Ukraine-Krieg
: Selenskyj: Wäre mit Status quo an Frontlinie einverstanden

Im Ringen um eine Lösung im Ukraine-Krieg zeigt sich der ukrainische Präsident Selenskyj mit einem Vorschlag einverstanden. Es ist nicht das erste Mal. Doch was sagt Russland dazu?
Von
red/dpa
Washington
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden.

Cornelius Poppe/NTB Scanpix/AP/dpa
  • Selenskyj ist bereit, die aktuellen Frontlinien zu akzeptieren – als Weg zum Kriegsende.
  • Er nennt ein Einfrieren der Linien und eine Waffenruhe das „absolute Minimum“ an Forderungen.
  • Russland lehnt einen Stopp entlang der Front ab und spricht von einer Atempause für Kiew.
  • Putin behauptet Fortschritte, während die Ukraine jüngst Vorstöße stoppte und teils zurückdrängte.
  • US-Unterhändler Witkoff traf Putin in St. Petersburg; dreiseitige Gespräche könnten im November weitergehen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach eigenen Angaben bereit, im Ukraine-Krieg die derzeitigen Frontlinien zu akzeptieren und damit den langjährigen Konflikt zu beenden. „Ja, wir müssen jetzt die Frontlinien einfrieren“, sagte er im Gespräch des US-Senders Fox News und ergänzte: „Ich denke, das ist ein echter Weg, diesen Krieg zu beenden.“

Er war gefragt worden, ob er „ein Friedensabkommen akzeptieren würde, das den Status quo berücksichtige, sodass man weiterhin 75 Prozent oder mehr seines Landes behält, unabhängig davon, wie der Konflikt begonnen hatte.“ Selenskyj sagte zudem, dass das Einfrieren der Frontlinien und eine Waffenruhe das „absolute Minimum“ sei, „was wir heute von Russland fordern.“

Selenskyjs Position ist nicht neu. Die Ukraine hat mehrfach ein Einstellen der Kämpfe entlang des jetzigen Frontverlaufs vorgeschlagen. Russland lehnt dies ab mit der Begründung, man gebe damit der Ukraine nur eine Atempause zur Wiederaufrüstung. Kremlchef Wladimir Putin behauptet, dass seine Truppen ständig weiter vorrücken, und auch US-Präsident Donald Trump neigt zu dieser Sichtweise. Tatsächlich hat die ukrainische Armee den russischen Vormarsch in diesem Sommer gestoppt und an einigen Abschnitten sogar zurückgedrängt. 

US-Unterhändler Steve Witkoff überbrachte Putin am Mittwoch in St. Petersburg neue Vorschläge für eine Beendigung des Kriegs. Vorher und nachher besuchte Witkoff Oslo. Ein Ergebnis der Pendeldiplomatie ist, dass Russland sich zu einer Fortsetzung dreiseitiger Gespräche mit den USA und der Ukraine im November offen zeigt.