Trauriger Rekord
: Rund 300.000 mehr Rentner von Altersarmut betroffen

Mehr Rentnerinnen und Rentner gelten als armutsgefährdet. Ihre Zahl ist laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zuletzt auf einen Rekordwert gestiegen.
Von
KNA
Berlin
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Altersarmut: ARCHIV - 17.12.2023, Sachsen, Dresden: Eine Frau sucht in einem Mülleimer nach Leergut. (zu dpa: «Niedrige Rente für hunderttausende Arbeitnehmer in Hessen») Foto: Sebastian Kahnert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Keine Seltenheit: Eine ältere Frau sucht in einem Mülleimer nach Pfandflaschen, um ihre geringe Rente aufzubessern und über die Runden zu kommen.

Sebastian Kahnert/dpa
  • Zahl der armutsgefährdeten Rentner stieg 2024 auf 3,54 Millionen an.
  • Armutsgefährdungsquote bei Personen ab 65 Jahren stieg von 18,4% auf 19,6%.
  • Frauen suchten Pfandflaschen, um ihre Renten aufzubessern.
  • Schwellenwert für Armut lag bei 1.378 € netto/Monat für Alleinlebende.
  • Angst vor Altersarmut laut R + V-Umfrage hoch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mehr Rentnerinnen und Rentner gelten als armutsgefährdet. Ihre Zahl ist laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montag) im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Demnach erhöhte sich die Quote unter Menschen ab 65 Jahren im Vergleich zu 2023 von 18,4 Prozent auf 19,6 Prozent. Dieser Anstieg bedeute in absoluten Zahlen eine Zunahme um rund 300.000 Menschen auf 3,54 Millionen. Die Zeitung bezieht sich auf Daten des Statistischen Bundesamtes, die die Bundestagsgruppe der Partei BSW erfragt hat.

Die Steigerung bei Personen im Rentenalter ist stärker als in der Gesamtbevölkerung, wie es weiter hieß. Hier nahm die Armutsgefährdungs-Quote nach früheren Angaben der Statistiker um 1,1 Punkte auf 15,5 Prozent zu.

Angst vor Altersarmut bleibt hoch

Angst vor Altersarmut bleibt hoch, laut einer Befragung der R + V Versicherung unter 2400 Menschen im Sommer 2024.

Infocenter der R+V Versicherung/R+V Infocenter/obs/dpa

Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt. 2024 lag dieser Schwellenwert für eine oder einen Alleinlebenden in Deutschland bei 1.378 Euro netto im Monat, für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren betrug er 2.893 Euro.