Ukraine-Krieg
: Medwedew: „Schiebt euch eure Friedenspläne in eure Är***!“

Mit Rückendeckung von vier europäischen Staats- und Regierungschefs will Selenskyj Russland zu einer Waffenruhe drängen. In Moskau gibt es eine erste Reaktion.
Von
dpa
Moskau/Kiew
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Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und Vorsitzender der Partei „Einiges Russland“ leht eine Waffenruhe mit drastischen Worten ab.

Ilya Pitalev/Photo host agency RIA Novosti via AP/dpa
  • Medwedew lehnt ukrainische Waffenruhe-Forderung ab, äußert sich vulgär auf Plattform X.
  • Treffen in Kiew mit Merz, Macron, Starmer und Tusk; Selenskyj droht Russland mit Sanktionen.
  • Kremlsprecher Peskow: Sanktionen schrecken Russland nicht ab, fordert Stopp westlicher Waffenlieferungen.
  • Medwedew als Provokateur bekannt, oft drastische Wortwahl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Moskau ist die ukrainische Forderung nach einer 30-tägigen Waffenruhe von diesem Montag an auf Ablehnung gestoßen. Sie könnten sich ihre Friedenspläne „in den Hintern“ schieben, schrieb der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, auf Englisch auf der Plattform X. Der frühere Kremlchef äußerte sich in vulgärer Sprache zum Treffen der „Koalition der Willigen“ in Kiew, darunter auch Kanzler Friedrich Merz (CDU). Wörtlich übersetzt schrieb er: „Schiebt euch diese Friedenspläne in eure pangender Ärsche!“ Als pangender („allgeschlechtlich“) verstehen sich laut Internetlexikon Wikipedia „Personen, die sich mehreren oder allen Geschlechtern irgendwie zugehörig fühlen, ohne dabei auf eines festgelegt zu sein“.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte bei den Gesprächen mit Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk Sanktionen an, sollte Russland der Waffenruhe ab Montag nicht zustimmen.

„Macron, Merz, Starmer und Tusk sollten in Kiew über Frieden sprechen. Stattdessen stoßen sie Drohungen gegen Russland aus“, sagte Medwedew dazu. Er fragte, ob es klug sei, Russland vor die Wahl einer Waffenruhe für die „Horden“ oder neuer Sanktionen zu stellen?

Medwedew ist als Provokateur bekannt

Medwedew äußert sich immer wieder mit besonders drastischem Vokabular. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte vor Bekanntwerden des Ultimatums für Montag gesagt, Russland lasse sich von Sanktionen nicht abschrecken. Außerdem dürfe eine Waffenruhe nicht zu einem Vorteil für Kiew führen, sich militärisch neu aufzustellen. Als konkrete Bedingung für eine Waffenruhe von 30 Tagen nannte Peskow den Stopp von westlichen Waffenlieferungen an das Land.