Der neue US-Präsident will die Inflation und die Immigration stoppen. Vor allem aber will er den Reichtum der Amerikaner auf Kosten anderer Nationen mehren.
Der 45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, versprach in seiner Antrittsrede den Beginn eines neuen, goldenen Zeitalters für die USA. Für die anderen Länder wird es schwieriger.
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Donald Trump wählte einen anderen Grundton in seiner Antrittsrede als vor acht Jahren, doch die Botschaft bleibt dieselbe. Er formuliert es nur umgekehrt. Das goldene Zeitalter kann natürlich erst dann beginnen, wenn er, Trump, die ganzen Missstände aufräumt. Vor acht Jahren beschrieb er die Lage als Blutbad. Was also ebenfalls bleibt, ist sein gnadenloser Hang zu Übertreibungen. Was davon nun wie ernst zu nehmen ist, wird sich erst in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Die Welt wird wieder an den Kurznachrichten des mächtigsten Mannes der Welt kleben und ihn zu entschlüsseln suchen.
Tatsächlich zeigt Trumps Ansprache den Weg auf, den das mächtigste Land auf dem Planeten gehen wird, deutlich nach innen gekehrt und auf sich selbst bezogen, mit höheren Zöllen auf ausländische Produkte und darauf konzentriert, wirtschaftliche Siege zu erzielen. Amerikanisches Gas und Öl werde die Welt fluten und die Amerikaner wieder reich machen. Unter Trump wird sich der Hegemon der vergangenen 80 Jahre stärker zurückziehen und auf sich selbst besinnen. Vielleicht werden es gute Jahre für Amerika, für die Welt werden sie riskant.
Eine an Deutschland gerichtete Herausforderung
Trumps Ansage, die Amerikaner durch hohe Zölle reich zu machen, muss jeder Handelspartner ernst nehmen. Die Ansage, die USA wieder zu einer Industrienation zu machen, deren Waren überall begehrt sind, klingt wie eine direkt an Deutschland gerichtete Herausforderung. Es bleibt nichts übrig, als sie anzunehmen.
Präsident Donald Trump (l) spricht nach seiner Vereidigung zum Präsidenten der Vereinigten Staaten während der Amtseinführung des Präsidenten in der Rotunde des US-Kapitols in Washington, während der ehemalige Präsident Joe Biden (M) und die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris zusehen.
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Die Rotunde des US-Kapitols in Washington ist gut gefüllt.
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Alle Augen waren auf Donald Trump gerichtet.
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Donald Trump wird von Chief Justice John Roberts als 47. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt, während Melania Trump die Bibel hält.
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JD Vance (l) wird von Supreme Court Justice Brett Kavanaugh als Vizepräsident vereidigt.
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Ein (Luft-)Küsschen für den Ehemann: Melania und Donald Trump kurz bevor der neue Präsident vereidigt wird.
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Im Ort McAllen demonstrierten unterdessen Menschen gegen Trump als Präsidenten. Die Organisation La Union del Pueblo Entero (LUPE; dt. Union des gesamten Volkes) hatte dazu aufgerufen.
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Die mächtigsten Männer der USA, zumindest auf dem Papier: Vizepräsident JD Vance und Präsdient Donald Trump kurz vor ihrer Vereidigung.
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Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden, links, begrüßen den designierten Präsidenten Donald Trump und Melania Trump, rechts, bei ihrer Ankunft im Weißen Haus in Washington.
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Elon Musk kommt vor der 60. Amtseinführung des Präsidenten in der Rotunde des US-Kapitols in Washington an.
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Anhänger von Trump, Polizisten und andere Einsatzkräfte versammeln sich im Bereich des US-Kapitols.
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Der designierte Präsident Donald Trump gestikuliert, während er mit seiner Frau Melania nach einem Gottesdienst die St. John's Episcopal Church gegenüber dem Weißen Haus in Washington verlässt.
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Sein letzter Tag: Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden erwarten Vizepräsidentin Harris und ihren Ehemann am Weißen Haus.
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Vizepräsidentin Kamala Harris (2.v.r) und ihr Ehemann Doug Emhoff stehen mit dem designierten Vizepräsidenten JD Vance (r.) und seiner Frau Usha Vance bei ihrer Ankunft vor dem Weißen Haus.
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Der designierte Präsident Donald Trump, Melania Trump und Barron Trump kommen vor der Amtseinführung des Präsidenten zu einem Gottesdienst in der St. John's Church.
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Ein Plakat mit dem Slogan "Welcome back, Mr. President" hängt in der Nähe der St. John's Episcopal Church gegenüber dem Weißen Haus,
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Der designierte Präsident Donald Trump betritt vor der Amtseinführung den Gottesdienst in der St. John's Church.
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Der designierte Vizepräsident JD Vance und Usha Vance nehmen ebenfalls am Gottesdienst vor der Amtseinführung teil.
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Ivanka Trump und ihre Familie kommen zum Gottesdienst.
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Eric Trump und Ehefrau Lara, Tochter Carolina und Sohn Luke.
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Der designierte Präsident Donald Trump und seine Frau Melania werden bei ihrer Ankunft zum Gottesdienst in der St. John's Episcopal Church begrüßt.
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Das US-Kapitol ist in der Morgendämmerung des Inaugurationstages.
Es ist soweit: Donald Trump kehrt ins Weiße Haus zurück. Man muss deshalb nicht in Panik verfallen. Aber es gibt zwei Aufgaben für die künftige Bundesregierung, die keinen Aufschub dulden.