - bislang der Tod von zwölf Offizieren im Generalsrang.